Kinder alleine einkaufen lassen?

5 Antworten

Eine gesetzliche Regelung, wann ein Kind alleine einkaufen darf, gibt es in Deutschland grundsätzlich nicht. Die Entscheidung – und damit auch die Verantwortung –, was dem Kind erlaubt wird, liegt alleine bei den Eltern. Verantwortungsbewusste, mutige und selbstständige Sechsjährige können durchaus schon vieles alleine bewältigen und entscheiden. Immerhin geht es im gesamten Erziehungsprozess ja darum, das Kind zu einem selbstständigen und unabhängigem Menschen zu machen. Da gehört mit zunehmendem Lebensalter auch immer mehr das Loslassen dazu. Eltern (und Nachbarn) sollten also auch ihre eigenen Motive hinterfragen, wenn sie ihrem Kind etwas verbieten oder untersagen. Handelt es sich dabei um gerechtfertigte, schützende Grenzen oder um die Angst, das Kind an seine Selbstständigkeit zu verlieren? Kinder entwickeln sich rasant, und nicht immer fällt es ihren Eltern leicht „mitzuwachsen“. Ab dem siebten Lebensjahr ist ein Kind schon beschränkt geschäftsfähig. Das heißt, es darf mit elterlicher Einwilligung einkaufen gehen und dabei wirksame (Kauf-)Verträge schließen. Die Handhabung bei jüngeren Kindern hat chinchillarock schon bestens erklärt.

Hi,

das kommt sicherlich auf das Zusammenwirken folgender Faktoren an:

- Reife des Kindes (mit 6 ist man meiner Meinung durchaus in der Lage zum Bäcker zu gehen und 10 Brötchen zu holen - aber eben nicht jedes Kind in dem Alter hat diese Reife)

- Gefährlichkeit des Weges (Dorf oder Stadt, Müssen Strassen überquert werden, sind diese gesichert und kennt da sKind den Umgang mit diesen Sicherungen [zB Ampel] )

- Bekanntheit in der Gegend (auf dem Dorf ist es sicherlich leichter, weil jeder "Klein Erna" kennt und weiß zu wem sie gehört oder eben zu wem nicht)

- Art der eingekauften Ware (Höhe  des Betrages, Anzahl an Artikel, Beschaffenheit der Artikel [spielt jetzt im Beispiel keine Rolle, aber zur Frage Kind einkaufen ja nein. gehört es dazu])

Um Deine Frage zu beantworten mache dir ein Bild all dieser Faktoren und bewerte für dich die Situation. Letztlich muss jeder seine eigene Entscheidung hier treffen, aber deine Sorge ehrt dich.

LG

Das kommt drauf an, wie weit die Einkaufsmöglichkeit entfernt ist. Mein Sohn ist mit 4 zum Supermarkt gelaufen (allerdings 200 m entfernt auf der gleichen Straßenseite) und hat Brötchen und Aufschnitt geholt. Als er nach Hause kam, war er satt.... :-) Hierzu muss ich sagen, wir wohnen in einem Vorort und in der Nachbarschaft kennt jeder jeden. Mitten in Berlin-Neukölln hätte ich vielleicht auch Bedenken....

das kommt ganz darauf an:
Wie weit ist der Laden weg?
Wie viel soll die Kleine denn kaufen?
Stadt oder Dorf?
Wenn es nur zwei bis drei Teile sind und der Weg nicht weit ist, dann ist das mit 6 Jahren schon okay..... wenn der Weg aber schon 20 Minuten für eine Strecke in Anspruch nehmen würde, dann würde ich es erst mit 10 bis 11 probieren :-)
Mit 6 Jahren gehen ja auch schon viele alleine zur Schule..... ein vorher geübter und kurzer Weg ist ab 6 schon in Ordnung.... nur früher würde ich es nicht machen

Hallo,

bei uns ist es so, dass die Kinder alleine einkaufen gehen, sobald sie die Schule besuchen, also so etwa mit 6 Jahren.
Wir machen das so, dass wir am Anfang noch mit gehen, die Kinder zum Beispiel beim Bäcker, dann aber selber "bestellen" und bezahlen. Mit der Zeit gehen die dann ganz alleine, aber auch nur weil man nur zwei Straße überqueren muss. Bei der einen ist eine Ampel, bei der anderen eine überquerungsinsel.
Wenn das Kind über eine Huaptstraße oder ähnliches müsste, ohne Ampel o.ä dann wäre das noch mal was anderes.

¿PatchworkPapa!

mein sohn ist seit einiger zeit sehr weinerlich

hallo, jetzt muss ich mich einmal an euch wenden, denn ich bin mittlerweile echt ratlos, und weiß nun nicht mehr weiter...

mein sohn 10 jahre ist seit einiger zeit sehr sensibel und weinerlich. den grund kenne ich, möchte nur nicht soweit ausholen, werde es auch nur ganz kurz erwähnen, so das ihr euch ein besseres bild machen könnt. mein sohn ist körperlich gesund, hat keinerleie syndrome wie adhs oder ähnliches...

ihm tut seine seele weh, das ist uns allen klar...

er ist seit ca einem jahr in psychologischer behandlung weil sein papa im gefängnis sitzt. (warum steht hier gar nicht zur debatte, leider gibt es nun mal dinge im leben die nicht so verlaufen wie man es gerne hätte!)

im großen und ganzen kommen wir alle mit der situation gut zurecht mit höhen und tiefen. wir reden sehr viel in der familie und eigentlich erzählen mir meine kinder alles was sie bedrückt. sie lassen ihren gefühlen freien lauf, ich in der regel nicht, meine kinder brauchen einen starken rücken (ich bin halt auch nur ein mensch ;) ..)

nun ist es so, das mein sohn die letzten wochen sehr schnell an einen punkt gelangt und gleich weint, nach aussen situationsbedingt grundlos. er sagt dann immer auf fragen hin, das nichts sei. er redet auch seit ein paar wochen nicht mehr richtig beim psychologen. dieser weiß auch nicht so recht weiter weil es nie probleme während der stunde gab, nun bricht er sie auch öfters ab, weil mein sohn einfach dicht macht. ihr seht es ist schon ein wenig eine verzwickte situation.. ach ja, meine kinder lieben ihren papa und sehen ihn auch regelmäßig, wir haben besuchsrecht. mein sohn freut sich auch immer tierisch wenn es zum papa geht. auch wenn ich manchmal zweifle ob dieser "streß" den kindern gut tut,... spätestens aber wenn sie bei ihrem papa im arm liegen, weiß ich das es richtig ist...

der grund warum mein sohn so ist, liegt wohl nahe...aber ich weiß momentan nicht mehr weiter...

ich würde mich freuen wenn ich hier ein paar wertvolle ideen oder meinungen von euch bekommen könnte wie ich meinen sohn ein wenig helfen kann, sich wieder zu öffnen um seinen schmerz besser zu bewältigen...

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