Woher kommen meine dicken bzw. angeschwollenen Finger bei Kälte?

1 Antwort

Es gibt tatsächlich eine Kälteallergie.

Ein kleiner Auszug aus http://gesund.co.at/kaelteallergie-urtikaria-10047/

Bei der Kälteurtikaria löst der Kontakt mit kalten Gegenständen oder auch kaltem Wasser oder Wind die Freisetzung von Histamin aus und zwar an der Stelle, wo die Kälte auf die Haut einwirkt. Innerhalb weniger Minuten kommt es zur Rötung, Schwellung und heftigem Juckreiz. Welcher Kältereiz die Symptome hervorruft, das ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden.

Als Ursachen sind Infektionskrankheiten ausgemacht worden, unter anderem Gelbsucht, Masern, Windpocken, Atemwegs- und HIV-Infektionen sowie Parasitosen (Wurmerkrankungen). Häufig tritt die Nesselsucht zusammen mit Nahrungsmittelallergien und belastungsabhängigem Asthma auf.

In einer deutschen Studie wurden gute Behandlungsergebnisse bei der Kälteurtikaria mit Antibiotika erzielt (Verschwinden oder Besserung der Beschwerden bei bis zu 70 %) – dies ist mittlerweile auch gut erklärbar: Da Infektionskrankheiten oft zusammen mit der Kälteallergie vorkommen und diese aufrecht zu erhalten scheint, ist es nicht weiter verwunderlich, warum die Kälte-Urtikaria bei vielen Patienten wieder verschwindet, wenn sie Antibiotika einnehmen. Der Arzt kann weiters sogenannte Antihistaminika verschreiben. Diese Medikamente verhindern, dass die Haut reagiert und sich Schwellungen und Quaddeln bilden.

Als medikamentenfreie Therapiemöglichkeiten werden sie sogenannte Hardening-Therapie, sowie die Behandlung mit UV-Strahlen genannt. Bei der Hardening-Therapie (Kältedesensibilisierung) werden die Patienten wiederholt kalten Temperaturen und Bädern ausgesetzt, dadurch sollen sie sich an Kälte gewöhnen. Wie viel Erfolg diese Therapie verspricht, ist noch unklar. Angenehmer dürfte für die Patienten die Therapie mit UV-Strahlen sein

Vorbeugung

Empfohlen wird warme, dichte und hautfreundliche Kleidung: Handschuhe, Socken und warme Schuhe. Freie Stellen im Gesicht und andere ungeschützte Körperteile wie Hände, müssen mit einer fetthaltigen Creme versorgt werden.

Fazit: Sie sollten bei einem Dermatologen vorstellig werden. Seit einiger Zeit gibt es einen 'Temptest'. Mit einem Kältetestgerät kann festgestellt werden, bei welchen Temperaturen die Kälteallergie ausgelöst wird.

Alles Gute!

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