Stimmt es , dass die "Zeugen Jehovas" nicht zum Arzt dürfen?

5 Antworten

Sicher dürfen die zum Arzt. Nur Bluttransfusionen sind nicht erlaubt.

Ich kam als Sanitäter zu einem Autounfall auf der Autobahn. Ein Junge wurde bei dem Unfall schwer verletzt, hatte hohen Blutverlust. Die Eltern des Jungen sind Zeugen Jehovas. Die wollten die Jungen nicht herausgeben, damit e eins nächste Krankenhaus gebracht werden konnte. Ohne ärztliche Behandlung hätte der Junge nicht überlebt.

Habe nicht lange mit den Eltern diskutiert, den Jungen ins Fahrzeug verbracht und ins nächste Krankenhaus.

Aufgrund meines Vorgehens wurde ich von den Eltern des Jungen angezeigt. Es kam zur gerichtlichen Verhandlung. Der Richter sah mein Verhalten als völlig korrekt an und wies die Klage der Eltern ab.

Mir stellt sich da die Frage , wie weit gehen da Eltern bei den ZJ, wenn deren Kind sterben würde, weil man notwendige Bluttransfusionen ablehnt ? Was zählt da für diese Eltern mehr, deren religiöse Einstellung, oder das Leben ihres Kindes ?

In so einem Notfall hat Hilfe Priorität und nicht irgendwelche religiösen Anschauungen.

Welchen Wert hat das Kind dann noch für die Eltern, so es eine Bluttransfusion gab ?

Hier ein Auszug aus MEDICA.DE

Trotz der bekannten Risiken von Bluttransfusionen werden sie noch immer häufig eingesetzt. Ein Team um Dr. Singh Gagandeep vom "University of Southern California-University Hospital" in Los Angeles, USA, hat jetzt gezeigt, dass es auch ohne Bluttransfusionen gehen kann, sogar bei Lebertransplantationen. "Wenn man sogar Lebertransplantationen, die zu den schwierigsten chirurgischen Eingriffen überhaupt gehören, ohne Bluttransfusionen machen kann, dann kann man wohl die allermeisten Operationen im Abdomen ohne Bluttransfusionen überstehen", so der Chirurg. 
Dr. Gagandeep und seine Mitarbeiter erprobten ihre Methode bei 24 Angehörigen der Religionsgemeinschaft der "Zeugen Jehovas" deren Glaube Bluttransfusionen streng verbietet. 19 von ihnen erhielten zwischen Juni 1999 und Juli 2004 Transplantate von Lebendspendern. Zunächst behandelte man diese Patienten mit Erythropoetin und Eisensulfat sowie Folsäure, um deren Hämatokritwert anzuheben. 
Die meisten der Patienten erhielten eine akute normovolämische Hämodilution und wurden unter den Bedingungen einer schwachen Anämie operiert. Außerdem fingen die Operateure Blutverluste auf und reinfundierten das Blut. Selbstverständlich wurden intraoperativ die einschlägigen Parameter der Koagulation geprüft und die Patienten bei Bedarf mit Faktor VIIa behandelt. 
Alle Patienten überlebten die Transplantation ohne Bluttransfusion bis auf zwei der Operierten, die an einer schweren Nierendysfunktion litten. 
Die kalifornischen Chirurgen glauben, damit den Beweis erbracht zu haben, dass die Chirurgie mit weit weniger Bluttransfusionen auskommen kann, als bislang. Selbst wenn man die Transfusion immer sicherer mache, bliebe stets das Restrisiko von Krankheitsübertragungen, schreiben die Mediziner. In zehn bis fünfzehn Jahren, so glauben sie, könne man weitgehend ohne Bluttransfusionen auskommen. 
MEDICA.de; Quelle: Journal of the American College of Surgeons 2005, Vol. 201; S. 412-417

Außerdem fingen die Operateure Blutverluste auf und reinfundierten das Blut.

Fällt dir nichts auf?
Sie "refundierten" das Blut.

So kann man eine Bluttransfusion natürlich auch bezeichnen. Zeugen Jehovas lehnen die Bluttransfusion mit EIGENBLUT ab, weil Blut, welches den Körper verlassen hat, nicht wieder zugeführt werden darf.

Na klar, nennen wir die Eigenbluttransfusion "refundieren" und schon HABEN WIR DOCH RECHT.

...und das ist das einzige, um das es dem Zeugen geht.

Refundieren = Eigenbluttransfusion !!!

Sind das Betonköpfe. Hauptsache Recht haben.

Arztbesuche sind erlaubt! Zeugen Jehovas lehnen die Bluttransfusion aus religiösen Gründen kompromisslos ab. Im rechtlichen Ausgangspunkt gibt es keinen Zweifel: Eine Bluttransfusion, gegen die Weigerung des willensfähigen Patienten ist ein rechtlich unzulässiger Eingriff in die Körperintegrität und beim Zeugen Jehovas auch noch in die durch Art 4 des Grundgesetzes gewährleistete Religionsfreiheit.

Jeder hat das Recht Suizid zu begehen.

Mit der Bibel hat das absolut NICHTS zu tun.

Ich gehe selber regelmäßig zu verschiedenen Ärzten da ich chronisch Krank bin.

Ich nehme 2x täglich Tilidin 100.

 Ich bin aus diesem Grund schon mehrfach operiert wurden. Ich habe vor jeder OP mit dem Krankenhausverbindungskomitee Kontakt aufgenommen und ich wurde an ein KH vermittelt deren Ärzte mit uns zusammen arbeiten. 

Woher hast du denn den Quatsch? Wie schon andere hier gesagt haben, lehnen ZJ lediglich Bluttransfusionen ab bzw. jegliche Art von Blut (z. B. auch Blutwurst).

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