Große axiale hiatushernie?

2 Antworten

Die angegebenen Diagnosen sprechen eher für eine Magenspiegelung !

Ob wegen der Hiatushernie eine OP erforderlich sein wird, richtet sich nach Art und Dauer der Beschwerden.

Die Gastritis und Duodenitis wird diätetische Behandelt, eventuell auch mit einem Protonen-Pumpen-Hemmer.

Du wirst das alles mit Deinem Hausarzt besprechen müssen

Habe seit gestern die Ergebnisse einer darmspieglung

Das wäre aber sehr verwunderlich, wenn das Ergebnisse einer Darmspiegelung wären. Denn das was da beschrieben wird, ist alle im/am Magen bzw. Dünndarm zu finden. Das kann man also alles nur bei einer Magenspiegelung feststellen.

Eine Hiatushernie ist ein Zwerchfellbruch. Ob da operiert werden muss oder nicht, hängt immer vom individuellen Fall und dem Ausmaß der Beschwerden ab. Es gibt Menschen, die eine große Hernie haben aber keine Symptome, andererseits gibt es auch welche, die mit einer kleinen Hernie große Probleme haben. Nur wegen Verstopfung und einem aufgeblähten Bauch wird sicher niemand operieren. Denn man muss auch bedenken, dass so eine OP ein großer, nicht einfacher Eingriff ist. Deswegen sollte man m.E. eine OP immer nur als ultima ratio ansehen und vorher alle konservativen Therapiemaßnahmen über einen ausreichenden Zeitraum ausprobiert haben.

Eine Antrumgastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut im Bereich des Antrums . Das ist der letzte Teil des Magens bevor es dann in den Zwölffingerdarm geht (kannst ja mal nach Bildern googeln).

In erster Linie wird man sicher erstmal die Standardtherapie ausprobieren. Das ist die Gabe sogenannter Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI), umgangssprachlich Säurehemmer genannt, wie z.B. Pantoprazol, Omeprazil, Esomeprazol o.ä.

Zugleich muss man als Patient aber auch seine Ernährungsgewohnheiten und den Lebensstil anpassen. Also z.B. leicht verdauliche Kost, säurehemmende Lebensmittel bevorzugen, lieber mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt als eine oder zwei große, keine scharfen Sachen, nichts stark Gewürztes etc. (entsprechende Listen mit Empfehlungen findest du zahlreich im Netz). Außerdem kein Alkohol, kein Nikotin, ggf. Gewichtsreduktion und Stress vermeiden.

Gegen die Verstopfung könntest du sog. Weichmacher ausprobieren, wie z.B. Dulcosoft (damit komme ich gut zurecht) oder Movicol o.ä. Das sind keine Abführmittel im eigentlichen Sinne und können deshalb auch regelmäßig angewendet werden. Ansonsten sollte man natürlich auch viel trinken und sich regelmäßig ausreichend bewegen.

Bei zu viel Luft im Bauch könntest du auch mal Mittel wie z.B. Sab Simplex oder Lefax ausprobieren. Das sind Mittel, die die Luft im Bauch auflösen. Des weiteren natürlich auch blähende Lebensmittel und kohlensäurehaltige Getränke meiden. Wenn ich zu viel Luft im Bauch habe, hilft mir immer auch ein warmes Körnerkissen auf dem Bauch verbunden mit einer leichten Bauchmassage sehr gut.

Aber grundsätzlich solltest du die für dich geeignete Behandlung natürlich mit deinem behandelnden Arzt besprechen. Dass ein Hausarzt keine Termine vergibt, habe ich aber noch nie gehört. Da solltest du nochmal nachfragen, ggf. auch mal ohne Termin hingehen, wenn es eine offene Sprechstunde gibt. Ansonsten versuche nochmal mit dem Gastroenterologen, der die Spiegelung gemacht hat, zu sprechen. Irgendjemand muss dir ja sagen, wie es für dich weitergeht.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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