Aus welchem Grund dürfen sich Spender und Patient nicht kennen?

5 Antworten

Die Gründe für die gegenseitige Anonymität liegen darin begründet, dass es z.B. nicht dazu kommen kann, dass der Spender vom Empfänger oder dessen Angehörigen bedrängt oder beschuldigt werden kann, wenn die Spende nicht hilft und man eventuell eine erneute Spende benötigt. Der Spender soll vor Schuldzuweisungen geschützt werden. Auch der Empfänger wird geschützt, falls es beim Spender dazu kommt, dass er seine Spende bereut, warum auch immer. Erst wenn der Zeitpunkt zur Transplantation weit genug zurück liegt, dass man sagen kann, dass keiner von beiden dadurch Schaden erlitten hat, dieser Zeitraum ist heutzutage auf 2 Jahre festgelegt, dürfen sich beide kennenlernen.

Die Blutgruppe ist bei der Knochenmarkspende nicht von Belang, es geht um Typenmerkmale.

Denkt man! Aber es entstehn ungewollt, z.T. irrationale Verpflichtungen, Schuldgefühle u.ä., daher: besser nicht kennenlernn. Nicht jeder kann mit so etwas fertig werden. Bei Knochenmarkspnde sicher nicht so ausgeprägt als bei Organ"spende", an deren anderem nde fürchterliche Schicksalsschläge stehen.

Bei der Knochenmarkspende dürfen sich Spender und Empfänger auch nach einiger Zeit sprechen, da es sich um eine Lebenspende handelt. Natürlich nur wenn beide Seiten auch wollen. Dieses Treffen wird dann abgesprochen und meist verbindet diese Menschen eine Freundschaft aus dieser besonderen Situation. Bei der regulären Organspende wird auf anonymität grüßten Wert gelegt um gewissen moralischen Problemen und Anforderungen aus dem Weg zu gehen.

Habe die seltenste Blutgruppe die es gibt. Bin auch bei der DKMS registriert, und auch schon 2 mal kurz davor, aber dann es trotzdem nicht ganz gepasst. Aber es stört mich auch ein wenig, das man einen potentiellen Empfänger nicht kennen darf, wenigstens hinterher wäre es doch wünschenswert zu wissen, wem man eventuell geholfen hat. Der Empfänger wills bestimmt auch wissen.

man will ja wissen wie es demjenigen auch jahre dannach geht, nicht nur um freundschaft zu schliessen sondern um zu sehen, was dieser´mensch in seinem jetzigen leben erreicht,sein leben wieder beginnt und jedesmal ein gefühl da ist, das dir sagt "und es war richtig zu helfen"

Die Blutgruppe hat bei der Knochenmark Eignung zur Knochenmarkspende überhaupt keine Relevanz.

Erst einmal sollte man natürlich freiwillig und um des Helfens willen spenden. Soweit mir bekannt ist, dürfen sich Patient und Spender später kennenlernen, wenn beide es wollen. Natürlich nicht, wenn der Eindruck vermittelt wird, dass es hier um finanzielle Interessen oder ähnliches geht. Insgesamt gesehen ist dein Entschluss sehr löblich. Mein Sohn hatte vor 2 Jahren Leukämie. Er brauchte zum Glück keine Spende und heute gehts ihm gut, aber wir haben viele kennengelernt, bei denen gehts/gings nicht ohne. Die Zeit des Wartens, Gedulden, die Aufs und Abs sind schon extrem hart und anstrengend. Wenn dein Entschluss noch nicht 100 % ist, dann Besuch doch mal ne onkologische Kinderstation, spätestens dann steht vermutlich dein Entschluss.

PS. Ansonsten kann man sich aber auch prima in Selbsthilfegruppen, Kinderwunsch - Organisationen, (Kinder-) Hospizen oder in der RonaldMcDonals Hilfe einbringen.

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