Kind klammert

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Es liegt nahe, dass das Kind durch den Tod der Oma Ängste entwickelt hat, die es nun auf die Mutter projeziert. Sprich: die Oma ist nicht mehr da, hoffentlich bleibt Mama wenigstens bei mir. Es ist deshalb eine äußerst schwierige Zeit. Die Mutter könnte mit dem Kind eine klärende Aussprache führen, ihm erklären, dass sie ihn nicht verlassen will, sich auch gerne um ihn kümmert, jedoch von Zeit zu Zeit auch alleine etwas unternehmen möchte. Das ist nicht nur gut für sie selbst, sondern auch für das Kind, weil sie dann viel entspannter dem Alltag und den Sorgen mit ihrem Kind begegnen kann. Erklärungen allein sind natürlich nicht genug, sie muss ihre Freizeit oder andere außerhäusliche Verpflichtungen durchsetzen. In der Anfangszeit wäre es hilfreich, auf fremde Aufsichtspersonen zu verzichten, der Vater sollte das übernehmen. Das Kind wird sich wohl dagegen wehren, dass die Mutter das Haus verläßt, aber er wird sich auch daran gewöhnen, wenn sie es konsequent tut und sich nicht beirren läßt. Ich möchte sogar soweit gehen und sagen, das Handy der Mutter bleibt ausgeschaltet. Der Junge muss sich daran gewöhnen, dass die Mama nicht jederzeit erreichbar und für ihn greifbar ist. Der Vater hat in dem Moment die Aufsicht und deshalb ist ein ständiges Anrufen bei der Mutter nicht nötig. Es verlängert nur den "Abschiedsschmerz". Es klingt vielleicht ein wenig hart, aber ich spreche aus eigener Erfahrung. Meine Kinder wollten teilweise nicht einmal ohne mich in der KITa bleiben, es gab jedesmal Kämpfe und Weinen. Aber wir blieben hart und es dauerte gar nicht soo lange, bis alles seinen gewohnten Gang weiter ging. Alles Gute für Deine Freundin.

Liebe Johanna, wenn ein 9-jähriger Junge so klammert, stecken gravierende Gründe dahinter. ich meine das es sich um Verlustängste handelt, von Seiten seines Vaters, der als Schichtarbeiter wohl sehr wenig Zeit mit seinem Kind, der Familie verbringen kann und vor allem der Verlust seiner Großmutter.da er öfters die Nächte und wahrscheinlich auch seine Freizeit bei ihr verbracht hat, ist der Verlust um so schmerzlicher.Ich rate dringend, einen Kindertherapeuten aufzusuchen, um den Verlust der Oma, aufzuarbeiten, Trennungsarbeit zu leisten.Da Kinderherzen sehr empfindlich sind, rate ich professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Weiterhin braucht der Junge das Gefühl, meine Familie steht hinter mir, wichtig ist es, dem Kind gut zuzuhören,dadurch bekommt er Schutz, Klarheit und Geborgenheit, auch wenn er sich höchstwahrscheinlich im Anfangsstadium der Pubertät befindet. ich wünsche alles Gute, liebe Grüße, Sarina

Im Prinzip entwickelt ein Kind dann Angst, wenn die gewohnte Umgebung oder der gewohnte Tagesablauf zu oft oder zu einschneidend verändert wird. Deswegen lieben Kinder Rituale wie bestimmtes Essen, immer die gleichen Geschichten etc. In der mittleren Kindheit (8-11 Jahre) kann eine Verunsicherung durch schlechte Leistung in der Schule oder im Sport dazu kommen.

Falls sich das Klammern durch eine bestimmte Ritualisierung des Tagesablaufs und/oder durch Verbesserung der Leistungen in Schule oder Sport nicht bessern sollte, wäre ein Gespräch in einer Familienberatungsstelle angebracht.

Warum habe ich grundlos seltsame Ängste?

Hallo ihr Lieben

Die Frage ist vielleicht ein wenig komisch und ich hoffe ihr versteht was ich meine. Ich gebe mein bestes, um es euch so verständlich wie möglich zu machen.

Ich habe generell nicht vor etwas Angst, ausser vor Insekten, aber ich denke das ist normal :D Ich würde sogar behaupten, dass ich die mutigste unter meinen Freundinnen bin. Ich traue mich im dunkeln im Keller, kann nachts alleine nach Hause gehen, mit fremden Männer sprechen. Alles kein Problem für mich. Es kommt selten vor, aber manchmal habe ich ganz plötzlich so dumme Gedanken. Zum Beispiel ich bin in der Wohnzimmer am Buch lesen, ganz friedlich. Plötzlich kommt mir der Gedanke, dass mir ein paar Zähne fehlen. Oder dass meine Organe verfaulen. Ich hatte sogar Tage, an denen ich mich nicht getraut habe meine Augen zu öffnen, weil ich dachte sie würde sonst platzen. Das ist nicht nur auf meinen Körper bezogen so. Manchmal ganz plötzlich habe ich den Gedanken, dass ein wichtiger Person einen Unfall hat oder stirbt. Ich hatte schon paar mal einen Nervenzusammenbruch und habe so geweint, weil ich dachte mein Bruder sei gestorben. Vorgestern sind zwei Freundinnen und ich unterwegs gewesen. Später kam dann die Mutter von einer uns mit dem Auto abholen. Bei der Fahrt haben wir einen für mich fremden Weg genommen. Plötzlich kam mir der Gedanke, dass sie mich in die pyschiatrische Klinik bringen wollen. Aber dann dachte ich, dass sie mich vielleicht umbringen wollen oder mich irgendwo aussetzen wollen. Ich habe öfters den Gedanken, dass mich Leute zwangseinweisen wollen oder dass ich "aufwachen" werde und schon längst in der Klinik bin und das dieses Leben von mir nur in meinem Kopf abspielt. Ich merke selbst wie unlogisch meine Ängste sind. Ich bin nicht dumm. Aber in diesen Augenblick erscheinen sie mir so richtig. Vielen Dank fürs Lesen. Ich hoffe sehr, dass ihr mir helfen könnt. :)

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Sehr schnell außer Atem - Angst vor Herzproblemen / Infarkt?

Hallo!

Ich habe seit einiger Zeit das Gefühl schnell außer Atem zu sein. Z.B. nach dem Treppen steigen. Dann denke ich mein Herz schlägt deutlich stärker wie sonst und ich schnaufe als hätte ich gerade Sport gemacht. Allerdings ist das nicht immer so. Manchmal glaube ich es ist nur dann so schlimm wenn ich daran denke. Seit einigen Monaten habe ich schon oft das Gefühl etwas schlecht Luft zu bekommen. Auffallen tut mir das aber fast nur morgens wenn ich im Bus sitze, dass wenn ich durch die Nase atme ich das Gefühl habe ich bekomme schlechter Luft. Aber wenn ich versuche an was anderes zu denken ist es weg.

Was mich im Moment am meisten beunruhigt ist wie gesagt das außer Atem sein nach dem Treppensteigen. Und auch in ruhe habe ich oft das Gefühl in meiner Brust "ist irgendwas", als würde ich ständig mein Herz merken. Keine schmerzen und auch kein richtiges Engegefühl, einfach so ein Gefühl als merke ich ständig mein Herz.

Man muss dazu sagen, vor ca. 3-4 Jahren hatte ich mal eine Phase mit häufigen Herzbeschwerden. Herzrasen, Herzstolpern, Atemnot, Brustenge, fast alle Herzinfarkt Symptome durch. EKGs, Langzeit EKG, Belastungs-EKG, Blutuntersuchungen und Ultraschall war damals aber unauffällig und ich merkte immer mehr, dass es die Psyche ist/war. Habe das nach einiger Zeit gut in den Griff bekommen und keine Probleme mehr gehabt.

Nun habe ich große Angst, dass das ganze wieder anfängt. Damals hat es mein Leben sehr eingeschränkt, und ich habe einfach Angst so etwas wieder zu bekommen.

Wann sollte ich mir denn bezüglich meiner Symptome Sorgen machen? Wann zum Arzt? Mit 26 kann ich mir auf der einen Seite nicht vorstellen etwas mit dem Herzen zu haben, gerade wenn vor ein paar Jahren noch alles gut war. Auf der anderen Seite habe ich aber Angst, dass doch etwas ist.

Noch kurz ein paar Eckdaten: Ich bin wie gesagt 26, sehr schlank (73kg bei 1,80), nichtraucher seit 6 Jahren, davor ca. 1,5 Jahre geraucht, kaum Alkohol, Essen mehr oder weniger außgewogen, nicht ungesund zumindest.

Ich hoffe mir kann hier jemand Tipps geben wie ich am besten damit umgehe um das schnell wieder los zu werden. Oder ob ich doch nochmal zum Azrt gehen soll.

Vielen dank!

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