Stirbt man mit einer Überdosis?

Support

Liebe/r Schlauepiaizzda,

Deine Situation klingt besorgniserregend.

Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein.

Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Oder schau mal hier: http://www.nummergegenkummer.de

(+Zögere im Notfall bitte nicht, den Notruf 112 zu wählen! )

Herzliche Grüße

Leif vom gutefrage-Support

5 Antworten

Meiner Einschätzung nach können 3,5 g Paracetamol, auf einmal eingenommen, bei einem Kind schon zu Leberschädigungen führen. Eine sofortige Behandlung ist daher angezeigt, um Schäden abzuwenden bzw. abzumildern.

und sterben auch?was haben leberschädigungen als auswirkung?

@Schlauepiaizzda

Die tödliche Dosis von Paracetamol für Erwachsene liegt bei 6 bis 10 g. Kinder sind natürlich empfindlicher. Genaue Literaturdaten habe ich nicht gefunden.

Warum bist du noch nicht im Krankenhaus, wenn du 3,5 g Paracetamol auf einmal zu dir genommen hast?

Die Vergiftung verläuft schleichend, so dass die ersten 24 Stunden symptomfrei sein können.


Auch unspezifische Sympto­me wie Oberbauchschmerzen, Übelkeit,Erbrechen, Appetitlosigkeit und ein allgemeines Krankheitsgefühl könnenauftreten. Oft bessern sich die Beschwerden am zweiten Tag nach derVergiftung sogar etwas.

Zu dieser Zeit hat die Leber aber bereits Schaden genommen: Deutliche Anzeichen einer Leberschädigung wie ein Anstieg der Transaminasen (bestimmte Leberenzyme) und des Gallenfarbstoffs Bilirubin im Blut sowie eine Gerinnungs­störung sind nachweisbar. Nach circa fünf Tagen ist die Leber­schädigung bereits stark fortgeschritten. Schwer­wiegende Blutgerinnungsstörungen, Hypoglykämien und Nierenversagen haben sich manifestiert. Immer mehr Leberzellen sterben ab, und es kommt schließlich zum Leberkoma mit Störungen der Hirnfunktion (hepatische Enzephalo­pathie) und Bewusstlosigkeit. Dies endet für den Patienten meist tödlich.



Deine Einschätzung ist völlig irrelevant

@AstridRi

Und woher bist du dir so sehr sicher, dass die Dosis für den Fragesteller ungefährlich ist?

Ich finde, im Zweifelsfalle sollte man lieber ins Krankenhaus gehen und die Laborparameter abchecken lassen, um ggf. eine Behandlung einzuleiten als einfach auf gut Glück abzuwarten.

seit den 24 h geht es mir immernoch brillant hab keine schmerzen usw und es ist sonntag und am freitag abend hab ich es gemacht

Und hast du mit deinen Eltern geredet? Warst du im Spital?

Lieber Support,

dies hier ist akut gesehen kein Fall für die Telefonseelsorge, sondern eindeutig für 112, bzw. können die Eltern das Kind natürlich auch gerne selbst ins Krankenhaus fahren.

Es kommt vielleicht davon, wenn man 13jährige schon an die Universität lässt

Und sie neben der Uni noch halbtags  beim Edeka arbeiten müssen

Mit 13 Jahren ist die Dosis zu viel, wahrscheinlich aber nicht tödlich. Da ich aber deine Vorerkrankungen bei Leber und Niere nicht kenne. Das heisst falls du welche hast könnte es dich schon umnieten. Am besten Eltern wecken und erzählen, die wissen was tun

ich hab keine vorerkrankungen

Dann wirst das mühelos überstehen. Trotzdem ist ein Arztbesuch empfehlenswert. Es sei du möchtest mit den möglichen Nebenwirkungen konfrontiert werden. Das heisst Übelkeit, Erbrechen Unwohlsein... die für mich schlimmsten Empfindungen.

@Youareme

Es ist total fahrlässig, einen solchen Kommentar abzulassen!!!

Das Kind ist erst 13 Jahre alt. Und es könnte unbehandelt tatsächlich sehr schwere Schäden davontragen.

Erstens hab ich gesagt die Person sollte zum Arzt. Zweitens wenn keine Vorerkrankungen dieser 2 genannten Organe vorliegt ist die Sterblichkeit bei ca.5%.
Die restlichen Symptome kenn ich selbst von schlimmeren Dosen.
Ich empfehle ja nicht einfach abzuwarten, da ich weiss das nicht jeder ein so starkes Immunsystem wie ich und 20g so mal isst. Also fahr runter.
Bei meiner ersten Paracetamol Überdosis von 20g das war damals ein Suizidversuch und meine Organe waren von vorherigen Suizidversuchen ermüdet. Ich hatte 3 Tage abgewartet und etwas gegen Übelkeit und Erbrechen eingenommen. Das einzige was passiert ist, das ich kurze Zeit eine leichte Schwäche der Niere hatte, die sich nach 5 Tagen legte.
Inzwischen benutze ich auch wenn es dumm ist Paracetamol nur noch zum puschen von Adrenalin. Auch wenn ich nur 3-6 fache schlucke und trotzdem lebe heisst es ja nicht unbedingt das ich es als ungefährlich betrachte nur das mir der Wirkstoff nichts mehr aus macht. Ich würde sagen jeder der das nachzumachen versucht hat einen Locker. Da ich aber im Gegensatz zu anderen irgendwie resistent bin, sehe ich es etwas anders und das ist kein Grund mich anzupöbeln.
Wie gesagt ich empfehle den Arzt.
Aber ich habe die Erfahrung gemacht selbst das sie das Gegenmittel nur verabreichen wenn eine bestimmte Konzentration des Stoffes vorhanden ist im Blut, der bei der Menge selbst nicht bei einem Kind vorhanden ist. Dafür müsste es meiner Erinnerung mehr sein.
Mal darüber nachgedacht warum ich nach Vorerkrankungen der Niere und der Leber nachgefragt habe? Vielleicht um abzuschätzen wie schlimm es ist....

@Youareme

Ich finde, die Formulierung "Trotzdem ist ein Arztbesuch empfehlenswert" ist viel zu schwach, um sicherzugehen, dass der Fragesteller dem folgt.

Und eine Sterblichkeit von 5 % wäre mir auch immer noch viel zu hoch, um sie zu riskieren.

Was wäre denn ein wirklich schlagkräftiges Argument, um auf einen Arztbesuch zu verzichten? Ich sehe da keines. Dass das Kind sich den Eltern nicht anvertrauen möchte, ist ja sowieso nicht die Lösung für seine Gesamtproblemlage.

Die Eltern sollen ruhig merken, dass ihr Kind so verzweifelt gewesen ist, dass es unkontrolliert Tabletten eingenommen hat, die anscheinend in nicht kindergesicherter Weise im Haushalt herumgelegen haben.

Ich bin vielleicht kein Kind mehr, aber selbst bei mir lagen die Tabletten nie Kindergesichert, sondern entweder in der Küche im Schrank neben Geschirr und die restlichen im Elternbadezimmer. Ich kann mich noch erinnern als ich kleiner war, ich konnte mehr als ein Jahr lang Kopfschmerztabletten ungehindert nehmen. Dabei waren das bei uns sogar noch die harmloseren. Selbst die BTM, die aufgrund der Diagnose von ADS bei uns zu Hause waren, konnte man selbst nehmen. Ab einem Alter von 12/13 Jahren müsste dem Kind schon klar sein, das es sich hier um keine Bonbons handelt die man belanglos essen kann. Weil Paracetamol auch bitter ist, müsste es schwieriger sein die einfach zu schlucken.
Da ich aber annehme das es sich indirekt um einen Suizidversuch handelt müsste es möglich sein das die Person mit den Eltern redet. Was sie macht schlussendlich ist ihre Entscheidung. Am besten aber psychologische Hilfe aufsuchen

mit sowas macht man keine scherze.... falls es wahr sein sollte, weck sofort deine eltern

okay

Naja ich hatte mit insgesamt 20 tabletten mit jeweils 500mg keine probleme. Bin 14 Jahre alt und wiege 60kg

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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