Darf ich mir eine Zweitmeinung eines anderen Zahnarztes holen oder muss ich erst die Krankenkasse fragen?

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Du kannst dir problemlos eine Zweitmeinung bei einem anderen Art holen oder sogar eine Drittmeinung, wenn du ganz unsicher sein solltest, wobei man natürlich im Sinne Solidargemeinschaft das Ganze nicht zu sehr auf die Spitze treiben sollte. Dafür musst du auch nicht die Krankenkasse fragen, sondern werde einfach ganz normal bei einem Zahnarzt vorstellig (vorbeischauen oder anrufen) und lass dir einen Termin geben. Falls du aktue Beschwerden wie Schmerzen, Schwellungen oder starke Entzündungen haben solltest, bekommst du in der Regel auch sehr schnell einen Termin oder kannst eventuell sogar direkt zur Untersuchung bleiben.

Das Zähneziehen sollte immer die letzte Option sein, zuvor sollte genau geprüft werden, ob es nicht sanftere Formen der Versorgung gibt, also Entzündungen mit Antibiotika behandeln, Paradontosebehandlung, Wurzelbehandlung, Aufbau mit Füllungen und Kronen, etc., also eben je nach Art des Zahnproblems.
Ich würde dir also sogar dringend dazu raten, eine Zweitmeinung einzuholen, denn nur so kannst du eine informierte Entscheidung treffen. Das ist dein gutes Recht und in diesem Fall mehr als angemessen. Dein Zahnarzt erfährt auch nichts davon beziehungsweise hat es ihn überhaupt nicht zu interessieren. Ärzte stehen unter Schweigepflicht und es ist deine Entscheidung, ob deine Ärzte sich untereinander über deinen Behandlungsfall austauschen müssen. Du musst also explizit über eine Unterschrift oder direkte Aufforderung oder implizit über eine Überweisung zu einem anderen diesem Austausch zustimmen. Und selbst wenn dein Zahnarzt davon erfahren sollte (was ohne dein Zutun nicht passiert), wäre es auch kein Problem, da es bei sehr einschneidenden Eingriffen ein ganz normales Vorgehen ist, sich als Patient zu informieren und eben notfalls noch eine weitere Diagnose einzuholen.

Ich wünsche dir gute Besserung!

Du kannst jederzeit eine Zweitmeinung einholen, auch ohne die Kasse zu informieren. Erzähl dem 2. Zahnarzt Deine Situation wie hier, aber nenne nicht den Namen des ersten. Es könnte ja möglich sein, daß sie sich kennen und schätzen oder vielleicht auch nicht mögen. Da ist dann eine sachliche Information schwierig. Du kannst auch eine Drittmeinung einholen. Die Krankenkasse ist immer dafür, daß sich der Patient informiert. Von dort wird es keine Probleme geben.

Ich finde die Idee zu einem 2. Zahnarzt, es ist dein gutes Recht. Die Kammer ist die Rechtsvertretung von Zahnärzten, d.h. dort kannst du dich beschwerden. Der 1. erfährt es üblicherweise nicht, wenn du unsicher bist, dann weise nochmals auf die ärztliche Schweigepflicht hin.

bei schwierigen entscheidungen solcher art immer eine zweit bzw. drittmeinung einholen.

Weiterbehandlung erfolglose Wurzelbehandlung?

Hallo allerseits,

vor vier Jahren hatte ich eine Wurzelbehandlung am 16er Zahn. Mein Zahnarzt hat damals etwa 500 € zusätzlich veranschlagt für einen High-Tech-Behandlung mit irgendeinem Piepsgerät, die die gesetzliche Kasse nicht zahlt. Sollte mir recht sein, wenn’s dann bessere Erfolgsaussichten hat.

Von damals bis jetzt hat sich der Zahn immer mal wieder alle 10-15 Monate durch Druckschmerz und Pochen bemerkbar gemacht. Beim Zahnarzt wurde deswegen auch 2x geröntgt allerdings ohne klaren Befund und die Beschwerden verschwanden auch wieder.

Inzwischen bin ich wegen einer anderen Sache beim Internisten in Behandlung, der mich bat zu checken, ob meine Zahnwurzeln alle okay wären. Nachdem das erneute Röntgenbild beim Zahnarzt wieder unspezifisch ausfiel, entschied ich mich beim gleichen Zahnarzt ein CT des Zahnes (auf eigene Kosten) machen zu lassen. Ergebnis: Chronische Entzündung an einer der Wurzelspitzen evtl. mit einer Zyste. Ein Wurzelkanal war scheinbar nur etwa zu einem Drittel gefüllt. Auch der Kieferknochen ist bereits in Mitleidenschaft gezogen.

Empfehlung: eine weitere Wurzelbehandlung, die aber die Kasse nicht zahlen würden und mich ca. 800 – 1000 Euro kosten würde und etwa 70 % Erfolgsaussicht hätte.

Ist es richtig, dass ich jetzt dafür zahlen muss, dass die Wurzelbehandlung damals eventuell verbockt wurde und mir bis heute Schwierigkeiten macht? Oder tue ich dem Zahnarzt mit solch einem Vorwurf unrecht und ich hatte ganz einfach Pech? Ist natürlich wichtig zu wissen für meine Verhandlungsposition mit dem Zahnarzt.

Vielen Dank für Euer Feedback!

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