Das hört sich aber wieder mal sehr merkwürdig an...

Du erinnerst dich jetzt, 1,5 Jahre nach einer Untersuchung im Krankenhaus, wieder an deine damaligen Werte, von denen du meinst, dass sie damals auffällig waren. Und jetzt hast du seit kurzer Zeit Probleme mit der Atmung und glaubst, dass das mit den Werten von damals zu tun hat?

Selbst wenn die Werte vielleicht vor 1,5 Jahren auffällig waren - wenn du zwischenzeitlich so lange komplett ohne Symptome warst, dann hat das ganz sicher nichts mit deinen aktuellen Beschwerden zu tun! Selbst Werte von vor einem Monat wären heute schon wieder veraltet und nicht aussagekräftig.

Außerdem: wenn du damals so schlechte Werte gehabt hättest, dann hätte dir da ganz sicher jemand was zu gesagt. In dem Sinne gibt es auch keine Sauerstoff- oder Lungenwerte, die einfach mal so bestimmt werden. Da bräuchte man z.B. eine spezielle Blutgasanalyse, die aber ganz sicher nicht gemacht wird, wenn man wegen Problemen mit dem Stuhl im Krankenhaus ist. Ansonsten wird meist routinemäßig mit einem Fingerclip die Sauerstoffsättigung und der Puls gemessen. Aber wenn du da nur die Hälfte des normalen Wertes (96-100%) gehabt hättest, dann wärst du ganz sicher nicht mehr normal aus der Ambulanz herausspaziert.

Deine aktuellen Symptome solltest du beim Hausarzt klären lassen. Neben deinen Vermutungen (Lunge, Psyche) würde ich noch eine andere Vermutung in den Raum werfen: es hört sich an, wie die Folgen von Reflux, also Magensäure, die bis in den Rachenraum und die oberen Atemwege hochsteigt (flüssig aber auch gasförmig) und dort die Schleimhäute reizt. Das kann dann auch Reizhusten auslösen und würde auch zu Magenbeschwerden passen.

Also: ruf Montag beim Arzt an, mach einen Termin und lass das alles abklären.

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Ich würde nicht einfach prophylaktisch Ibuprofen einnehmen. Es sind ja zum einen keine Smarties und zum anderen bräuchtest du ja vielleicht auch gar nichts. Dann hättest du es völlig unnötigerweise genommen - und du schreibst ja selber, dass du nichts umsonst nehmen willst.

Du könntest deinen Arzt mal fragen, ob er dir Ibuprofen mit Lysin verschreiben kann, das wirkt schneller als normales Ibuprofen. Und wenn du dann nachts mit Schmerzen wach wirst, dann mache dir zusätzlich zur Tabletteneinnahme doch mal ein Körnerkissen warm und leg dir das auf den Bauch. Die Wärme bringt Entspannung und kann dadurch den Schmerz auch etwas lindern.

Ich habe sogar mal gelesen, dass eine prophylaktische Einnahme überhaupt nichts bringen würde, finde den Bericht aber gerade leider nicht.

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Das hört sich aber mehr als merkwürdig an. Normalerweise bekommt eine fremde Praxis deine Laborergebnisse ja überhaupt nicht. Die werden ja vom Labor direkt an deine Praxis geschickt (in der Regel gehen die Blutproben an spezielle Labore und nicht in andere Praxen). Und selbst wenn diese Praxis - warum auch immer - deine Laborergebnisse bekommen würde, hätte sie ja gar keine Kontaktdaten von dir, wenn du da nicht Patient bist. Auch dass man sich erst nach 2 Wochen melden würde, ist eher unüblich - zumal du ja die Ergebnisse von deinem Arzt auch schon bekommen hast.

Das Einzige, das ich mir vorstellen könnte, wäre, dass die andere Praxis in der Telefonnummer einen Zahlendreher hatte und gar nicht dich anrufen wollte, sondern einen ihrer Patienten, der vielleicht zufällig eine ähnliche Telefonnummer hat, wie du, sowas kann ja schon mal vorkommen.

Ich würde mir da jetzt erstmal keine großen Gedanken machen. Ruf am Montag bei deinem Hausarzt und ggf. die andere Praxis an, dann kann das sicher schnell geklärt werden. Wenn dein Blutbild auffällig gewesen wäre, dann hätte dein Hausarzt dir das gesagt.

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Ich würde das sicherheitshalber röntgen lassen, das ist ja schon ziemlich stark angeschwollen. Und da wir alle keine Hellseher sind und keinen Röntgenblick haben, können wir dir da nichts Genaueres zu sagen. Das kann nur der Arzt nach dem Röntgen. Wenn du dann weißt, was mit deiner Hand passiert ist, wird dir der Arzt dann auch sagen können, wann du wieder schreiben kannst.

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Du solltest alle deine "Beschwerden" in eine Frage packen und nicht ständig neue Fragen zu einzelnen Symptomen stellen.

  1. Frage: Müdigkeit und Husten
  2. Frage: Schnupfen und "Schüttelfrost"
  3. Frage: Unwohlsein, Müdigkeit und Magenprobleme

Trink einen Tee und dann geh einfach früh ins Bett und schlaf dich ordentlich aus. Dann wird es dir morgen auch wieder besser gehen.

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Auch wenn du wahrscheinlich was anderes lesen willst:

Du solltest auf gar keinen Fall abnehmen! Denn du bist mit deinen derzeitigen Maßen zwar so gerade an der Grenze zum Normalgewicht, aber bei zwei Kilo weniger bist du laut BMI schon im Untergewicht (Untergewicht 46,5 - 50,5 kg), mit deinen angestrebten 45 kg wärst du mit einem BMI von 16,9 schon im kritischen Untergewicht.

"< 17,5

Kritisches Untergewicht

46,5 kg

Achtung: Ein BMI-Wert unter 17,5 ist bedenklich und gilt bei Männern wie Frauen als anorektisch. Um mit einem viel zu niedrigen Körpergewicht nicht die Gesundheit zu gefährden, sollten Sie bei einem solchen Ergebnis dringend einen Arzt aufsuchen" (https://www.tk.de/service/app/2002866/bmirechner/bmirechner.app)

Die Therapie, die du im letzten Jahr gemacht hast, scheint also nicht sehr erfolgreich gewesen zu sein. Du solltest dich schleunigst um eine Wiederaufnahme der Therapie bemühen, falls du aktuell keine mehr hast.

Denn dass du mit diesen Maßen mit dir selbst unzufrieden bist und du sagst, du wärst mit der derzeitigen Situation "völlig verzweifelt", zeigt, dass du (immer noch) eine völlig gestörte Selbstwahrnehmung und ein gestörtes Bild von dir hast. Dass du ständig Mengen von Süßigkeiten isst, glaube ich dir ehrlich gesagt nicht. Vermutlich reichen bei dir aber schon z.B. wenige Gummibärchen oder ein paar Chips, dass du denkst, du hättest viel zu viel davon gegessen.

Wenn du tatsächlich Heißhunger auf die Süßigkeiten hast, dann versucht dein Körper wahrscheinlich einfach, dadurch mehr Kalorien und somit mehr Energie zu bekommen, weil du ihn sonst womöglich eher aushungern lässt.

Aus dem Kreislauf kommst du nur raus, wenn du lernst, dich so zu akzeptieren, wie du bist und dir (wieder) Hilfe suchst.

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Mein Beileid.

Mit dem Tod eines lieben Menschen geht jeder unterschiedlich um, da kann man im Grunde keine allgemeingültigen Tipps geben. Du musst für dich selber entscheiden oder herausfinden, was für dich der beste Weg ist. DEN richtigen Weg zu trauern gibt es nicht.

Für manche ist es wichtig, mit Anderen über den Verstorbenen zu reden, sich an schöne Situationen mit ihm zu erinnern, Anekdoten austauschen und auch über lustige Begebenheiten oder irgendwelche Tics, die der Verstorbene hatte, lachen.

Andere ziehen sich lieber zurück, trauern lieber ganz alleine, indem sie z.B. in einem Fotoalbum blättern und so Erinnerungen wach rufen, vielleicht besondere Musik hören oder irgendwas machen, wobei sie sich an den Verstorbenen erinnern und sich in Gedanken auch verabschieden können.

Manche nehmen auch leichter Abschied, indem sie aktiv die Trauerfeier mitgestalten, Texte oder Lieder aussuchen, ggf. ein Foto und/oder einen Spruch für die Anzeige. Oder schreib dem Verstorbenen einen letzten Brief und werfe den vielleicht mit ins Grab.

In manchen Gemeinden werden auch sog. Trauercafes oder Trauergruppen angeboten. Da kann man sich mit Anderen, die auch um einen lieben Menschen trauern, ins Gespräch kommen und sich austauschen. Viele reden lieber mit Unbekannten, als mit anderen Familienangehörigen.

Du siehst, es gibt viele verschiedene Wege zu trauern. Ein Richtig oder Falsch gibt es da nicht. Mach das, wobei du dich am wohlsten fühlst.

In diesem Fall finde ich es auch wichtig, dass du dir bewusst machst, dass deinem Verwandten möglicherweise langes Leiden erspart wurde.

Alles Gute und viel Kraft für dich und deine Familie

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Nein, das ist überhaupt nicht schlimm. Wenn du nicht hinsiehst und dich mit der Arzthelferin oder dem Arzt dabei unterhältst, merkst du es vielleicht noch nicht einmal.

Ich bekomme mindestens alle 2-3 Monate Blut abgenommen, wenn ich ins Krankenhaus muss auch noch öfter. Und jede Woche wird mein Port angestochen (ist so ähnlich wie bei einer Infusion). Ich weiß also, wovon ich spreche.

Mach dir nur nicht zu viele Gedanken! Hinterher wirst du über deine Sorge lachen.

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Etwas anderes

Wenn du so ausgeprägte Krankheitsängste hast, solltest du mal darüber nachdenken, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Denn um damit zurecht zu kommen, wird dir sicher keine Umfrage in einem anonymen Forum helfen. Ganz wichtig ist, dass du mit jemandem über deine Ängste sprichst, dass du das nicht mit dir ganz alleine ausmachen musst. Wenn du keine Therapie machen willst, dann suche dir vertraute Menschen, mit denen du über das Thema sprechen kannst. Übrigens sind weder Krebs noch Corona die häufigsten Todesursachen. Mehr als ein Drittel aller Todesfälle ist auf Herz-Kreislauf-Krankheiten zurückzuführen, ein Viertel der Todesfälle sind auf Krebs.

Ich habe eigentlich weniger Angst vor meinem eigenen Tod, vielmehr habe ich große Angst, einen lieben Menschen zu verlieren. Das habe ich gerade im Dezember sehr deutlich gemerkt, als mein Vater zeitweise im Sterben lag.

Beim eigenen Tod fürchte ich am ehesten, vorher lange Schmerzen zu haben und mich quälen zu müssen, ganz unabhängig von einer speziellen Erkrankung. Meine Einstellung ist vielleicht auch etwas anders, weil ich schon 2x in Lebensgefahr war.

Ansonsten macht mir derzeit nicht die Sorge vor dem Tod durch Corona Angst, sondern vielmehr der Umgang mancher ignoranter, idiotischer Menschen mit der Pandemie. Solche, die alles verharmlosen und nicht ernst nehmen und so zu einer großen Gefahr für Andere werden können. Und davor, dass die radikalen Stimmen einen immer größeren Einfluss bekommen.

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Als Erstmaßnahme solltest du die PECH-Regel (wurde dir hier ja schon erklärt) befolgen.

Aber wenn du so starke Schmerzen hast, dann würde ich mich an deiner Stelle zum Krankenhaus fahren lassen, dass der Fuß ggf. geröngt und professionell versorgt werden kann. Und damit du was gegen deine Schmerzen bekommen kannst.

Ich glaube zwar nicht, dass es wirklich eine 9-10 ist (9= unerträglicher Schmerz: Konversation unmöglich, der Patient schreit oder stöhnt; 10=unbeschreiblicher Schmerz: der Patient kann nicht aufstehen und ist möglicherweise im Delirium), aber so starke Schmerzen müssen ärztlich abgeklärt werden.

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Ich kenne sogar Erwachsene, die nicht nur zum Schlafen, sondern auch Zuhause in der Freizeit einen Einteiler tragen. Nennt man dann aber nicht mehr Strampler sondern Jumpsuit. Strampler in der Größe eines 7jährigen Kindes dürfte es auch nicht geben.

Aber auch wenn du schreibst, dein Kind wäre auf dem (geistigen) Niveau eines dreijährigen, solltest du ihn nicht auch so behandeln. Solange du ihm immer noch "Babykram" anbietest, hat er ja kaum Möglichkeiten sich zu entwickeln.

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Da bleibt dir wohl nichts übrig, als auf dem Rücken zu schlafen. Wenn es nicht anders geht, dann kann man das auch.
Ich bin auch Seitenschläfer, konnte aber schon oft nach OPs die erste Zeit nicht auf der Seite liegen, sondern nur auf dem Rücken. Glaub mir, das geht schon. Du darfst dir nur nicht die ganze Zeit einreden, dass das gar nicht geht, denn dann wird es schwierig. Denk positiv und sage dir, für eine gewisse Zeit wird das schon gehen. Und du wirst sehen, dass auch du auf dem Rücken schlafen kannst.

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Ich habe letztens einen Bericht gesehen, wo vor diesen Dingern ausdrücklich gewarnt wird. Die sollen ziemlich gefährlich sein. Geh lieber regelmäßig zum HNO

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Da gibt es viele verschiedene mögliche Ursachen, von harmlos (körperliche Anstrengung, Stress, Aufregung) über relativ leicht zu behandeln (z.B. Schilddrüsenüberfunktion) bis gefährlich (schwere Herzerkrankung). Sowas kann auch durch Hormonveränderungen in den Wechseljahren kommen (je nachdem wie alt deine Mutter ist). Guck auch mal hier: https://www.herzstiftung.de/infos-zu-herzerkrankungen/herzrhythmusstoerungen/herzrasen

Wenn das öfter oder regelmäßig vorkommt, sollte sie es mal abklären lassen. Meist kann der Hausarzt schon orientierend ein EKG schreiben. Je nach Ergebnis kann er sie dann zu einem Kardiologen weiter überweisen.

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Das kann durchaus eine Folge der Narkosen sein. Vollnarkosen ja für den Körper eine große Belastung. Ich habe nach Vollnarkosen auch immer ein paar Tage einen höheren Puls (um die 100). Hast du das mit dem Druck auf der Brust den Ärzten denn auch gesagt? Andererseits könnte das ja auch durch die OP kommen, da ja an deiner Brust operiert wurde.

Wichtig ist, dass du dich da jetzt nicht reinsteigerst. Denn wenn du jetzt morgens schon Angst hast, dass der Puls wieder schneller werden könnte, und du da regelrecht drauf wartest, dann kann alleine diese Angst/Sorge den Puls schon ansteigen lassen. Versuche dich zu entspannen, auch wenn es schwer fällt und nicht so auf den Herzschlag zu achten. Langsame, getragene Musik kann dabei z.B. sehr hilfreich sein.

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Du willst einem 7jährigen Kind noch Fläschchen und Schnuller geben? Ernsthaft? Das kann ich nicht glauben. Soll er dann auch mit Schnuller in die Schule gehen, wenn er da mal unruhig ist?

Bei einem 7jährigen gibt es auch andere Möglichkeiten, dass er Abends zur Ruhe kommt. Schafft euch Rituale, mit denen ihr abends abschalten könnt. Lest dem Kind wenn es ins Bett geht etwas vor, damit es dabei zur Ruhe kommt. Oder macht leise, beruhigende Musik an. Wenn ihr solche Rituale jeden Tag macht, dann lernt der Körper dadurch zur Ruhe zu kommen und das Einschlafen wird ihm leichter fallen. Und - wie @winherby schon schrieb: Fernsehen und Handy/Tablet/PC sind absolut tabu! In ein Kinderzimmer gehören diese Dinge definitiv nicht rein.

Wichtig ist auch, dass auch ihr als Eltern zur Ruhe kommt. Seid ihr gestresst, weil noch dieses oder jenes erledigt werden muss (oder weil ihr unbedingt für eure Lieblingssendung pünktlich vor dem Fernseher sitzen wollt), dann überträgt sich dieser Stress auch auf euer Kind.

Sollten diese Methoden alle nicht helfen, würde ich mal einen Termin beim Kinderarzt machen und mit diesem das Problem besprechen.

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Es gibt so ziemlich jede Fachrichtung auch im Krankenhaus. Nur eben nicht jede Fachrichtung an jedem Krankenhaus. Die meisten verschiedenen Fachrichtungen gibt es an den Unikliniken. Guck dir einfach mal verschiedene Internetseiten von Krankenhäusern an, da sind immer alle Fachrichtungen aufgeführt. Am häufigsten gibt es die Chirurgie (aber da du offenbar nicht selber operieren willst, ist das ja eher nichts für dich) und die Innere Medizin.

Bei einer Wahl der Spezialisierung würde ich aber nicht unbedingt nur darauf achten, wo man das dann machen kann, sondern ich würde da in erster Linie auf meine eigenen Interessen achten. Denn nur wenn es dich wirklich interessiert, wirst du auf Dauer Freude am Beruf haben.

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Geh am besten mal zum Hautarzt und lass dich dort professionell beraten, bevor du dir irgendwelche Mittelchen im Drogeriemarkt besorgst. Der kann feststellen, ob es wegen der Pubertät ist oder andere Ursachen hat und kann dir dann dazu passende Produkte empfehlen.

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Man kann nicht gezielt an einer Körperstelle abnehmen. Meist nimmt man dann auch eher dort ab, wo man es nicht möchte. ;-) Und dass deine Brüste größer werden, ist in deinem Alter doch völlig normal. Sollte dir das nicht so gut gefallen, guck mal nach Minimizer BHs. Wobei ich mir kaum vorstellen kann, dass die nötig wären.

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Ich fang mal hinten an ;-)

ist wirklich ständiges Sodbrennen bei einer Gastritis oder einem Reflux "normal"?

Sodbrennen bei Reflux ist völlig normal. Es gibt zwar auch Reflux, den man nicht so als Brennen in der Speiseröhre merkt, das ist dann der sogenannte stille Reflux, aber wenn man Sodbrennen hat, hat man auch Reflux. Aber man muss bei Reflux nicht zwangsläufig auch eine Gastritis haben. Das kommt zwar in den meisten Fällen zusammen vor, liegt aber immer auch an der Ursache für den Reflux.

Bei mir ist z.B. Ursache für den Reflux eine Magenentleerungsstörung. Dadurch liegt die Nahrung immer sehr lange im Magen und es wird immer weiter Magensäure gebildet, die irgendwann dann nirgendwo anders mehr hin kann als durch die Speiseröhre hoch zu kommen. Ich habe zwar auch manchmal eine leicht entzündete Magenschleimhaut, aber bei manchen Spiegelungen ist die Magenschleimhaut auch völlig unauffällig.

habe ich nun Sodbrennen nach wirklich jedem Essen. Egal was ist. Haferschleim am Morgen ist noch das verträglichste.

Bei Sodbrennen/Reflux sollte man auf jeden Fall immer seine Ernährung anpassen. Haferschleim ist dabei sehr gut, deswegen hast du da auch sicher die wenigsten Probleme. Insgesamt solltest du deine Ernährung anpassen, also mal eine Zeit lang konsequent Schonkost versuchen. Dazu auch säurelockende Lebensmittel meiden und säurehemmende Lebensmittel bevorzugen (welche das sind, findest du über Google). Du solltest - wenn möglich - nach 17, allerspätestens 18 Uhr nichts mehr essen. Außerdem kein Alkohol und kein Nikotin. Solltest du Übergewicht haben, solltest du auch versuchen, das zu reduzieren.

Nehme nun für 2 Wochen Antazida. Sollte es nicht besser werden Pantoprazol für weitere zwei Wochen. Möchte wirklich sehr ungern die PPI's nehmen.

Warum möchtest du die PPI nicht nehmen? Die sind wirklich besser als ihr Ruf. Und das sind auch die einzigen Medikamente, welche die Magensäure wirklich reduzieren. Bei Antazida wird die vorhandene Magensäure einfach nur gebunden. Aber bei PPI wird schon von vorne herein die Bildung der Säure gehemmt und verringert. So kann auch weniger Säure aufsteigen und die Speiseröhrenschleimhaut wird nicht so angegriffen, dadurch wird dann auch das Sodbrennen weniger.

Ich nehme inzwischen seit mehr als 15 Jahren Pantoprazol und habe überhaupt keine Nebenwirkungen, die geben mir sogar im Gegenteil etwas mehr Lebensqualität, weil es nicht mehr so brennt.

Meine Ängste spielen nun mit rein und ich denke sofort an Krebs.

Das ist bei einer Angststörung natürlich schwierig. Aber Magenkrebs äußert sich nicht durch Sodbrennen und Speiseröhrenkrebs entsteht meist nur, wenn über einen langen Zeitraum (mind. 10 Jahre) die Speiseröhrenschleimhaut durch die Säure angegriffen wird. Also versuche die Krebs-Angst erstmal ganz nach hinten zu schieben, auch wenn es schwer ist.

Und da würde dann möglicherweise auch eine Magenspiegelung bei helfen. Denn die Angst Krebs zu haben, könnte mit Sicherheit auch dadurch gemindert werden, dass man in deinen Magen rein guckt und du dann sicher sein kannst, dass die Ärzte gut geguckt haben.

Und eine Magenspiegelung ist wirklich nicht schlimm, glaub mir. Ich habe seit Ende 2016 jedes Jahr 4 oder 5 Spiegelungen, seit 2012 hatte ich bestimmt schon mehr als 30 - irgendwann habe ich aufgehört zu zählen. ;-) Auch vor der Spritze musst du keine Angst haben. Bevor du merkst, dass dir was gespritzt wird, schläfst du schon, und wenn du wach wirst wunderst du dich, dass schon alles vorbei ist.

Wenn der Reflux länger anhält, sollte man natürlich auch gucken, was die Ursache dafür ist. Da gibt es ja verschiedene Ursachen. Aber nur, wenn man die Ursache behebt, kann es langfristig besser werden. Wenn man einfach immer nur weiter Medikamente gegen die Säure nimmt, aber nichts gegen die Ursache macht, dann ist das Problem wieder da, sobald du die Medikamente absetzt.

Vielleicht hast du ja die Möglichkeit, dich mal an ein spezialisiertes Reflux-Zentrum zu wenden. Die haben manchmal noch ganz andere Möglichkeiten Untersuchungen zu machen und sind eben spezialisiert auf solche Fälle.

Solltest du auch nachts Probleme mit dem Reflux haben, versuch mal, dein Bett am Kopfteil etwas anzuheben (ca. 30°). Wenn du einen verstellbaren Lattenrost hast, ist das sehr einfach. Ansonsten leg einfach irgendwelche Klötze unter die Bettbeine am Kopfende. So wird dein Bett dann quasi "schräg gestellt". Dann hat die Magensäure es im Liegen schwerer durch deine Speiseröhre bis zum Hals hochzusteigen, da es bergauf wegen der Schwerkraft nur schlecht geht.

Bist du denn wegen deiner Angststörung in Behandlung? Denn auch die ständige Angst und Stress können Magenbeschwerden auslösen oder verstärken. Hier wäre es also ggf. auch sinnvoll "zweigleisig" zu fahren.

Falls du noch weitere Fragen zu dem Thema hast, frag einfach. ;-) Ich kenne mich inzwischen lange genug mit Reflux etc. aus.

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