Kann man das Senken des Babys in das Becken mit Übungen beeinflussen?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Normalerweise rutscht das Baby in der 36. SSW in das Becken, dieser Prozess kann aber durch viele andere Dinge beeinflusst werden:

• Wenn Sie sehr sportlich sind und eine trainierte Bauchmuskulatur haben, dann können diese Muskeln das Baby in einem etwas anderen Winkel zum Beckengürtel festhalten. Dadurch wird dem Kind sein Weg nach unten erwert. Sie können das Baby animieren, ins Becken zu sinken, indem Sie sich mit leicht gegrätschten Beinen hinstellen und die Knie rund machen, dadurch machen Sie den Rücken rund und kippen das Becken nach vorn, das Köpfchen des Babys nimmt Kontakt zum Becken auf. Auch Bauchtanzen ist sehr empfehlenswert!

• Wenn Sie viel Zeit im Sitzen verbringen, im Büro, im Auto oder im weichen Sessel vor dem Fernseher, animiert das Ihr Baby, sich in die Hintere Hinterhauptslage zu legen! Das bedeutet: mit seinem Rücken an Ihrem Rücken, das Gesicht nach vorne. Diese Position erschwert es Ihrem Baby, sich in das Becken zu senken. Außerdem ist die Lage für eine schnelle Geburt nicht optimal, unter anderem, weil sich das Kind so erst spät senkt. Achten Sie also darauf, sich im Sitzen nach vorne zu lehnen, die Knie bleiben dabei unterhalb der Hüfte. Das wird Ihrem Baby dabei helfen, seinen Rücken nach vorn zu drehen und sich zu senken. Ein Kniestuhl ist in solchen Fällen ideal. Oder der sogenannte Reitersitz: Lehne nach vorne und mit den Unterarmen darüber lehnen. Oder die Bauernhaltung: leicht gegrätschte Beine, runder Rücken mit den Unterarmen auf den Oberschenkeln abstützen.

• Wenn Sie bereits mehrere Kinder haben, dann ist Ihre Bauchmuskulatur schon gelockerter. Dadurch kann sich das Baby freier bewegen und häufig seine Position ändern. Manchmal liegt Ihr Baby nicht senkrecht in Ihrem Bauch, sondern waagrecht oder quer. Diese Positionen machen es sehr unwahrscheinlich, dass das Baby vor den Wehen in das Becken sinkt.

• Auch die Größe Ihres Beckens ist entscheidend. Manchmal ist der Beckeneingang schmal. In diesem Fall kann es länger dauern, ehe das Baby in die Geburtsposition gelangt.

Oft können Sie selber sehen oder fühlen, wenn sich das Köpfchen ins Becken gesenkt hat: Rock- oder Hosenbund sind tiefer, Sie können wieder tiefer atmen und mehr essen.

Es ist außerdem wichtig zu wissen, ob das Köpfchen im Becken ist, da Sie sich dann nicht mehr unbedingt bei einem Blasensprung hinlegen und schnell ins Krankenhaus bringen lassen müssen. Sie brauchen keinen Nabelschnurvorfall mehr zu befürchten, haben also noch Zeit.

Quelle: www.babycenter.ch

Ich würde hier auf jeden Fall dazu raten, dies in Absprache mit der Hebamme zu tun :-)

Alles Gute für die bevorstehende Geburt!

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

0

Was möchtest Du wissen?