Wer übernimmt die Kosten bei einer Muttermalentfernung?

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Hallo! Leider werden die Kosten nur übernommen, wenn eine Entfernung medizinisch indiziert ist, also der Verdacht auf eine mögliche Bösartigkeit besteht. Wenn du das Muttermal nur aus ästhetischen Gründen entfernen lassen willst, weil es dich z.B. beim Tragen von Tops stört, dann wirst du die Entferung aus eigener Tasche bezahlen müssen.

Auf der Seite eines Hautarztes fand ich dazu folgendes:

Wenn Zweifel an der Gutartigkeit bestehen, muss das verdächtige Muttermal zu Lasten der Krankenkasse operativ entfernt und histologisch untersucht werden. Eindeutig vom Hautarzt als gutartig beurteilte Muttermale brauchen nicht entfernt zu werden, sie beeinträchtigen aber oft das Aussehen. Die Kosten für eine Beseitigung aus rein kosmetischen Gründen kann aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

http://www.hautarzt-kempen.de/behandlung/muttermale.php

Viele Grüße

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten, wenn eine Indikation gegeben ist. Das bedeutet, wenn das Muttermal sich verändert und die Gefahr besteht, dass es sich zu Hautkrebs verändert, oder wenn es sehr stört (z.B. weil es immer an der Kleidung scheuert, ich habe mir eines entfernen lassen, das direkt unter dem Verschluss des BHs saß). Das zahlt die Krankenkasse, ist gar kein Problem. Die Stelle wird betäubt und das Muttermal entfernt, je nach Größe wird genäht und 10 Tage später werden die Fäden gezogen.

Kostenvoranschlag Muttermalentfernung

Hallo liebe Community,

Ich habe seit meiner Geburt ein Muttermal oberhalb der "Poritze" Meiner Mutter wurde direkt darauf hingewiesen, dass SIe diese unter Beobachtung halten sollte, da es eine erhöhte Krebsgefahr hätte. Jahrelang habe ich mich nicht wirklich darum gekümmert. Schließlich war es schon immer Teil meines Körpers. Mittlerweile bin ich aber immermehr beunruhigt, da es sich so entwickelt hat, dass alle Merkmale der ABCDE-Regel (Asymetrie, Begrenzung, Color, Durchmesser und Erhabenheit) zutreffen. Mein Arbeitgeber bietet regelmäßig Hautscreeningtermine an und so habe ich vor einigen Wochen meine Muttermale untersuchen lassen. Nach der Untersuchung mittels Auflichtmikroskops konnte mir der Arzt vorerst Entwarnung geben, empfahl allerdings trotzdem das Mal entfernen zu lassen, da ich schon mehrmals daran hängen geblieben bin und es immernoch ein potenzielles Risiko darstellt. Heute war ich nun in einer Hautarztpraxis in meiner Nähe um über die Entfernung des Males zu sprechen. Das Datenblatt vom Hautkrebsscreening mit der Anmerkung "Exzision des Nävus (Rima ani) empfohlen" legte ich dem Arzt vor. Ohne großartige Untersuchung (nur ein kurzer Blick ohne Mikroskop o.Ä.) machte mir der Arzt gleich klar, dass es sich hier definitiv um eine kosmetische Operation handelt und ich somit die Kosten zu tragen hätte (Womit ich auch gerechnet habe) Ich erhielt folgenden Kostenvoranschlag (etwas gekürzt): Infiltrationsanästhesie 16,22€ 2,00€ Exzision einer größeren Geschwülst (1cm3) 74,27€ Nahtmaterial, etc. 12,50€ einfache Hautlappenplastik 49,61€ resorbierbares Nahtmaterial 10,00€ Entfernung Fäden 5,36€ Zuschlag ambulante Durchführung (500-799 Punkte?) 43,72€

Summe 213,68€

Mit so hohen Kosten hätte ich nun für einen 10-15 minütige (o-ton des Arztes) Eingriff nicht gerechnet. Ich werde mir in den nächsten Tagen weitere Kostenvoranschläge bei anderen Ärzten einholen, würde aber gern vorher die Erfahrungen anderer Leute einholen, insbesondere was die Preisvorstellungen angeht. Fakt ist, dass das aufgrund der Größe und Tiefe (ich gehe zumindest davon aus, dass es tief ist) das Muttermal operativ entfernt werden muss. Es geht mir nicht darum, die Krankenkasse zahlen zu lassen, allerdings habe ich auch nicht mal eben 200,-€ über .Für mich steht aber fest, dass ich es entfernen lassen, da ich mich mittlerweile sehr unwohl damit fühle.

Ich freue mich auf zahlreiche (nützliche) Antworten ;-) Und wenn jemand mir einen Arzt empfehlen könnte (Kreis RE oder Kreis BOR) wäre ich ebenfalls dankbar.

Gruß Summernight

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