Nebenwirkung von mönchspfeffer -Migräne?

5 Antworten

Hallo Lillith134,

da du den Mönchspfeffer jetzt nicht mehr nimmst, können deine Kopfschmerzen keine Nebenwirkung davon sein.

Bei dir wurde offensichtlich eine Migräne diagnostiziert (Topiramat und Antiepileptika sind Medikamente zur Migränevorbeugung). Migräne ist eine eigenständige Krankheit, die nur Menschen mit einer entsprechenden genetischen Veranlagung bekommen können.

Typische Anzeichen von Migräne sind:

  • Anfallsartiger - meistens einseitiger – Kopfschmerz (manchmal Schwindel).
  • Übelkeit (manchmal mit Erbrechen).
  • Licht-, Geräusch-, oder Geruchsempfindlichkeit.
  • Der Schmerz verschlimmert sich bei Bewegung / körperlicher Anstrengung.
  • Dauer einer Migräneattacke: Wenige Stunden bis zu 3 Tagen.
  • Die ersten Migräneanfälle treten bei den Meisten erst ab der Pubertät auf.
  • „Normale“ Schmerzmittel wirken oft nicht ausreichend.

Es gibt viele verschiedene Arten von Migräne, deshalb müssen nicht alle genannten Symptome auch immer und bei Jedem genauso zutreffen.

Es gibt spezielle Migräneschmerzmittel – Triptane (z. B. Sumatriptan) - die im Notfall zuverlässig gegen die Kopfschmerzen und die Begleitsymptome wie Übelkeit helfen. Die Triptane, die am besten wirken, sind verschreibungspflichtig. Ein Neurologe ist bei Migräne der zuständige Facharzt.

Mir hilft bei meiner Migräne die Vorbeugung gut, indem ich die möglichen Migräneauslöser vermeide:

Bestimmte Nahrungsmittel sind häufig Auslöser von Migräne. Das können bei jedem Migräniker andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat.

Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat Migräne auslösend. Sie sind in den meisten Fertigprodukten enthalten: Tütensuppen, Chips, xxx-fix - Kochhilfen, Fertiggerichten, Gewürzmischungen, usw.

Menschen mit einer Veranlagung zu Migräne reagieren sehr sensibel auf Veränderungen, deshalb können bei ihnen ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf der Migräne vorbeugen. Man sollte auch einen geregelten Tagesrhythmus haben und vor allem die Mahlzeiten regelmäßig einnehmen (keine Mahlzeit auslassen). Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig!

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase in der Entspannungsphase auftritt. Die Vermeidung von Stress ist wichtig. Regelmäßige Entspannungsübungen und leichter Ausdauersport können vorbeugend helfen.

Weitere (nicht immer vermeidbare) Auslöser der Migräne sind: Wetterumschwung, Hormonschwankungen (Menstruation oder eine Pille, die Östrogen enthält), grelles oder flackerndes Licht.

Der erste Weg sollte aber immer erst mal zum Neurologen sein - zur Verschreibung der speziellen Migräneschmerzmittel.

LG Emelina

Deine Antwort ist wie immer richtig und aufschlussreich, Emelina. Jedoch in diesem Fall zweifle ich stark an einer Migräne,es sei denn, der Schmerz trat wirklich anfallsartig auf. Dann gleicht Epileptika zu verschreiben, finde ich unverantwortlich. Man betrachte das Alter der Fragestellerin. Ist vielleicht mit der Einnahme der Anti-Baby-Pille begonnen worden ? Wurden die Schilddrüsenwerte überprüft ? Wurde eine erneute Untersuchung nach Absetzen des Mönchspfeffers vorgenommen ? Wir beide kennen uns ja bereits. Du weißt, dass Agnus Castus (Mönchspfeffer) bei mir fürchterlichen Kopfschmerz hervorrief. Weiterhin hatte ich gerade das Erlebnis der 3. Art. Wegen Verdachts auf Schlaganall/Tumor kam ich als Notfall ins Krankenhaus. Diagnose: Migräne (und das bei einem Dauerschmerz von 4 Wochen). Was war es wirklich ? Selbst die ganz gering dosierte  Einnahme des Schilddrüsenhormons war schuld. Ich hätte noch ewig Triptane oder ähnliches schlucken können, immerzu wäre es auf Migräne geschoben worden. Das wirkliche Übel musste ich selbst herausfinden und meinen Hausarzt darauf stoßen. Nach Halbierung der Medikation hörte der Schmerz auf. Es ist schlimm, dass die Neurologen es sich sehr einfach mit ihrer Diagnose Migräne machen, ohne darauf zu achten, was der Patient noch zu sich nimmt.

@Yentl51

Danke für die Ergänzung. Ich stimme dir in den meisten Punkten auch zu. Jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass der Mönchspfeffer zwei Monate nach dem Absetzen noch Kopfschmerzen verursacht...

Also zu den Kommentaren hier mal die antworten:ich habe nicht die Pille genommen(habe ich noch nie),meine Schilddrüse soll auch in Ordnung sein,und eine Untersuchung spezifisch auf den Mönchspfeffer wurde bisher noch nicht gemacht da dies ausgeschlossen wurde das dass die Ursache sein könnte LG Lillith134

Hallo Lilith134,

zu den bekannten Nebenwirkungen von Mönchpfeffer zählen "Magen-Darm-Beschwerden, Juckreiz und Kopfschmerzen".

Quelle: http://wirksam-oder-unwirksam.blogspot.de/2012/08/monchspfeffer-zur-behandlung-des.html

Dennoch ist das keine Garantie dafür, dass die Kopfschmerzen, die Du nun erlebst, auf den Mönchspfeffer zurückzuführen sind, gerade wenn die Dich behandelnden Ärzte das ausschließen. "Kopfschmerzen" ist ein weites Feld und ein Arzt, der Dich untersucht, sieht mehr Details und fragt genauer nach. Wenn die Ärzte, die das alles mitbedacht haben, Dir also sagen, dass es nicht daher kommt, ist das auch eher unwahrscheinlich.

Dennoch würde ich persönlich als Vorsichtsmaßnahme den Mönchspfeffer weglassen.

Es ist keineswegs so, wie uns die Werbung der Naturheilkunde verspricht: Auch pflanzliche Präparate haben Nebenwirkungen. Sie sollten deshalb genauso mit Bedacht und nur auf ärztlichen Rat eingenommen werden, wie andere Präparate. Auch Pflanzen wirken über die in ihnen enthaltenen chemischen Stoffe. Und die haben halt Wirkungen und Nebenwirkungen.

Gerade, wenn man solche Präparate über längere Zeiträume einnimmt, können deshalb auch ernste Nebenwirkungen auftreten, ja. Im Falle vom Mönchspfeffer sind keine extremen Nebenwirkungen dokumentiert, Du könntest ihn aber immer noch besonders schlecht vertragen.

Grüße

P.S.: Da Deine Frage mit der Homöopathie nichts zu tun hat, nehme ich das Thema einmal raus. Du wendest ja Pflanzenheilkunde an und keine Homöopathie. Als homöopathisches Präparat z.B. agnus castus c30 wäre der Mönchspfeffer ganz sicher nebenwirkungsfrei - aber auch gänzlich ohne gezielte Wirksamkeit auf irgendwelche Beschwerden; Homöopathika sind Placebos.

Ich vertrage als Migräniker Mönchspfeffer auch nicht. Die Nebenwirkung kam nicht plötzlich, sondern schleichend. Ich habe es abgesetzt. Wenn Deine Kopfschmerzen nicht aufhören, lass dringend Deine Schilddrüsenwerte überprüfen. Solltest Du schon Schilddrüsenhormone nehmen, lass die Dosierung prüfen. Ich hatte kürzlich Dauerkopfschmerz durch zu hoch dosiertes L-Thyroxin (nur 50 mg) und bin dann sogar als Notfall im Krankenhaus gelandet.

Hallo,

ich hatte selber gerade das Problem mit den Nebenwirkungen vom Mönchspfeffer. Mir ging es dabei nicht gut (Kopfschmerzen, allgemeine Abgeschlagenheit) und durch Zufall ist meine Hebamme (die mir immer bei gesundheitlichen Fragen im "Kräuterbereich" hilft) darauf gekommen, dass eines meiner Medikamente sich nicht mit dem Pfeffer verträgt, weil es mit dem Dopamin nicht harmonieren kann.

Auch einige Informationsseiten berichten darüber. Hier stehts z.B. am Ende der Seite: http://www.moenchspfeffer-test.de .

Es ist immer wieder spannend, wie sehr sich Kräuter und Naturheilkunde auf das Wohlbefinden auswirken können.

Grüße aus Bonn,
Julia :)

http://www.moenchspfeffer.org/nebenwirkungen/

Lass ihn doch einfach weg, dann wirst du sehen, ob es daran lag. Ist der mit Alkohol versetzt?

Ich nehme es ja nicht mehr. Nein,es ist alkoholfrei.

@Lillith134

Manchmal hängen solche Beschwerden auch mit den Hormonen zusammen. Wie alt bist du denn?

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@Lillith134

Hast Du zufällig mit der Einnahme der Anti-Baby-Pille begonnen ? Ist der Schmerz anfallsartig oder dauerhaft ? Überdenke noch einmal genau, was Du sonst so einnimmst. Mönchspfeffer war auch für mich unerträglich. Ich finde auch, dass das für Jugendliche nicht das richtige Mittel ist. Die Phytotherapie bietet gegen Menstruationsbeschwerden sicher auch noch eine Alternative. Sollten Deine Mens.-Beschwerden extrem stark sein, könnte auch eine Endometriose vorliegen. Da kann ich aus leidvoller Erfahrung sprechen. Diese Möglichkeit sollte dein Gyn. mit einbeziehen.

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