Mein Enkel will nicht schlafen gehen

10 Antworten

Dann haben die Eltern das leider von Anfang an falsch gemacht. Ich gehe mal davon aus, das sie ihrem Kind nicht beigebracht haben alleine einzuschlafen. Sprich, sie hatten keine festen einschlaf-Rituale, sondern wenn er irgendwo eingeschlafen ist, ihn dann ins Bett gelegt haben. Es ist wichtig für Kinder das zu lernen. Säuglinge schlafen natürlich noch an der Brust oder auf dem Arm ein. Aber ab einem gewissen Alter sollte man das Kind immer wach ins Bett legen.

Ja da hast du wohl Recht. Das ist mir schon bewusst das die Eltern dieses Prob. selbst gemacht haben. Drum ja meine Frage, wie könnten sie dieses Problem ändern. Da es ja schon viel zulange so ist. Wie fange ich an dieses Problem zu lösen.? Dieses Kind kann ein ziemlicher Sturkopf sein. Egal wie oft man ihn Abends ins Bett legt, er kommt immer wieder raus..und wenn es 4 Stunden lang geht, er kommt raus. Ich kann da auch Nachvollziehen das selbst seine Mutter da irgendwann nicht mehr kann und schon sind 4 stunden Konsequenz wieder zunichte gemacht.

@sprudel66

ihr habt für mich beide Recht, da ist von Anfang an was nicht gut gelaufen und nun will der kleine Sturkopf nicht so, wie es die Erwachsenen wollen. Um die Waage wieder ins Gleichgewicht zu bringen muss ein erwachsener Sturkopf auf der anderen Seite her, der genauso oft (eben auch 4h) das Kind wieder ins Bett bringt, liebevoll aber bestimmt und konsequent, bis der kleine Sturkopf begriffen hat, es gibt einen großen Sturkopf, der hat mehr Duchhaltevermögen als ich, egal was ich hier mache. Und zum Thema Durstmasche mein Tipp, Wasser - das reicht zum "überleben" löscht wirklichen Durst und schmecken muss es abends nicht mehr, wenn das Kind wirklich Durst hat, trinkt es auch Wasser. Und es gibt immer nur Wasser, jedesmal wenn er rauskommt gibt es Wasser, ihr werdet sehen, wenn ihm Wasser nicht schmeckt, kommt er nicht mehr (es sei denn er trinkt Wasser gerne, auch solche Kinder gibt es zum Glück). Und wenn er zu den Kindern zählt die haupsächlich Tee und Wasser trinken, gilt es Regeln für das Abendessen aufzustellen , zB trink jetzt richtig und soviel du möchtest, dann gibt es nichts mehr.

@sprudel66

HÖRE ICH DA raus , dass die eltern /mutter selber die situation ändern will ? das ist natrülich seeehr hilfreich, dann hilft nur noch strikte liebevolle konsequenz mit dem alllabendlichem ritualablauf - das wird wochen dauern ,aber es wird dann a cu immer besser klappen- wenn kind immer wieder aufsteht , dann wird es immer wieder, auch mit schreien, und quengeln hingelegt liebvoll --" jezt wird heia gemacht -"- keine tür auflassen ,kein licht anlassen . evtl ne schlafmusik anmachen ( schlafuhr) aber mehr nicht -- bitte nicht von einer sache in die andere verfallen,dazu neigt man , weil man schnell die situation ändern möchte . aber vor augen halten --WIR haben das so gemacht und zwar falsch und kind muß jezt dadrunter LEIDEN .voraussetzung ist aber immer, dass das kind auch wirklich ausgelastet aber bitte nicht überlastet wird. auch geistige auslastung ist genau so wichtig wie die körperliche , es soll ja abends müde sein.aber ab ca 18.00 ist dann abendprogramm mit essen zähneputzen, vorlesen ,singen , selbständig rollo runter machen oder gardine zuziehen. teddy zu bett bringen usw.

Hallo sprudel,

wenn kleine Kinder nicht schlafen wollen, brauchen sie Sicherheit, Konsequenz und Rituale. Sie sind müde, wollen aber nichts versäumen. Wenn sie mal daran gewöhnt sind, dass man sie so lange auf lässt, bis es wirklich nicht mehr geht, ist es viel schwieriger, sie von ihrem erlernten Verhalten wieder abzubringen.

Z.B. ein Ritual: um dieselbe Zeit immer Zähne putzen, waschen, Toilette gehen, Schlafanzug anziehen, Sandmännchen schauen, ins Bett liegen, Gute Nacht sagen, abdunkeln, Kuscheltier in Arm legen, Geschichte vorlesen oder erzählen bis das Kind eingeschlafen ist oder bis die Geschichte zu Ende ist. Zimmer verlassen, Schlaflich anlassen. Wenn das Kind kommt, es will essen, es will trinken, einen Schluck zu trinken geben, aber nichts zum essen. Es wird sonst dadurch wieder wach. Wieder ins Bett bringen, auf keine Diskussionen einlassen, leise reden, evtl, sagen, wir schlafen auch gleich, es ist Nacht, alles schläft, usw....

Je länger solche Aktionen in der Nacht dauern, umso wacher wird das Kind. Die Mutter muss das zu Hause auch so handhaben, es geht nicht, dass sie euch durch ihr Kind um den Schlaf bringt. Ihr müsst alle am gleichen Strang ziehen und konsquent bleiben. Immer wieder ins Bett bringen, es gibt keine andere Möglichkeit, ausser ein Glas Wasser ans Bett stellen, damit das Kind selbst trinken kann und nicht raus muss.

Grundsätzlich ist es vollkommen normal, dass Kinder nicht schlafen gehen wollen. Wollten meine Kinder auch nie, sie haben einfach Angst, was zu verpassen, wenn sie aufgeweckt sind.

Leider haben die Eltern hier wohl etwas versäumt und wenn sie so weiter machen, dann werden sie noch ziemliche Schwierigkeiten bekommen. Jetzt aber einfach wird die Sache erst mal nicht, das erfordert eine Weile Konsequenz.

In dem Alter ist es eigentlich okay, wenn es im eigenen Bett im Elternschlafzimmer schläft, sofern es für die Eltern okay ist. Aber rumtragen im Schlaf ist schon mal gar nicht sinnvoll. Ist ja klar, dass das Kind dann ganz verwirrt ist, wenn es wach wird und das kommt bei kleinen Kindern häufig vor.

Wichtig sind Rituale, d.h. gleiche Schlafenszeiten und gleicher Ablauf, zeitig runter schalten, z.B. was vorlesen, knuddeln, Waschen und fertig machen, nicht mehr toben. Und halt immer der gleiche Ablauf. Und dann ab in das eigene Bett. Noch mal kurz reden und drücken, Licht aus (Nachtlicht geht natuerlich) und dann verabschieden und raus gehen. Klar, wenn dann erst mal Geschrei ist. Dann wieder rein (ohne Licht und ohne aus dem Bett nehmen), kurz trösten und dann wieder hinaus gehen. Das Kind konnte bis jetzt ja nicht lernen, sich selbst in den Schlaf zu bringen. Das wird seine Zeit dauern, aber wenn man das Konsequent durchzieht, dann schläft das Kind nach 2 sicher sehr harten Wochen.

Am Anfang geht das natürlich erst mal nur zu Hause, sowohl Mittagsschlaf wie auch Nachtschlaf. Für das Kind ist es auch nicht wirklich gut, wenn es immer total übermüdet ist, es braucht ja seinen Schlaf und müde Kinder sind meist nörglerisch und unausstehlich und fühlen sich auch nicht wohl so.

Wow ich bin erstaunt über die tollen Antworten. Dem ist ja kaum noch etwas hinzuzufügen, aber zwei Kleinigkeiten fallen mir noch ein: Legt den Fokus beim konsequenten wieder ins Bett Bringen vor allem auf die Liebe. Nerven wie Drahtseile werdet ihr euch ohnehin schon angeeignet haben, dann nutzt sie für's Verständnis und seid konsequent ohne zu schimpfen. Weiterhin sind 4h Konsequenz nicht zunichte gemacht, wenn wieder dagegen gearbeitet wird, nur der Erfolg dieser 4h wird drastisch reduziert. Die Erinnerung ist aber da, man hat 4h lang gelernt und das verschwindet nicht. Nehmt euch in puncto Geduld ein Beispiel an den Katzen, die zweifellos das beste Vorbild liefern.

Lieber sprudel66,

alles kann man (KInd) lernen, auch schlafen, nur dazu braucht es Regeln und Konsequenzen und Vorbilder an denen es sich orientieren kann, die die Grenzen setzen und diese auch halten und das jeden Tag zu jeder Zeit an jedem Ort. Dein Enkel ist 2 und nicht 12 (da gibt es dann ganz andere Probleme) und schlafen will nicht wirklich jedes Kind, aber lernen kann es jedes. Darüber gibt es sogar ein Buch mit dem Titel "Jedes Kind kann schlafen lernen: Vom Baby bis zum Schulkind - Wie Sie die Schlafprobleme Ihres Kindes vermeiden und lösen können" [Gebundene Ausgabe] Annette Kast-Zahn (Autor), Hartmut Morgenroth (Autor), zZ gebraucht bei günstigen 0,66 € Wichtig ist, dass dem Kind klar wird, egal was ich hier anstelle, ich werde immer wieder in mein Bett gelegt, ohne wenn und aber. Das Bewusstsein wächst nicht von heute auf morgen, das dauert und diese Zeitspanne gilt es durchzuhalten, die (eure) Grenze muss stehen bleiben, bis hierher und nicht weiter, ihr könnt laut und leise, bestimmt und mit Nachdruck oder aber auch ganz sanft mit dem Kind sprechen, eines ist aber immer klar, die Grenze/Regel steht - ohne wenn und aber. Eurem Enkel wird es nicht gefallen, er zieht alle Register, vom weinen, schreien, stampfen, hauen, beschimpfen... bis zum schmusen und bitte bitte sagen - alles, die ganze Bandbreit (weil er bis jetzt diese Grenze/Regel nicht erfahren musste, sie ist neu und gefällt ihm nicht, also probiert es aus, wie er sie umgehen kann und da fängt liebevolle Erziehung an, mit immer denselben Worten wieder ins Bett). Bleibt bei euch, seit fest und innerlich ruhig und zeigt euer erwachsen sein, es dauert, es geht nicht von heute auf morgen aber es sollte in 2-3 Wochen gut auf dem Weg sein. PS: Unsere Tochter ist gestern 6 geworden, sie diskutiert auch am Wochenende über den Mittagsschlaf (im Kindergarten wird zum Glück immer geschlafen), ich weiß, wie wichtig Schlaf ist und darum gibt es am Ende der Diskussion immer nur eine Antwort - ab ins Bett. Klar ist sie nicht darüber froh, will groß sein, selber bestimmen, aber ich bin in der Verantwortung und wenn ich nicht genau wüsste, dass sie jetzt 2-3h schläft, würde ich auch nicht so konsequent damit umgehen. Irgendwo hab ich mal gelesen dass der Mensch nicht vorschlafen kann sondern immer nur nachschlafen, heisst also, der Körper holt sich seinen Schlaf (wenn wir ihm dazu die Möglichkeit geben, also hinlegen und nichts tun, ansonsten geht es uns so wie deinem Enkel irgendwann schlafen wir im stehen ein). Vielleicht fangt ihr ganz klein erst einmal an, du und deine Frau (Oma und Opa) setzten die Grenze/Regel und halten sie, Mama wird darüber informiert und macht am Besten mit (kostet aber wie gesagt NERVEN). Für Enkel ist klar, bei Oma und Opa herrschen jetzt andere Sitten und er gewöhnt sich (uU nach erfolgloser Rebellion) ganz schnell daran, glaub mir. Normalerweise heisst es ja erziehen tun die Eltern, die Großeltern sind zum verwöhnen da, aber manchmal müssen die Großeltern noch mal auf die Elternposition rücken, du sagt selber dass du 3 Kinder großgezogen hast, erinnert euch gemeinsam an das wie (zum Thema schlafen). Ich wünsch euch gute Gespräche (auch mit der Tochter) und ganz viel Mut und Nerven, kein Ziel ist unerreichbar und der Kleine ist erst 2!!!!!

ich stimme dir in allem wirklich zu ,aber ein 6 jahre altes kind muß mittags nich t mehr schlafen -- wenn es lernt sich ruhig in sein zier zurückzu ziehen und sich bewußt auszuruhen für ne halbe oder auch 1 stunde ( was dannn sehr lang ist<9 denke ich genügt das.der körper deiner tochter hat gelernt mittags zur schlafen , müde muß er dafür nicht wirklich sein.

@makazesca

Kleine Ergänzung: Erstens: Tatsächlich kann man nicht vorschlafen, weil der Schlaf die Funktion hat, den Verschleiß des Tages am Körper zu kompensieren und die aufgenommenen Sinnesreize zu verarbeiten. Die allermeisten Zellen werden nachts aufgebaut, deshalb soll man ja auch bei einer Erkältung möglichst viel schlafen und nicht nur ruhen. Vielleicht hilft diese Erklärung nach dem Warum auch eines Tages mal euren Kindern ;)

Zweitens: Auch einem Erwachsenen schadet ein Mittagsschlaf nicht, im Gegenteil liefert er nochmal ganz anders Energie für die zweite Tageshälfte. Zwar ist es auch richtig, dass ein 6jähriges Kind den nicht mehr so dringend braucht wie ein Säugling, aber darüber, wer wann wie viel Schlaf braucht würde ich immer versuchen, so weit wie möglich den Betroffenen entscheiden zu lassen.

@Janiela

da hast du sicher recht und wenn die lütte dann tatsächlich auch schläft, wenn auch mit gegenwehr ins bett geht, dann scheint si e auch dne schlaf zu benötigen. aber das kind immer dazu zu zwingen finde ich nicht gut . meine älteste ging mittags auch gern lange ins bett .schlief bis 15 uhr und ging dann um 19.oo wieder anstandslos und freiwillig zu bett -auch im sommer bei strahlendem sonnenschein, sie brauchte das einfach -alles aber ohne zwang ,aber mit 6 also als schulkind , war es dann doch vorbei , wobei sie bis heute gern früh zu bett geht ( sie ist mittlerweile 40)

@makazesca

Zwang ist tatsächlich nie gut, man will ja ermöglichen, dass Kind vorwiegend die Persönlichkeit entfalten kann und sich nicht von einem zum nächsten Trauma hangeln muss. Deswegen war es meinen Eltern dann auch irgendwann egal, ob wir nach dem ins Bett Bringen noch wach waren. Solange wir ab einer bestimmten Uhrzeit konsequent im Zimmer geblieben und am nächsten Tag konsequent aufgestanden sind durften wir uns aussuchen, wie viel Zeit davon wirklich für's Schlafen nötig ist. Spätestens nach drei Tagen wach bleiben begreift man als Kind ja auch schon, dass Schlaf tatsächlich einfach regelmäßig gebraucht wird.

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