Psychiater verschreibt bei ersten Termin Medikinet ( Methylphenidat )?

5 Antworten

Also Zwangsgrübeln ist nur ein Symptom. Es kann von ADHS herühren, aber auch von einer Depression oder eben einer Zangsneurose. Bestimmt ist es aber nicht das einzige Symptom, oder !? - Wenn du ADS hast KANN Medikinet wirken, muss aber nicht. Um das herauszufinden musst Du es aber nehmen! 40mg finde ich allerdings für eine Anfangsdosierung ganz schön viel. Wenn du nicht schlafen kannst lass die 2. Tablette bloß weg, oder nimm mittags nur noch 10 mg ...man muss es total erst ausprobieren und zwar über einen Zeitraum von ca. einem halben Jahr. Erst dann kann mn sagen es hilft oder es hilft nicht! Und bitte nur mit Mahlzeiten zusammen einnehmen.... - Übrigens hat mir Medikinet auch nicht geholfen, Ritalin dagegen schon (andere Retardierung)!

Wenn Du kein ADs haben solltest ist es überhaupt nicht schlimm, wenn du Medikinet nimmst. Es passiert nix :-) - außer dass du Dich evtl. etwas aufgeputscht fühlst (wie nach zuviel Kaffee) .

Gegen dein Zwangsgrübeln würde ich eher sogenannte Abschalttechniken erlernen, wie z.B. Achtsamkeitsübungen zum Einschafen, Meditation etc... - auch das geht nicht "2x und fertig!"..... dazu muss man ein bißchen länger trainieren, ähnlich wie bei Konditions- oder Muskelaufbau...aber irgendwann klappt es, wenn man nicht Wunder erwartet und deshalb viel zu früh aufgibt! :-)

Methylphendiat wirkt sehr schnell. Bei unretariderten Kapseln tritt die Wirkung nach ca. 40-60 Minuten ein, bei retardierten kann es einige Minuten länger gehen (60-90 Minuten). Die Wirkung ist demnach sehr schnell spührbar. Die Konzentration verbessert sich, man ist absolut fokussiert, Geschehnisse rundherum lenken einem nicht mehr ab usw. Wenn man ein ADHS hat wird man ruhig, wenn man keines hat aufgedreht.

Ich persönlich habe ein ADHS und erlebte mit Methylphenidat ein Wunder. Da ich Stimulanzien gegenüber jedoch kritisch eingestellt bin, nehme ich nur im Notfall (also z.B. bei wichtigen Prüfungen) unretardierte Tabletten. Meiner Meinung nach sollte man auch ohne Chemie lernen zu funktionieren. Wenn ich jeden Tag retardiertes Methylphendidat schlucken würde, würde ich keine "normalen" Fortschritte machen und mein Leben lang auf diese Tabletten angewiesen sein. Doch wie gesagt, für gewisse Situationen ist es ein Segen.

Natürlich hat Methylphendidat auch Nebenwirkungen. Am häufigsten sind z.B. verminderter Appetit, Schlafstörungen, Übelkeit, Mundtrockenheit etc.

Versuch es einfach mal mit 20mg, entweder es klappt und dann musst du dir überlegen wie häufig du die Dinger nimmst oder es ist nicht dein Ding.

Ich bin natürlich gespannt ob eine Wirkung einsetzt. Deswegen bin ich noch unruhiger als sonst gewesen gestern Abend und konnte nicht einschlafen. Ich bin jetzt müde und es ist schwer zu sagen ob ich nun fokussierter durch die Medikamente bin oder nicht. Eventuell habe ich einfach kein ads sondern zwanghaftes grübeln.

Die Frage ist 44 Tage her. Wie sind Deine Erfahrungen damit, das abends zu nehmen?
Genau vor der Frage stehe ich gerade: Mein Arzt sagte mir, ich solle es morgen und abends nehmen, aber ich finde ich völlig unlogisch. Normalerweise macht das Medikament wach, und aus meiner Sicht entstehen durch die abendliche Einnahme höchstwahrscheinlich Schlafstörungen. Außerdem: Wie passt denn diese Einnahme mit der Wirkdauer von ca. 6 Stunden zusammen. Dann hast Du eine Wirkung von morgens bis mittags, dann den Rest des Tages keine, und dann wieder eine in der Nacht.
Ich vermute, dass Dein Arzt nicht genau weiß, was er tut. Aber vielleicht bist Du jetzt ja schon schlauer geworden.

Mein Psychiater hat nun behauptet, er hätte die Einnahmezeiten morgens und mittags verordnet, nicht morgens und abends. In der Apotheke sagten sie mir aber auch, mein Psychiater hätte morgens und abends gesagt. Na ja, hat er sich wohl vertan. Richtig und vor allem logisch ist die Einnahme von morgens und mittags, wie du schon sagtest.

@Erhalter

Meiner hat mir das persönlich gesagt und sogar noch begründet, dass die Wirkung so am nächsten Morgen da wäre, was ja echt Quatsch ist.
Ich schätze, er kennt sich überhaupt nicht damit aus. Das muss ich ihm mal deutlich sagen.

Vielleicht möchtest du noch einen anderen Arzt oder Psychologen zu Rate ziehen? Das ist ein völlig normaler Wunsch. Abgesehen davon kannst du die Pillen einfach mal ausprobieren. Vielen hilft die Medikation sehr im täglichen Leben. Du schaffst das!

Ich bin schon noch zusätzlich in Psychotherapie, seit einem halben Jahr. Zwangsgrübeln wäre ihre Diagnose gewesen. Und daraus resultierend die ganzen Symptome.

Hab mal etwas Vertrauen zum Onkel Doktor! Und Geduld mit Dir, bis die Wirkung einsetzt. Der Körper besitzt keinen On-/Off-Schalter!

Einfach noch einen zweiten Arzt aufsuchen, bis einem die Diagnose oder die Behandlung passt, ist Unsinn, wird aber bei psychischen Schwierigkeiten oft gemacht, ist aber Leerlauf.

Vertrauen habe ich schon. Aber nur ein Stück weit.

@Erhalter

Das mag ja sein. Aber pfusch dem Onkel Doktor mit deiner Skepsis bloss nicht in die Behandlung rein!

Sonst können seine Befunde und die von ihm daraus zu ziehende Schlussfolgerungen aus dem Ruder laufen. Also kein eigenmächtiges Absetzen der Medis, keine Halbierung der Dosis und so n' Quatsch! Er sagt, was wann genommen wird. Nur so kann er sich auf den Wirkstoff, die Dosis und die Wirkung *in Deinem Körper* verlassen.

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