Wie reinigt mal Schellakplatten?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Gegoogelt:

Reinigen von Platten: Wenn man eine Schellackplatte bekommt, sollte man sie zuerst reinigen. Ich habe die besten Erfahrungen mit lauwarmen Wasser und einen Microfaserlappen (z.B. Hara) gemacht. Mit dem Lappen kann die Platte durch kreisende Bewegungen bis zum "Grund" der Rille gereinigt werden. Mit dem ausgewrungenen Lappen wird die Platte schließlich vorgetrocknet. Anschließend sollte man sie in einem Ständer zum Trocknen aufstellen. Hinlegen der Platten ist nicht so empfehlenswert, da das Etikett abfärben kann. Das Ergebnis ist meist nicht nur optisch ansprechend, auch das Rauschen ist vermindert. Da viele Platten auf dem Dachboden gelagert wurden, hat sich mineralischer Staub abgelagert, der für erheblichen Verschleiß sorgt. Deshalb vor dem ersten Abspielen zu Hause immer erst reinigen ! Abzuraten ist von der Verwendung irgendwelcher Reinigungsmittel - viele enthalten Alkohol, dieser löst das schellack an und ruiniert die Platte!

bitte ich brauchr

Hallo espaulinsche, . ich bin selber Sammler und Liebhaber alter Platten und gebe Dir folgende Tipps: .

Fülle lauwarmes Wasser in ein sauberes Spülbecken und gib ein paar Tropfen (mehr nicht!) normales Geschirrspülmittel dazu. Lege die Platte kurz hinein (10 bis max. 30 Sekunden) und wische mit einem weichen fusselfreien Lappen, einer sehr weichen Bürste oder besser mit einem Mikrofasertuch die Platte in Rillenrichtung ab. Es sollte möglichst etwas sein, was den Schmutz aus den Rillen herauswischt. .

Anschließend solltest Du die Platte noch mal kurz unter klarem handwarmen Wasser abspülen und dann senkrecht (im Platten- oder Geschirrständer) aufstellen, damit das Wasser ablaufen kann. Nimm anschließend ein trockenes fusselfreies Tuch und wische in Rillenrichtung nach. (Ansonsten kann es zu Kalkflecken kommen). Anschließend lässt du die Platten noch längere Zeit im Ständer von der Luft trocknen. (Das Papieretikett braucht am Längsten!) .

Wichtig: Auf dem Etikett im nassen Zustand möglichst nicht herumwischen und keinen Druck ausüben, da sonst die Farben abgelöst werden! .

Lass von allen anderen Reinigern die Finger!! Die chemischen Inhaltsstoffe lösen den Schellack und die Etikettfarben an und machen die Platten unbrauchbar. .

In die noch verdreckten Papierhüllen (falls vorhanden) solltest Du die sauberen Platten aber nicht mehr stecken!! Wenn Du die Platten für die Zukunft ordentlich aufbewahren möchtest, würde ich Dir den Kauf neuer, stabiler Papphüllen empfehlen, die es für 25- und 30cm-Platten in vielen Tonträgerzubehör-Shops zu kaufen bzw. bestellen gibt. .

Die alten Hüllen aber keinesfalls wegwerfen, sondern ebenfalls behutsam säubern! Sie sind teilweise auch historisch interessant. .

Und noch etwas zum Abspielen: Es mag lustig sein, vor der Verwandtschaft mal ein paar Platten auf dem Grammophon abzuspielen. Den Platten tust Du damit aber keinen Gefallen, denn jedes Abspielen mit dem extrem schweren Tonarm bedeutet hohen Verschleiß! .

Früher stand überall ständig geschrieben: "Für jede Plattenseite stets eine neue Nadel einsetzen!" Das gilt auch heute noch! .

Bereits abgespielte Nadeln sofort in den Müll! (…damit sie nicht nochmal in Finger kommen). .

Abgenutzte Nadeln erkennt man wie folgt: Drehe die Nadel in hellem Licht zwischen 2 Fingern und beobachte die Spitze ganz genau (evtl. mit einer Lupe). Wenn etwas glänzt (oder blinkt), so ist bereits eine Stelle abgeschliffen. Ab in die Tonne!! Bei neuen Nadeln darf es keine blinkende/glänzende Stelle geben! .

Grammophonnadeln kann man auch heute noch im Tonträgerzubehör-Handel kaufen. .

Natürlich gab es bis Kriegsende fast nur Grammophone oder dann elektrische Plattenspieler mit ebenso schweren Tonarmen. Die Platten waren aber auch nicht für die Ewigkeit gedacht, denn es sollten schließlich immer wieder neue gekauft werden. . Um die Platten zu schonen und einen besseren Klang zu erzielen, sollte man heute die Schellackplatten (zumindest ab Herstellung 1927) auf "neuzeitlichen" Plattenspielern der 60er/70er Jahre (die auch 78 Umdr. besitzen) und mit einer passenden Abtastnadel für Schellackplatten abspielen. .

Wichtig: Für Schellackplatten muß immer eine spezielle Nadel im Abtastsystem eingebaut sein. Niemals diese Nadel auch für Vinyl-Platten verwenden!! (Diese werden sofort ruiniert!!) .

Auch heute gibt es wieder einige Plattenspieler zu kaufen, die auch 78 Umdr. haben, aber viele taugen nichts. Bevor Du einen Plattenspieler kaufst, solltest Du Dich unbedingt vorher von einem sachkundigen Menschen (nicht aus dem Handel!) beraten lassen!! .

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen. Wenn Du noch Fragen hast, schreib eine Privatnachricht. .

Viele Grüße von Herold

Ich würde es mit Wasser und Spülmittel versuchen, aber nicht stark reiben oder bürsten, ganz vorsichtig, damit die Platten nicht noch mehr zerkratzen.

Mit Leicht Warmes Wasser und 1 bis 2 Tropfen Spühlmittel und ein weiches Tuch mehr nicht und die Patten erklingen wieder aber bitte nur wenn es seien muss. Wir haben Platten die über 100 Jahre sind und die spielen noch.

Ich glaube mit lauwarmen Spülwasser und einem weichen Tuch.

man sollte aber destiliertes Wasser nehmen.

Was möchtest Du wissen?