Streit mit dem Psychotherapeuten

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Für mich klingt das nach einem Therapeuten, der nicht geschult ist im Bereich Trauma. Du musst dich nicht als Verliererin fühlen. Es ist nicht deine Schuld, wenn er dir nicht folgen kann und als Therapeut mit deinen Aussagen nicht umgehen kann. Vielleicht findest du in deiner Nähe einen Therapeuten oder eine Therapeutin die auf Menschen mit Trauma spezialisiert sind. Ich kann dir noch Beratungsstellen empfehlen, für Frauen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben, wie z.B. Wildwasser. Die kennen häufig Trauma-Therapeuten in der Nähe und können dir eventuell welche nennen. Sie können dir aber, falls du noch andere Fragen haben solltest, sicherlich weiter helfen. Ich hoffe du findest bald jemanden, der dich so unterstützen kann, wie du es brauchst und wie gesagt: Du musst dich nicht als Verliererin fühlen, denn er kann mit deinen Erzählungen nicht umgehen, obwohl er es können sollte.

hallo crunch 87 danke für deine Antwort, ich werde nun gezielt nach Therapeuten suchen, die sich mit Traumata auskennen. danke. Tina

Ich Fass mal zusammen: du magst ihn nicht, und auch er rät dir ganz direkt den Therapeuten zu wechseln...?!? DANN MACH DAS! Ist dich nichts schlimmes wenn man sich nicht versteht, das passiert - auch bei Ärzten! Gibt halt Menschen die nicht auf einer Wellenlänge liegen! Such dir jemanden der zu dir passt! Viel Erfolg!

Gut, sprechen wir mal nicht um den heissen Brei herum. Irgendwie sehe ich in deinem Posting die eigentliche Frage nicht. Der Therapeut arbeitet vermutlich ansonsten i. d. R. mit anderen Fällen mit einem anderen Klientel und kann deine Probleme nicht nachvollziehen und somit auch nicht wirksam helfen. Da scheint auch - wie es ganz natürlich ist - die "Chemie" zwischen zwei Menschen nicht zu passen. Für dich heisst das ganz einfach, dass du dir einen anderen Therapeuten suchen musst, weil das sonst nichts bringt. Wenn ich mir das allerdings so durchlese ( Wobei ich sagen muss, dass man nicht wirklich viel sagen kann, wenn man dich persönlich gar nicht kennt ) kann es auch sein, dass der Therapeut der Meinung ist, dass du im psycholgischen Bereich noch falsch bist und die erste Vorbereitung auf eine derartige Therapie durch einen Psychiater durchgeführt werden sollte. Nachdem er das offensichtlich so nicht sagen möchte ( weil er nicht weiss, wie ers sagen sollte und die Reaktion nicht einschätzen kann ) solltest du ihn direkt nochmal darauf ansprechen, bevor diese Behandlung beendet wird.

Wechsle deinen Psychotherapeut! Das ist ja wohl der Gipfel, wenn ein Therapeut dir sagt, dass er dich nicht versteht... Genau das ist ja sein Job! Und wenn er dich nicht versteht, muss er nachfragen und nicht einfach sagen, er verstehe dich nicht. Und ja, du musst du selbst sein dürfen und reden, über was du willst, wobei ein Therapeut dir auch zuzuhören hat.... wie gesagt, such dir einen anderen...

Wenn Ihr Therapeut so reagiert, wechseln sie ihn, evtl. auf einen gleichgeschlechtlichen Therapeuten achten. Ganz wichtig, auskotzen es muss alles raus, ich bin da evtl. etwas zu unbefangen in dem Thema, aber Therapeuten sind in meinen Augen Vertrauenspersonen, die auch mit Kritik und einer fachlichen suveränen Antwort auf Kritik, oder wie ich es nenne Verbesserungsvorschläge, reagieren sollten.

Freund- Feuerwehr (Trauma)?

Ich wurde vor einigen Wochen zum ersten Mal mit etwas konfrontiert, mit dem ich schwer zu kämpfen hatte. Mein Freund und ich sind jetzt seit einiger Zeit zusammen. Er arbeitet beim Rettungsdienst bzw. bei der Feuerwehr und hat schon so einiges gesehen. An besagtem Tag kam er völlig aufgelöst nach Hause. Offenbar hat ihn ein Einsatz sehr mitgenommen.

Ich habe meinen Freund in der Zeit nicht einmal weinen sehen und an diesem Tag ging es ihm dann richtig schlecht und er ist in Tränen ausgebrochen. Ich wusste zuerst gar nicht wie ich damit umgehen sollte. Er weint ja sonst nie vor mir. Habe ihn dann umarmt. Nach einer Weile wollte er aber lieber allein sein. Ich hatte fast das Gefühl seine Tränen sind ihm peinlich. Gleichzeitig wollte ich als seine Freundin natürlich für ihn da sein. Normalerweise ist mein Freund immer der Starke, der mich tröstet, wenn es mir schlecht geht. Er ist der typische Mann, der nach außen immer den Starken spielt und im wahrsten Sinne des Wortes eher andere "rettet".

Die Situation kam für mich jedenfalls völlig unerwartet. Männer sieht man ja eher selten weinen.

In den folgenden Wochen hat er sich dann immer mehr zurück gezogen. Ein Gespräch über den Vorfall war nur teilweise möglich und wenn ist er gleich in Tränen ausgebrochen oder er hat nach einiger Zeit ganz vermieden über das Thema zu reden.

Von seinen Kameraden bzw. Kollegen hab ich dann erfahren, dass es wohl mit einem schlimmen Einsatz zusammen hängt. Er wirkt seitdem wie verändert. Nachts hat er Alpträume und tagsüber ist er angespannt. ich als seine Freundin mache mir natürlich Sorgen darüber. Der Freund meiner besten Freundin ist als Soldat nach Afghanistan gegangen und als er wiederkam hat er wohl ähnlich reagiert. Und er hat eine PTSD, eine posttraumatische Belastungsstörung. Habe mich darüber lang mit meiner besten Freundin unterhalten.

Kann es sein, dass mein Freund durch den Einsatz auch ein Trauma entwickelt hat? Wie gesagt. Ist es sehr schwer mit ihm darüber zu reden. Ihn zu einem Psychologen zu schleppen scheint beinahe unmöglich. Er meint immer "den Psychokram bräuchte er nicht." Und ich komme was das Thema angeht überhaupt nicht an ihn heran. Er wirkt in letzter Zeit wie versteinert und irgendwie sehr verändert. Ist müde, unkonzentriert, schläft schlecht. Wie kann ich ihm als seine Freundin helfen?

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