Darf der Hausarzt Antibiotika für den Urlaub (vorsichtshalber) verschreiben?

5 Antworten

@Landregen: Das ist totaler Unsinn! Der Arzt bekommt Ärger, wenn er Patienten nicht ordnungsgemäß behandelt bzw. berät. Und auch das nur theoretisch. Stichwort "Kunstfehler". Als Standby-Antibiotikum sind manche Medikamente selbstredend durch den HA zu verordnen. Jedoch nicht zu lasten der gesetzlichen KV. Hier sind Privatrezepte auszustellen. Dieses Vorgehen wird z.B. für die Malariaprophylaxe in einigen wenigen Gegenden notwendigerweise gemacht, weil dort die Erreger bereits häufig Resistenzen gegen die gängigen Malariatherapeutika aufweisen.

Manche Ärzte machen das. Allerdings kann es sein, daß er das Antibiotikum auf einem Privatrezept verordnet(d.h. du mußt es voll bezahlen).Finde ich völlig in Ordnung, da es so nicht ins Budget des Arztes fällt und die Krankenkasse auch nichts dazu bezahlen muß. Du bist ja schließlich nicht krank und brauchst das Antibiotikum eigentlich nicht. Also solltest du für die Kosten aufkommen.

Das darf der Arzt nicht. Wenn er es doch macht, verstößt er gegen gewisse Richtlinien. Er darf Dir nur verschreibungspflichtige Medikamente verschreiben, wenn Du auch wirklich krank bist. Als Prophylaxe geht nicht. Ist auch eine Vorsichtsmaßnahme gegen Tablettenmissbrauch.

Ich bin aber sowieso der Meinung, dass Antibiotika auf Verdacht einnehmen, ohne vorher einen Arzt konsultiert zu haben, nicht gerade ungefährlich ist. Da würde ich es vorher mit Paracetamol und Ruhe versuchen (je nach Krankheit).

Es macht keinen Sinn, irgendein Antibiotikum mitzuführen.
Jedes Mittel hat ein eigenes Wirkprofil und ist spezialisiert auf andere Erregertypen.

Sie selbst können dies nicht erkennen - auch Breitbandantibiotika können nicht "alles" heilen bzw. haben Einschränkungen, die Sie als Laie nicht erkennen.

Als sog. Wunschverordnung kann der Arzt Ihnen jedoch Arzneimittel verordnen - jedoch nicht zu Lasten der GKV/PKV.

Wenn Ihr Hausarzt Sie gut kennt, sie schon mehrfach an derselben Krankheit gelitten haben und Sie Ihre Gründe deutlich machen, dann wird er dazu in der Lage sein.

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