Ekel/Angst vor dem Puls, was kann man machen?

5 Antworten

Oh ja, ich kenne es zu gut... 

Ich verspüre auch Ekel, wenn ich Adern sehe, mir läuft es Eiskalt den Rücken runter und das seitdem ich auf dem Kindergeburtstag  meiner damals   zehnjährigen Freundin war. Deren Freundin wollte uns allen etwas "cooles" zeigen, sie wollte es an jemanden zeigen, wer wurde vorgeschickt? Ja, ich. Sie verschob meine Ader. Ein "prägendes" Ereignis. Als das mit den Adern anfing, fing es auch mit dem Puls an. Ich bin sehr sehr froh einen zu haben😂, aber ich ekel mich vor ihm, immer wenn ich Nachts auf der rechten Seite liege, spüre und höre ich ihn. Auf dem Bauch liegen? Keine Chance. Wenn meine Finger aufeinander liegen und ich es spüre, werde ich sehr nervös. Meine Freunde machen sich immer lustig über mich und ziehen mich immer etwas auf oder sonstiges. Aber für mich ist das so schlimm, wenn ich das höre, ich werde aggressiv, wütend und alle Gefühle vermischen sich, es dauert Minuten, bis ich die Position gefunden habe, in welcher ich einschlafen könnte, da man kein Puls spürt.

Hallo,

ich habe exakt dasselbe Problem.

Bin sooo happy , dass es jemand nachvollziehen kann.Bin nun 31 jahre alt und es ging ca. vor 10 Jahren los.Damals fing alles mit sogenannten `"Herzverschluckern" an.Dies habe ich natürlich von einem Arzt abklären lassen und es kam nichts heraus.Die Jahre danach wurden die Symptome um mein Herz immer schlimmer sodass ich andauernd beim Kardiologen oder Hausarzt saß.Immer wieder wurde mir meine Gesundheit bestätigt.Diese Herzverschlucker seien ganz normal und ich würde sie nur mehr Wahrnehmen als andere menschen.

Damit fing eigentlich alles an.Ich wurde immer ängstlicher und alles dreht sich seit dem nur um mein Herz.Seit 5 Jahren ist es so schlimm, dass ich wie du selbst beschrieben hast mein eigenen Puls nicht mehr spüren mag.Dabei drehe ich fast durch.Jedesmal wenn ich in einem Film einen Herzschlag höre , bin ich mit den Gedanken sofort bei meinem wieder und ich bekomme sofort Herzrasen und Panikattacken.

Ich war eigentlich immer ein fitter junger kerl und habe auch Sport betrieben, war 12 Jahre in der freiwilligen Feuerwehr.

Dies ist alles nicht mehr möglich.Sobald ich meinen Puls erhöhe durch Sport oder andere Tätigkeiten bekomme ich Angst und Panik und dann kommen weitere Symptome wie Herzstolpern und Schwindel dazu.

Nur um einen extremen Fall mal zu schildern.:

Ich war bei meinem Hausarzt und da sollte ein EKG geschrieben werden.

Als ich auf der Liege lag und das Gerät angeschlossen war explodierte nahezu mein Puls und fing das Jagen an.War also nicht Messbar.Dies ging 45 min. so.Das egrbnis war eine beunruhigte Ärztin, die mich mit dem Rettungswagen und dem Notarzt in KH einliefern ließ.Dort stabiliesierte sich wieder alles und die Blutwerte ergaben auch nichts.1 Stunde später war ich wieder zu Hause.

Mittlerweile war ich schon beim Neurologen und auch dort waren alle Parameta unauffällig.Bin jetzt bei einem Psychologen in Behandlung, denn alles wurde auf die Psyche geschoben, womit ich früher nie Probleme hatte.Ich frage mich selbst immer " was war denn zuerst? das Huhn oder das Ei ?/ sprich waren es die Symptome, die mich in die Psychischen Miseren brachte oder war es die Psyche , die mich in die Symptome brachte? "Ich weiß es alles nicht.Grundsätzlich bin ich einfach viel zu ängstlich.Seit ca. 1 Monat nehme ich Citalopram ( Vom Neurologen verschrieben ) die mich wieder ruhiger machen sollen.Dies hilft mir aber nur bedingt.

Neuestes Thema ist nun eine Magenspiegelung die ich vor mir habe, da mir seit Wochen stark übel ist.

Nur hier haben wir wieder ein problem:Ich soll eine Narkose bekommen und muss dafür wohl an Kontrollgeräte angeschlossen werden.Pulsmessgerät und Sauerstoffsättigung.Habe panische Angst davor.Wenn ich mich da wieder hinlege und dann schon auf 180 bin ist doch schon wieder alles vorbei.Habe Angst, dass die mich wieder ins Krankenhaus einliefern.und ich habe Angst vor der Narkose.Denn ich habe auch ein Problem damit die Kontrolle über meinen Körper zu verlieren wenn ich einschlafe.

LG

Keith

geh am besten zum Arzt der hilft dir oder, das mag zwar blöd klingen, zum Neurologen der kann dir wahrscheinlich irgendwelche Tabletten geben

Ich glaube du steigerst dich da in ein Problem rein, was nicht existiert. Klar kann man seinen Herzschlag spüren, wenn man sich darauf konzentriert und ich denke mal, dass machst du etwas extrem. Das ist genauso, wie wenn ich dich jetzt daran erinnere, dass du ein- und ausatmest oder das es knackt, wenn man schluckt. Immer da, immer normal, aber nur störend, wenn man es bewusst wahrnimmt. Es hilft also nur eins, nicht so viel Sorgen machen und weniger daran denken. So kommst du wenigstens stressfreier durch den Alltag.

Wenn das so ist, mache ich das unterbewusst, weil das meistens ganz von alleine kommt....

Naja und die sache beim arzt, es ist wirklich ein ekelerregendes gefühl für mich da es sich für mich anfühlt als würde der arm abgeschnürt werden...

Hättest du auch einen Tipp den ich beim Arzt anwenden kann?

Beim Pulsmessen sage ich mir ja immer innerlich bleib ruhig da passiert nichts, das ist alles harmlos, aber sobald er anfängt zu messen kommt ein unwohlsein und der puls steigt..

@Ikavios

Ich wurde das immer nicht los, wenn ich eine Extrasystole hatte, also wenn man das Gefühl hat, dass das Herz gestolpert ist. Ich versteife mich aber nicht mehr auf den Schlag, sondern nehme nur meinen Körper neutral wahr, da wir ja aus vielen kybernetischen Kreisläufen bestehen. Irgendwie ein "Hoppla, hey du lebst ja noch". Kann ich schwierig erklären.

Das Gefühl beim Messen ist berechtigt. Erst wird nämlich die Systole gemessen indem die Adern mit der Manschette so sehr abgeschnürt werden, das man mit dem Stethoskop hörbar ermitteln kann, wann der Blutfluß stoppt.

Wie du deinen Puls unten halten kannst? Meditieren vielleicht? Meine jetzt nicht wie Buddha ein paar hundert Jahre unter einem Baum sitzen, sondern vielleicht mit autogenem Training und Atemübungen schnell zur Ruhe zu kommen und die Panik so gar nicht zuzulassen bzw. sich auf den inneren Frieden besinnen, wenn dich die Situation überfordert.

Das könnte ein Geburtstrauma sein (hat der Sohn meiner Freundin auch) - er war mal damit bei einer Therapeutin. Ist vielleicht auch was für Dich.

Ok dann werde ich mal meine eltern fragen ob da mal als kind was vorgefallen ist, mit dem Therapeuten bin ich mir nicht sicher, da es eigentlich keine auswirkungen auf mich hat, nur bei den oben genannten tätigkeiten wie zb nichts tun oder beim arzt...

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