Mit wem soll ich über meine Probleme sprechen? (Depressionen)

6 Antworten

Hallo, ich schließe mich @tonkeys Meinung an. Du solltest regelmäßig zu einem Psychotherapeuten gehen. Es ist schon sehr belastend, wenn man erfährt, dass beide Elternteile an Krebs erkrankt sind. Dass Du Dir jetzt gesundheitliche Sorgen machst,kann ich sehr gut verstehen. Die Pubertät ist ohnehin schon ein Alter, wo man sich nicht immer gut fühlt (Auf und Ab der Hormone), aber diese zusätzliche Belastung musst Du nicht alleine tragen. Ich wundere mich nicht, dass Du darüber nicht mit Gleichaltrigen reden kannst. Wir alle haben unterschwellig Angst, irgendwann mal an Krebs erkranken zu können und deshalb meiden wir einfach dieses Thema. Geh zu Deinem Kinderarzt oder zu Eurem Hausarzt und besprich mit ihm dieses Problem. In sehr vielen Kinderarztpraxen arbeitet parallel auch ein Psychologe oder Psychotherapeut. Alles Gute für Dich. lg Gerda

Du zählst genau die Symptome auf, unter denen ich auch leide. Ich muss oft von der Schule nachhause, wegen meinen Kopfschmerzen. Ich hab Tag fuer Tag ringe unter den Augen und bin fertig. Klar, es gibt auch gute Tage, ich will es nicht zu dramatisch machen. Meine beste Freundin wurde es vielleicht verstehen.. aber mit ihr kann ich DARUEBER nicht sprechen. Momentan ist scheiße drauf und eigentlich haben wir das selbe Problem , nur hab ich Angst das wenn ich mich anvertrauen wuerde, trotzdem in ihrem Schatten stehen wuerde à la ich wuerde nur Aufmerksamkeit wollen bla bla... ziemlich dämlich, ich weiß. Muss man auch nicht unbedingt verstehen. Ich empfehle dir, gehe wieder zur Psychologin. Rede mit deinen Eltern. Mach nicht den Fehler wie ich und mach das alles allein durch. Vielleicht kann ich deine Lage nicht genau verstehen, wegen deinen Eltern und so, aber ich hoffe das ich dir wenigstens irgendwie helfen konnte. Ich hab ueberwiegend von mir geschrieben, wollte dir damit zeigen das du nicht allein bist. Kannst mich auch anschreiben, falls du reden (bzw schreiben) willst Puh, hat irgendwie gut getan, das hier zu schreiben.. LG Flower2000

Hey,

also das du das hier schon erstmal schreibst, hilft dir ja auch gewissermaßen schon. Seine Probleme etc. rauszulassen ist immer der beste Weg. Wenn man etwas verdrängt, staut es sich auf, was dann wiederrum später in einer Depression resultiert. Deswegen sollte man alles verarbeiten, was man erlebt und einen belastet hat. Verdrängen ist falsch. Das Verarbeiten kannst du durch Reden machen (mit der besten Freundin etc.) oder auch durch Aufschreiben.

Am besten wäre es jedoch, wenn du erstmal mit einem Psychiater über das ganze redest. Der kann dir da am besten helfen und er ist auch kein Irrenarzt, so wie viele denken ;-). Er kann dir eine Gesprächstherapie geben, wo du dann über deine Probleme sprechen kannst und verdrängte Probleme verarbeiten kannst. Das wirkt wahre Wunder! In schweren Fällen kann er dir auch ein Antidepressivum verschreiben, falls du eine Depression hast. Dieses steigert deinen Antrieb und deine gute Stimmung. Dies ist aber vielleicht gar nicht nötig. In vielen Fällen reicht es schon, wenn man einfach darüber redet und Verdrängtes (wie Ängste etc. wie du sie ja anscheinend wegen der Erkrankung deiner Eltern hast) aufarbeitet und verarbeitet. Wenn Verdrängtes sich gelöst hat, geht es einem automatisch besser :-)

Ich wünsche dir alles Gute und keine Sorge: Selbst wenn du tatsächlich eine Depression haben solltest. Die kann man sehr gut behandeln. Sowohl medikamentös, als auch medikamentfrei. Aber am Ende wird dir nur ein Arzt wie ein Psychiater helfen können allein schon wegen der Diagnose und ob es wirklich eine Depression ist. Aber auf jeden Fall wird es helfen, da allein schon die Gespräche über die Probleme deutliche Erleichterung bewirken :-)

Danke für die Hilfe.. :)

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ich hatte nach einer Trennung von meiner Partnerin auch einmal sehr schlimme Depressionen. Wollte zu einem Psychologen. Der verwies mich jedoch an eine städtische Einrichtung, die anhand von Sitzungen klären sollte, ob ich Therapie benötigen würde. Mach Dich doch mal schlau, ob es in Deinem Ort auch so etwas gibt. Zu diesen "Gesprächen" kannst Du so oft gehen wie Du magst. Hat sehr geholfen.

Eine Ferndiagnose ist immer schwierig. Aufgrund deines familiären Umfelds, solltest du mit deinem Hausarzt sprechen. Es gibt sehr gute Therapeuten, die dich in dieser Zeit professionell begleiten und unterstützen. Falls du mit deiner damaligen Psychologin zufrieden warst und auch Vertrauen zu ihr hattest, solltest du nochmal zu ihr gehen.

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