Kind ist Einzelgänger mit wenig Kontakt zu Gleichaltrigen - Handlungsbedarf?

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Der Junge wird einfach nur introvertiert sein. Wenn man ihn zu verstärkten Sozialkontakten drängt, tut man ihm nichts Gutes, im Gegenteil. Es gibt nichts Schlimmeres für ein Kind, wenn es am Rande einer Gruppe steht, sich nicht einzubringen weiß und dadurch zum Außenseiter wird, wohlmöglich dann abends noch die "Erfolge" abgefragt werden: "Und? Hast Du schon nette Kinder kennengelernt?" Introvertierte Menschen brauchen nicht viele soziale Kontakte. Sie sind sich meist selbst genug und suchen sich wenige, wertvolle Freunde, nicht einen großen Bekanntenkreis.

Ein "Trost" für die Mutter: Das sind sehr sensible, intelligente Menschen, die bei entsprechender Unterstützung ihren Weg gehen - und zwar sehr erfolgreich, gleich ob im Privatleben oder im Beruf.

Ich finde, sie hat Recht. Den Kontakt sollte sie fördern. Einzelgänger sind immer in Gefahr, mal unangenehme Erfahrungen machen zu müssen. Und von sich aus sind Kinder ja eigentlich auch gern mit Kindern zusammen. Also ist da irgendwas. Probleme in der Schule? Weltvergessen duch Internet und Computerspiele? Eine soziale Schwierigkeit, die schon länger besteht?

Oft braucht Kindheit heute die Hilfe von Erwachsenen, die die Kinder hin und her fahren. So kann sie helfen. Kinder einladen zum gemeinsamen Hausaufgaben machen und dann spielen. Vielleicht einen Verein suchen mit etwas, was ihm Spaß macht und Selbstvertrauen gibt.

Warum denn eingreifen, wenn es dem Jungen gut geht? Er ist ja schon in der Schule gezwungenermassen mit anderen zusammen und kann dort Sozialverhalten lernen, positives wie negatives.

Nicht jeder, der mit viel mit anderen zusammen ist, hat deshalb soziales Verhalten und auch Einzelgänger können sich sozial verhalten. Es gibt Menschen, die sich vorm Alleinsein fürchten und Menschen, die ein großes Mass an Alleinsein brauchen. Wenn man ihnen die Möglichkeit nimmt, das selbst zu regeln, macht man sie nur unglücklich.

Sie sollte mit ihm mal zum Psychologen gehen, ich war früher auch so. Hatte auch Kontakt zu Anderen, war aber trotzdem immer Einzelgänger gewesen. Vielleicht hat er auch Interessen die die Anderen nicht so haben, das kann man Alles herausfinden.

Hmm, schwer zu sagen. Ich würde einfach mal die Lehrer in der Schule fragen ob er dort Freunde hat integriert ist oder ob er sich da auch mehr zurückzieht. Ist das Verhalten schon immer so oder könnte es einfach einen Phase sein? Zuviel Rückzug ist sicher nicht gut für ein Kind, aber es ist sehr gut wenn ein Kind sich alleine beschäftigen kann. Der Fakt dass sich die Mutter Sorgen macht spricht allerdings schon für Handlungsbedarf, denn Eltern kennen ihre Kinder am Besten und haben da meist ein gutes Gefühl für die Situationen.

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