Hat wer Erfahrung mit Varikozele operieren lassen?

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Hi,

gern schildere ich Dir meine Erlebnisse: ich habe mit 13 das erste mal gemerkt, dass mein linker Hoden stärker herabhing, dicker war als der rechte und sich das Gewebe irgendwie "knäuliger" anfühlte - was mich aber besonders beunruhigte, waren die Hodenschmerzen, besonders nach den Ejakulationen, die in diesem Alter bei mir wirklich sehr häufig stattfanden. Ich traute mich aber damals nicht, mich irgendjemandem anzuvertrauen (internetlose Zeit), hatte folglich jahrelang Angst und eine schlechtes Gewissen - vor allem aber wegen der ständigen Schmerzen dachte ich, das wäre Hodenkrebs - damals war das fast immer tödlich - eine Kastration wäre es aber allemal geworden.

Mit Anfang zwanzig traute ich mich dann endlich zum Arzt, wurde zu unterschiedlichen Fachärzten und schlißlich in die Uniklinik Hamburg geschickt. Dort gab ich vor, meine Zeugungsfähigkeit feststellen lassen zu wollen. Diagnose: kein Krebs, dafür aber eine "harmlose" Varikozele - und eine fast 100%ige Zeugungsunfähigkeit - das alles "beeindruckte" mich nachhaltig. Die andrologische Fachärztin untersuchte meine Hoden und meinte lapidar, eine OP wäre schnell mal erledigt und von Krebs gäb es ja bei mir eh keine Spur.

Einerseits beruhigt, aber andererseits total verschüchtert wegen einer OP an den Hoden konnte ich mich die nächsten Jahre nicht dazu durchringen - was im Nachhinein gesehen nicht optimal war, da ich weiterhin heftige Hodenschmerzen verspürte. Ich verschwieg das meiner damaligen Freundin zwar, aber sie merkte natürlich, das etwas nicht stimmte.

Sie bestärkte mich schließlich, ich solle mich operieren ´lassen. Ich hatte aber derzeit die blanke Angst, dass bei einer OP an den Hoden ggfs. eine faktische Kastration herauskommt - die Panik pur für mich...

Um es vorweg zu nehmen: ich habe mich mit 23 dann operieren lassen und wurde nach gut einem Jahr nach der OP Vater einer total süssen Tochter, auf die ich total stolz bin und die ich auch deshalb besonders liebe, weil ein Kind in meinem Leben in meinen kühnsten Träumen nicht mehr vorkam - schon mit 20 hatte ich das Thema abgeschrieben.

Doch Fachärzte für Andrologie sind in Deutschland offenbar noch heute und erst Recht damals eine völlig unterbesetzte Fraktion. Entsprechend randgruppenartig war die Beratung, Untersuchung und OP-mässige Versorgung: Wartelisten und fehlende ausgebildete Operateure waren ein Abenteuer für sich. Ich denke und hoffe, dieses Bild hat sich inzwischen zum Positiven gewandelt.

Ich selbst wurde aber erstmal noch schnell zum Ausbildungsopfer eines Jungoperateurs, "...der unter Anleitung seines Profs in der Hamburger Uniklinik in mir seinen ersten Varikozelen-Patienten" gefunden hatte. Schön für ihn, schade für mich, ich erfuhr dies am Vorabend der OP, als der Herr Prof sich das einfach mal kutz vorher so überlegt hatte, natürlich ohne mich zu fragen. Die offenbar fehlende Ahnung meines Operateurs führte bei mir dann nach ca. 20 Monaten zu einer Nachfolgeoperation, der Enfernung einer sog.Hydrozele.

Was war passiert?

Durch unausgereifte "Abbinde"-technik, die dazu dienen sollte, die Krampfader am Hoden zu veröden, kam es zu einem "Loch" an der Operationstelle, das dazu führte, Flüssigkeit aus dem Bauchraum tröpfchenweise in den linken Teil des Hodensacks laufen und durch diese Wasseransammlung auf der linken Seite einen riesigen Hodensack enstehen zu lassen, der sog. Hydrozele.

Ich war zwar jetzt zu meinem großen Glück zwischendurch mal übergangsweise zeugungsfähig geworden, aber die nächste Diagnose lautete: Gefahr der Autokastration durch Quetschung der Hoden aufgrund der inzwischen hohen Flüssigkeitsansammlung (200 ml) und der Gefahr von Hodenkrebs als Spätfolge - also war sofortige OP angesagt - ich durchlebte erneut das Kastartionstrauma. Dieses mal suchte ich mit Hilfe meines Hausarztes meinen Operateur selbst aus - ich fand einen echten Profi, der ein sehr gutes Operationsergebnis bis zum heutigen Tage hinbekommen hat - er meinte nur, es wäre eine echte Herausforderung gewesen.

Heute sind meine Hoden zum Glück wieder einwandfrei intakt, keinerlei Probleme - auch nach der Ejakulation ist alles OK, alles macht unglaublichen Spaß und das Nachwuchsthema ist positiv abgeschlossen. Gelegentlich hätte ich noch Lust nach weiteren süssen Winzlingen, die dann zu prächtigen Kindern werden... Zu optimistisch - nö...

Also: Summery - OP unbedingt machen lassen und ganz riguros die Referenzen des Operateurs einholen --- habe inzwischen gute Erfahrungen mit Chirurgen gemacht, die frei praktizieren und als Belegarzt im Krankenhaus operieren - die leben von ihrem guten Ruf! Die Ärtze im Krankenhaus arbeiten viel anonymer und ich bin diesbezüglich deutlich vorsichtiger - vielleicht sehe ich das alles ja auch zu subjektiv - aber etwas Besseres habe ich leider nícht zu berichten.

Ich hoffe, das hilft Dir bei Deiner Entscheidung - auch wenn meine Geschichte eigentlich eher was für den Friseur ist...

Gruß Tom191

Gibt es angstbedingte Wahnvorstellungen?

Ich habe Brechangst, die sogenannte Emetophobie. Ich bin körperlich kerngesund, das haben mir alle Ärzte nach allen Untersuchungen bestätigt. Ich bin stark hypochondrisch, was Viren/Infekte betrifft. Sobald ich höre, dass irgendwo jemand krank ist, geht es mir selbst tagelang schlecht. Ich wasche mir ständig die Hände, rechne die Inkubationszeit nach, rede mir einen Infekt ein und ich habe tatsächlich KÖRPERLICHE SYMPTOME! Diese sind: permanente Dauerübelkeit, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Muskelzucken, Haarausfall, Pickel, Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Zittern, Bindegewebsschwäche, Herzrasen/stolpern, Unwohlsein, Speichelfluss, Mundtrockenheit, Zyklusstörungen, Nervosität, innere Unruhe, Hitzewallungen, Appetitlosigkeit, keinen Hunger, Mundentzündungen, Erkältungssymptome, Schwindel, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und einfach allgemeines, permanentes Unwohlsein + Krankheitsgefühl. Ich bin permanent der Meinung, mir einen Infekt eingefangen zu haben und wenn dann gerade DIESE Symptome kommen, fühle ich mich in der Annahme bestätigt, wirklich ein Virus zu haben. Das steigert sich dann so, dass ich mich richtig krank fühle und es sich jedes Mal anfühlt, wie eine Magendarmgrippe aus Kindheitstagen, und dann denke ich "Das ist nicht die Psyche, DAS ist ein VIRUS!" Jedes Mal ist es dasselbe, und es fühlt sich so verdammt echt an, so passend und ich fühle mich krank. Dann kommen noch Zwangsgedanken und Angstfantasien und ich mache sogar Prophezeiungen, wann ich k*tzen werde; wenn Sommer/Winter ist ktze ich, wenn das und das passiert ktze ich, wenn ich das und das mache ktze ich und nie passiert es wirklich. Manchmal beobachte ich die Übelkeit und wenn ich sie ignoriere, wird sie so stark, dass ich wirklich meine, ich ktze gleich. Oder ich male mir aus, dass mir so übel wird, dass ich aus Panik zu Verwandten laufe etc weil ich das damals bei meinem Brecherlebnis als Kind gemacht habe. Ich glaube auch gar nicht, dass ich unbedingt ein Virus brauche um zu ktzen; manchmal glaube ich einfach jetzt schon zu wissen, dass ich irgendwann jeden Tag einfach so ktze, aus Angst und Stress. Ich würde gerne glauben, dass das alles reine Kopfsache ist, aber es geht nicht, ich hab bei Viren/Krankheiten den Bezug zur Realität verloren und logisch denken kann ich da auch nicht mehr. Seitdem klar ist, dass ich nichts Chronisches habe, vermute ich hinter diesen Symptomen einfach in jeder akuten Lage einen Magendarminfekt. Ausgeschlossen ist sowas ja nie und wenn dann die Panik kommt, verstärken sich die Symptome und die Angst wächst. Meine beiden größten Probleme sind der permanente Glaube, ein Virus zu haben und jeden Moment krank zu werden, weil es sich so ECHT anfühlt und die Tatsache, dass ich nicht glauben KANN, dass meine KÖRPERLICHEN SYMPTOME psychisch bedingt sind. Frage: Woher kommen diese verdammten Symptome? Woher kommen diese fast schon wahnhaften und komischen Gedanken? Und vor allem: Sind diese Symptome wirklich eindeutig rein psychisch bedingt?

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Bin ich normal???

Hallo Freunde,

ich hätte mal eine Frage.

Hab mich extra für diese registriert.

Folgendes:

Seit ich denken kann, bezeichnen mich viele Leute die mir nahe stehen als krank, oder einfach unnormal.

Da ich mittlerweile Freunde und Beziehungen schon gefühlte 1000 Mal gewechselt habe, geht es mir langsam tierisch auf die Nerven, dass die Welt einfach voller Idioten ist.

Meine eigene Familie gehört da leider auch dazu. Meine Mutter behandelte mich schon immer gut, aber vor einem halben Jahr hatte ich mal einen wirklich heftigen Streit mit ihr und sie hat plötzlich angefangen zu weinen - keine Ahnung wieso - und hat mir dann gesagt, dass sie es einfach nicht länger mit mir aushält, ich wäre schon immer komisch, ich hätte einfach einen abscheulichen Charakter.

Meine eigene Mutter. Das ist doch unverschämt, so ein Quatsch zu behaupten.

Ich bekomme von nahe stehenden Menschen immer wieder zu hören, ich gebe ihnen keine Liebe, ich würde mich nicht für sie interessieren, belüge sie immer, kümmere mich nur um mich, ich tue ihnen einfach weh, es ist ihnen peinlich mit mir was zu unternehmen oder sie haben einfach Angst vor mir.

So ein Unsinn. Was kann ich denn dafür, wenn z.B. meine Beziehungen einfach grundlos anfangen zu weinen? Das passiert alles immer erst nach längerer Zeit. Anfangs mögen mich immer alle und irgendwann behaupten sie ich hätte sie nur ausgesaugt und ausgenutzt.

Komischerweise habe ich aber unglaublich viele Beziehungen und verlassen tun mich die Menschen auch nie. Ich bin es immer der sie abschießen muss. Ich kann mich einfach nicht in sie hinein versetzen. In meinen Augen sind sie einfach nicht gut genug. Daher interessieren sie mich nicht.

Beispiel

  1. Einmal hat mich eine Wespe gestochen. Ich hab ihr dann einen Flügel verbrannt und sie weiterleben gelassen. Es war echt witzig sie so zu sehen. Das hat sie wohl verdient. Es ist nur ein Tier und sie hat mich vorher grundlos gestochen.
  2. Ich liebe Pannenshows. Es kribbelt und erregt einfach ungemein wenn andere sich verletzen. Aber wer tut das nicht? Dschungelcamp ist nicht umsonst so beliebt.
  3. Gestern wollte ich mit Bekannten in eine Disco, sie aber nicht. Also habe ich ihnen gesagt, dass es dort an diesem Tag 50% auf alles gibt. Das war natürlich gelogen. Ihr Gesicht als wir da waren war einfach nur göttlich. Wer hätte das nicht getan?

Wo bin ich unnormal?

Versteht mich jetzt nicht falsch. Es ist nicht so,dass mich deren Meinungen interessieren würden. Ich denke, dass sie genau so sind oder nur lügen.

Mich würde einfach nur interessieren wie ich das ganze umgehen kann. Es nervt mich ungemein mich zu verstellen und den anderen Menschen immer etwas vorspielen zu müssen, um nicht "unnormal" zu wirken. Ich kann mich nie gehen lassen.

Daher ist mein Themen-Titel auch nicht ganz optimal. Ich denke im Netz sind die Menschen, wegen der Anonymität, ehrlicher ( ich übrigens auch ) und können mir eher helfen, daher wende ich mich an euch.

Hoffe ihr könnt mir helfen.

Lg

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Auf dem einen Auge "Kurzsichtig" - auf dem anderen Auge "weitsichtig"? Überhaupt keine Sichtigkeit?

Hallo, normalerweise erzähle ich es niemandem, weil es mir in echt sowieso niemand glauben würde. Ich bin im Internet auch noch nicht fündig geworden. Ich finde gar nichts dazu. Das ist meinen "Augen" komisch.

Ich bin seit meiner Geburt (glaube ich zumindest) auf einem Auge kurz- und auf dem anderen Auge weitsichtig. Also ich weiß es schon ziemlich lange. Der Augenarzt sagte zwar, es wäre ratsam eine Brille zuzulegen, aber ich komme ohne Probleme ohne eine Sehhilfe aus, sowie Leute ganz ohne Sehschwächen eben auch. Meine "Nicht-Kurzsichtigkeit" ist schwächer ausgeprägt als die "Nicht-Weitsichtigkeit". Veränderungen konnte ich nie feststellen. Zur Kontrolle gehe ich mittlerweile nicht mehr. Ich bin alt genug und merke selbst, wenn etwas nicht stimmt.

Nun interessiert mich aber besonders, wie das überhaupt möglich ist, dass beide Sehschwächen (jeweils eine bei einem Auge) existieren können? Kennt sich da jemand aus? Gibt es für so etwas eine bestimmte Bezeichnung, weshalb ich nicht fündig wurde (was ich für Schwachsinn halte, ich hätte trotzdem mit Google auf etwas stoßen müssen)? Ich will mir keinen neuen Termin beim Arzt holen, nur um diese Frage zu stellen, wenn ich sie auch hier stellen kann (vorausgesetzt es weiß jemand etwas dazu). Zum anderen würde ich gerne wissen, ob es bei Menschen möglich ist, dass sie weder über Weit- noch über Kurzsichtigkeit verfügen? Theoretisch wären sie dann blind. Aber mein Gedanke ist, dass sie dann einfach alles verschwommen sehen. Ist das möglich? Das hat ja auch mit der Linse zu tun. Oder wäre es dann so, dass sie dann nur eine mittlere Weite klar sehen könnten? Welche Fälle sind den in dieser Richtung möglich? Verlinkungen sind auch erwünscht, aber ich habe wie gesagt nichts gefunden. Und bitte nur Antworten-Inhalte, die sich mit meinen gestellten Fragen befassen. Danke wenn mir jemand dazu etwas erzählen kann.

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In meinem linken Hoden stimmt was nicht varikozele?

Hey Leute in meinem linken Hoden stimmt etwas nicht ganz

Das fühlt sich an als wäre noch was im Hodensack mit drinnen .. Es fühlt sich an wie dicke adern bzw dicke schnürre .. Besonders nach dem Duschen wenn der Hodensack entspannt ist fühlt man es mit der Hand Äußerlich ist alles okay und rechts im Hoden auch

Was könnte das sein ? Eine varikozele ? Einen Termin beim Urologen habe ich erst für Juni bekommen

Es zieht auch ab und an und der hoden Sack zieht sich immer mal zusammen und dann entspannt der auch wieder Vll achte ich auch einfach gerade zu viel darauf

LG

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Hodenkrebs und Hodenhochstand - Wahrscheinlichkeit?

Hallo Leute,

meine Mutter hat mir heute eine Nachricht mitgeteilt, die ich eigentlich lieber nicht so erfahren hätte. Sie meinte zu mir, dass ich als kleines Kind (bis zum zweiten Lebensjahr) Hodenhochstand hatte. Der hat sich dann spontan aufgelöst. Alles ist seitdem in Ordnung.

Nun ist es ja so, dass Hodenhochstand Hodenkrebs begünstigen kann. Wie hoch wäre in meinem Fall denn die Wahrscheinlichkeit, wenn man das so beurteilen kann? Ich mache mir ziemlich viele Sorgen, dass ich nun durch meinen Hodenhochstand, von dem ich ja gar nichts wusste dazu verdammt bin mit Garantie eines Tages Hodenkrebs zu bekommen.

Ist es quasi so, dass man, wenn man Hodenhochstand hatte mit Garantie Hodenkrebs bekommt? Oder ist es dann immer noch eher unwahrscheinlich (eventuell mit Prozentangabe)?

Vielen Dank schonmal für alle Antworten.

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