Ich krieg die Krise - wieder Nebenwirkungen - was tun?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das einzige Häm-Eisen-Präparat (hemFerin) gibt es in Deutschland wohl nicht mehr. Über eine internationale Apotheke bekommst du vielleicht Proferin oder Hemofer, auch beides Häm-Eisen und daher bestens verträglich. Kostengünstiger und schneller (und bei dir ist es ja eher dringend) ist aber wirklich eine Eiseninfusion. Heute gibt es viel besser verträgliche Infusionen als früher.

Das hört sich nicht gut an. Du arme! Bei den ganzen Beschwerden, die du von Eisentabletten bekommst, würde ich morgen auf keinen Fall noch eine nehmen. Geh auf jeden Fall nochmal zu deinem Arzt. Der kennt ja schon dein Problem und frag ihn nach anderen Möglichkeiten. Vielleicht kann er Dir eine Liste mit eisenhaltigen Nahrungsmitteln erstellen. Dann kannst es mal mit einer anderen Ernährung versuchen. Und quäl dich bloß nicht weiter mit den Tabletten.

Danke! Auf eisenreiche Ernährung achte ich schon seit einem halben Jahr. Hatte mir da verschiedenste Infos zu eingeholt. Aber das hat die Werte auch nicht verbessert...
Dann werde ich wohl morgen nochmal zum Arzt müssen...

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Liebe Lexi77,

da deine Frage auch von allg. Interesse sein dürfte, antworte ich dir auf diese Weise.

Grundsätzlich kann durch "eisenhältige Ernährung" ein Eisenmangel nicht verbessert werden, selbst dann nicht, wenn man Rostwasser trinken würde. Man kann aber die Resorption (Aufnahme) von Eisen verbessern, und zwar durch:

1) Vitamin C (am wichtigsten !) 2) Andere organische Säuren - gesichert für Apfelsäure, Weinsäure, Zitronensäure (Zitronen haben also eine doppelte Wirkung), möglicherweise auch Essigsäure und Milchsäure. 3) Fruchtzucker, in schwächerem Ausmaß auch andere Zucker.

Zu vermeiden ist (weil Eisenaufnahmehemmend): Kaffee und schwarzer Tee.(Tannin) UNFEMENTIERTES VOLLKORNGETREIDE und HÜLSENFRÜCHTE (Phytinsäure) Kalium und Magnesium in größerer Menge ANTACIDA (Magensäure neutralisierende Medikamente) Phosphate (das sind äußerst beliebte "Lebensmittelzusätze", besonders bei Fleisch und Käse). OXALSÄURE (in Rhabarber, Kakao und SPINAT)

Fazit: Viele Früchte, fruchtige Speisen und Kohlgemüse essen, aber keinen Spinat !

Liebe Grüße, Alois

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