Wie kann eine Krankenhausphobie therapiert werden?

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Das geht wirklich zu behandeln. Ich habe das durch und bin immer noch sehr verwundert über dieses Wunder. Dabei hielt ich mich für einen schwerdeen Fall: Auslöser meiner Krankenhausphobie war ein schwerer Autounfall 1977 (mit 17 Jh.) an den ich sehr wenig Erinnerung habe, da ich ohne Sicherheitsgurt mit ca. 80 km/h gegen das kleine Seitenfenster im Käfer geknallt bin. Die schweren Kopfverletzungen zu beschreiben, erspare ich dir, aber um dir das Ausmaß meiner heute geheilten seelischen Erkrankung zu verdeutlichen noch soviel: da der Neurologe um mein Hirn besorgt war, mussten alle medizinischen Behandlungen an meinem Gesicht/Kopf ohne Betäubung durchgeführt werden. Ich soll stundenlang geschrieen haben; die Notaufnahme-Ärztin erklärte mir damals, dass sie immer wieder Pausen einlegen musste, weil ich das sonst nicht durchgestanden hätte.

Ich habe daran keinerlei Erinnerung; es blieb eine panische Angst vor fremden Ärzten, die mit metallischen Instrumenten an mir hantieren wollten; anfangs bekam ich schon Zustände, wenn ich nur jemanden im Krankenhaus besuchte. Vor einem halben Jahr weinte und zitterte ich ganz schrecklich, als ich auf eine geplante Nebenhöhlen-OP wartete. Daraufhin bekam ich den Tipp eine Traumatherapie zu machen. In nur 7 Std. arbeitete die Psychologin die über 30 Jh. zurückliegenden Ereignisse auf; das war teils anstrengend und emotional aufwühlend, aber es hat sich so gelohnt.

Jetzt im Herbst hatte ich eine Knie-OP in einem anderen Krankenhaus bei wieder fremden Menschen. Mein Mann fuhr mich am OP-Morgen hin und fühlte immer wieder ungläubig meine Hände: die lagen warm und trocken entspannt in meinem Schoß. Und so blieb es auch. Mir war als würde ich zum Friseur gehen, alles ganz relaxt.

Zur Sicherheit hatte ich im OP-Vorgespräch meine Panik erwähnt, auch die Traumatherapie - denn ich wusste ja nicht, ob es etwas gebracht hat - somit hatte ich den ersten OP-Termin am Morgen und musste nicht lang warten. Ich bin aber überzeugt, dass vor allem die Traumatherapie mir geholfen hat, da hätte ich auch bis mittags warten können.

Mach das auf alle Fälle, du wirst sehen, es wird auch dir helfen.

Liebe Grüße von Elisabeth

Ich würde mir auf jeden Fall professionelle Hilfe suchen und die Ursache versuchen zu ergründen. Es ist sehr wichtig, dass du das bald tust, denn ein Krankenhausaufenthalt kann immer mal überraschend notwendig sein.

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