ZVK oder Port

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Hallo,

ja, Sie können das auch Zuhause selbst machen. Sie - und auch Angehörige - können sich im Haus zeigen lassen, wie das funktioniert. Die Portnadel muss aber in einem regelmäßigen Rhythmus gewechselt werden (meist nach etwa 1 - 1 1/2 Wochen).

Die Risiken des Eingriffs halten sich in Grenzen. Andere Standardoperationen haben mehr Risiken. Aber das müssten Sie noch einmal individuell mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

An sich ist ein Port eine gute und entspannte Sache für Sie.

Viele Grüße

Ich kann Ihnen nicht ganz folgen. Uns fehlt hier Information, da Ihr Krankheitsbild ja offensichtlich wesentlich komplexer ist, als eine simple clostridienassoziierte Colitis. Ich verstehe es folgendermaßen:

Sie haben bereits eine PEG-Sonde zur enteralen Ernährung, könne aber offensichtlich (wieder ?) schlucken. Aktuelles Problem ist eine Magenentleerungsstörung mit rez. Erbrechen.

Was ist denn die Ursache dieser Entleerungsstörung ? Die Clostridien sind es sicher nicht, denn die treiben ihr Unwesen ja nur im Dickdarm. Gibt es eine aktuelle Gastroskopie oder jedenfalls Röntgen/CT-Diagnostik ? kurz: Gibt es eine Diagnose dazu ? Und vielleicht auch eine Prognose ?

Davon hängt doch letztlich das weitere Vorgehen ganz entscheidend ab. Geht man davon aus, dass das Problem nur temporär besteht, so ist ein ZVK als Überbrückung die schnellste Methode. Ist die Entleerungsstörung mittelfristig nicht therapierbar und eine längerfristige parenterale Ernährung unumgänglich (warum nicht aus der PEG eine PEJ machen?), so wäre ein Port zu diskutieren. Die Risiken sind bei einem Port auch überschaubar.

Also für die, für die meine Vorgeschichte nicht bekannt ist, die meine bisherigen Fragen nicht kennen:

Ich hab seit 2011 eine Magenentleerungsstörung ohne dass eine Ursache gefunden werden konnte. Nach verschiedensten Behandlungsversuchen und dennoch weiter stetiger Gewichtsabnahme wurde im Januar 2013 eine Jet-PEG Sonde gelegt. Da ich immer noch ein bisschen essen konnte, lief die Nahrung über die Sonde immer nachts. Mit diesem Vorgehen hatte ich seitdem auch schon wieder 17 kg zugenommen. Warum jetzt auf einmal mein Magen-Darm - System komplett streikt vermuten die Ärzte im Zusammenhang mit dem Infekt. Und da ich bei zu viel Nahrung über die Jet-PEG massive Durchfälle bekomme, steht jetzt eben die ZVK- bzw. Port-Frage im Raum.

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Liebe Lexi, ich persönlich würde einen Port vorziehen. Das Einsetzen ist nur eine ganz kleine OP unter Lokalanästhäsie. Der Port kann dann sofort genutzt werden und ist lange Zeit benutzbar. Du kannst das zu Hause selber machen. Der Arzt wird Dir zeigen wie das geht. Das ist eine saubere Sache, aber letztendlich liegt die Entscheidung bei Dir, denn Du musst klarkommen. Alles Liebe für Dich und gute Besserung.

Ich verzweifel an meiner PEG... :-(

Hallo!

Ich muss jetzt doch nochmal um euren Rat bitten.

Seit nunmehr einem halben Jahr (seit Mitte November) ist mein PEG-Stoma entzündet. Es eitert seitdem mehr oder weniger ständig. Manchmal so stark, dass der Verband (so wie z.B. heute) schon nach 1,5-2 Std. wieder durch ist. Zudem habe ich auch am Rand des Stomas Schmerzen. Inzwischen habe ich beobachtet, dass es immer so einen phasenweisen Verlauf gibt: erst werden die Schmerzen stärker (teilweise bis Stärke 7-8) und einen Tag später steigt die Sekretmenge. Das bleibt dann ca. 2 Tage so und dann wird beides (Schmerzen und Sekret) wieder weniger. Nach einigen Tagen geht es dann wieder von vorne los. Erst waren es 7-9 Tage-Zyklen, jetzt sind es immer nur 5-6 Tage.

Ich war deswegen ja im Dezember schon stationär, es wurde Ultraschall und CT gemacht, aber kein Abszess gefunden. Da sagte man mir dann, da könne man nichts dran machen, vielleicht würde sich das von selber geben. Schickte mich nur zur Schmerztherapeutin, die aber sagte, da könne sie nicht viel dran machen, erst müsste die Entzündung weg, dann würde auch sehr wahrscheinlich der Schmerz nachlassen.

In den ganzen Monaten habe ich jetzt schon so viel ausprobiert: Antibiotika (2 verschiedene, nach Abstrich, haben nicht gewirkt), Salben, da meine Haut inzwischen schon extrem gereizt ist, verschiedene Verbandsmaterialien, die ich u.a. von einer Wundmanagerin bekommen hatte, regelmäßige Wundreinigung/desinfektion etc. Und dann auch eure Tipps aus einer meiner Fragen (https://www.gesundheitsfrage.net/frage/was-macht-man-wenn-man-von-einem-arzt-zum-naechsten-geschickt-wird-und-keiner-was-macht?foundIn=user-profile-question-listing) also z.B. schwarzen Tee und Honig. Auch kolloidales Silber habe ich schon probiert.

Mein Hausarzt ist inzwischen absolut ratlos und er meint, dass es so nicht weiter gehen kann und die Sonde wahrscheinlich erstmal raus müsse. Ähnlich sieht das meine Therapiemanagerin, die mich wegen dem Port betreut. Deswegen hatte mein Arzt mich im April nochmal zu den Spezialisten geschickt.

Die haben aber gesagt, dass die Entzündung noch nicht so schlimm ist, dass die Sonde raus müsste. Sie wollen die auch eigentlich nicht entfernen, wegen der ganzen Komplikationen, die ich bei/nach der Anlage hatte und da dann die Gefahr bestünde, wenn ich eine neue Sonde bräuchte (was aus derzeitiger Sicht sehr wahrscheinlich wäre). Die haben dann nochmal eine Wundmanagerin dazu geholt und die hat mir nochmal neue Verbände gegeben, das hat aber auch nichts gebracht, aber die liegen ja auch nur oben auf und kommen nicht in den Stoma-Kanal.

Aber so kann es ja auch auf Dauer nicht bleiben. Beim letzten Blutbild waren die Entzündungswerte auch leicht erhöht.

Es raten aber alle ab, zu einem anderen Arzt zu gehen, da die Vorgeschichte bei mir ja sehr komplex ist und es eben zu so vielen Komplikationen kam, die alle an derselben Klinik, wo mein Spezialist ist, behandelt wurden.

Habt ihr noch Ideen?

Danke! Lexi

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Infektion - möglicherweise durch Krankenhauskeim???

Hallo!

Seit ca. 3-4 Wochen habe ich eine Entzündung rund um meine PEG-Sonde. Zuerst war es nur etwas gerötet, dann kam dazu, dass immer mehr Sekret aus der Wunde kam. Außerdem kam ein lokaler Schmerz dazu. Zuerst habe ich versucht, antimikrobielle PEG-Verbände zu nutzen - ohne Erfolg. Dann habe ich Fusicutan-Salbe drauf getan, da mein Arzt mir die vor ein paar Monaten, als ich schon mal eine (viel leichtere) Infektion hatte, dafür verschrieben hatte. Aber auch die hat nichts geholfen.

Die Rötung besteht immer noch und es ist sehr schmerzhaft. Manchmal tut jede kleine Bewegung oder auch nur das Anspannen der Bauchmuskulatur weh. Inzwischen kommt immer so viel eifriges Sekret aus dem Stoma-Kanal, dass ich den Verband Kind. 1x tägl. wechseln muss, weil es dann durch kommt.

Deswegen war ich dann heute auch beim Arzt. Der hat sich das angesehen, gesäubert und neu verbunden. Er meinte, es wäre eine Infektion des Kanals. Man müsse sogar aufpassen, dass es sich nicht bis zum Bauchfell ausbreitet, deswegen will er es morgen nochmal kontrollieren. Wie schnell kann denn sowas passieren? (Frage 1)

Jetzt habe ich überlegt, dass das mit der Entzündung losging, nachdem ich mit der Portinfektion und Sepsis im Krankenhaus war. Könnte ich mir da rein theoretisch einen Krankenhauskeim zugezogen haben, der jetzt die Entzündung ausgelöst hat? (Frage 2)

Ich werde morgen auf jeden Fall auch mal den Arzt fragen, wäre aber für eure Einschätzung dankbar.

Viele Grüße und Danke, Lexi

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PEG Verband wechseln - wie geht das?

Hallo, habe mal eine Frage: Mein Opa hat so eine Sonde und meine Oma tut sich schwer damit, davon den Verband zu wechseln. Irgendwie entzündet es sich dauernd und ich will ihr helfen, aber ich weiß nicht wie man das richtig macht. Hab online ein Video dazu gefunden http://www.nutrison-flocare.de/patienten/videos-produktanwendung/vorgehen-beim-verbandswechsel-einer-sonde/ aber da wird nicht richtig gezeigt welche Mittel die zum desinfizieren nehmen usw. Hat jemand von euch damit Erfahrung? Was kann man dafür nehmen? Und wie kann ich es so machen, dass mein Opa keine Schmerzen dabei hat? Wenn meine Oma es macht wimmert er immer so... er kann nicht mehr richtig sprechen, deshalb kann er es uns nicht sagen aber ich glaube es tut ihm weh.

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Port läuft schlecht

Hallo!

Seit 9 Tagen habe ich jetzt meinen Port, letzten Donnerstag wurde er das erste mal angestochen. Morgen ist ein Wechsel der Portnadel geplant.

Dennoch muss ich hier heute nochmal eine Frage stellen, in der Hoffnung, dass sich vielleicht jemand damit auskennt.

Und zwar ist es so, dass in der letzten Nacht die Ernährungslösung nur sehr langsam gelaufen ist, obwohl der Tropfenzähler relativ schnell eingestellt war (200 ml/h). Heute morgen war nach 12 Stunden noch nicht mal die Hälfte durchgelaufen (ich habe 1000 ml-Beutel). Die Schwester vom Pflegedienst heute morgen meinte, dass ich vielleicht im Schlaf etwas den Schlauch abgeknickt habe, das könne schonmal vorkommen.

Jetzt bin ich auch wieder seit 1 Std, angeschlossen und es läuft wieder nur sehr langsam. Jetzt habe ich gerade festgestellt, dass ich die Laufgeschwindigkeit etwas mit meiner Körperhaltung beeinflussen kann. Sprich, setze ich mich kerzengerade aufrecht (mit leicht durchgedrücktem Rücken) hin, dann läuft es schneller, als wenn ich z.B. gemütlich auf der Couch sitze. Lege ich mich auf die Seite läuft es mit anderer Geschwindigkeit als wenn ich auf dem Rücken liege. Das Spülen vor Anlage der Nahrungslösung ging ganz normal (da habe ich normal auf einem Stuhl gesessen)

Hat das was zu sagen? Muss ich mir da Gedanken machen?

Jetzt ist ja leider niemand mehr zu erreichen, den ich sonst fragen könnte. Ich kann ja alle (Arzt bzw. Pflegedienst) erst morgen früh wieder erreichen.

Kennt sich jemand von euch damit aus?

Viele Grüße und Danke! Lexi

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Wie entsteht wildes Fleisch? Was tun?

Hallo!

... und noch eine Frage von mir:

Zusätzlich zu der Entzündung an meiner PEG-Sonde, die seit mittlerweile über 9 Wochen besteht (siehe ältere Fragen), hat sich jetzt im Sondenkanal noch wildes Fleisch gebildet. Und zwar nicht gerade wenig. Er ragt inzwischen richtig aus dem Kanal raus. Es ist auch ziemlich schmerzhaft, wenn ich beim Verbandswechsel da dran komme und es blutet dann auch sehr schnell.

Wie entsteht eigentlich so wildes Fleisch? Kann das was mit der Entzündung zu tun haben? Oder ist das eher Zufall?

Und was kann ich evtl. dagegen tun? Ich muss ja vorsichtig sein, wegen dem Sondenmaterial darf man ja nicht alles anwenden (Salben o.ä.).

Kann jemand was dazu sagen und hat vielleicht einen Tipp, was ich tun kann?

Danke und viele Grüße, Lexi

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