wie gefährlich is der Dampf von Lötzinn?

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Ich löte seit Jahrzehnten und meist nicht unter Absauganlagen-Bedingungen. Es ist richtig, dass im Lötzinn Blei mit drin ist, aber das wird nur flüssig und verdampft bei den relativ geringen Temperaturen nicht. Das Flussmittel ist Kolophonium, ein Baumharz mit einem Anteil an Terpentilöl. Eine Vergiftung bei dir halte ich für ausgeschlossen, da wären schon ganze Industriezweige dahingerafft. Möglich wäre eine allergische Reaktion auf das Kolophonium oder eine zufällig gerade jetzt aufziehende Erkältung.

Am schädlichsten sind die Dämpfe des Flussmittels. Die Metalle verdampfen nicht in nennenswerten Mengen, und ihre Dämpfe oxidieren an der Luft sofort zu relativ harmlosen, weil schwerlöslichen Oxiden. Zu einem vernünftigen Lötarbeitsplatz gehört natürlich eine Absaugvorrichtung.

Wikipedia sagt, dass alle Oxidverbindungen von Blei giftig sind.

bleihaltiges Lötzinn ist nur dann gefährlich, wenn man sich nach dem Arbeiten und vor dem Essen nicht die Hände wäscht. Aber selbst dann sind die Mengen nur so gering, dass erst nach Jahrzehnten evtl. eine geringe Beeinträchtigung erfolgen kann. Was ich eher hier vermute: Allergie auf das Flussmittel Kolophonium. Es sind Harze und diese können, genau wie Pollen, die Luftwege ein wenig angreifen. Also nichts Schlimmes, nur was Unangehmes. Ausreichende Belüftung und in den Pausen frische Luft schnappen und nicht noch Rauchen sollte das Problem minimieren.

Ansonsten glaube ich auch eher an eine Erkältung (Stechen im Herz)

Beides kann ja der Arzt abklären, wenn Löten zum Berufsbild gehört, muss eben gegebenfalls der Beruf gewechselt werden.

Gruß Peter Elektromeister (51 Jahre) und Ausbilder an einer großen privaten Bildungseinrichtung

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