Anämie & Gastritis ohne Medikamente behandeln?

2 Antworten

Ich hatte auch lange Probleme mit einer Gastritis bzw. habe es sogar immer noch. Eine Anämie hatte ich nicht, aber ich glaube, wenn du eine richtige Anämie hast, dann wirst du das ohne Eisentabletten nicht in den Griff bekommen. Es ist natürlich richtig, dass die Medikamente den Magen belasten, aber wenn du zu wenig Sauerstoffträger im Blut hast durch einen Eisenmangel, dann ist das nicht so einfach von der Hand zu weisen und sollte auch behandelt werden, davon kannst du wirklich richtig krank werden. Kaffee würde ich mal ganz weglassen, das habe ich auch einsehen müssen und die Zigaretten müssen auch weg, ich weiß das ist super schwierig, aber nur dann kann es deinem Magen besser gehen. Heilerde ist eine gute Idee, das habe ich auch eine Weile eingenommen, es gibt spezielle, die ist sehr fein und die kann man in Wasser auflösen. Wobei ich sagen muss, ich fand die auch nicht so ganz leicht verdaulich, musst du mal ausprobieren, ob du damit zurecht kommst. Es wäre sicher ratsam wieder eine Versicherung abzuschließen, aber das musst du natürlich selbst entscheiden. Rezeptfreie Eisenpräparate sind in Apotheken oder Drogerien auch zu erhalten. Aber wichtig ist ja den Eisenspiegel im Blut kontrollieren zu lassen.

Hallo! Offensichtlich hat ja noch ein Arzt die Diagnose des Eisenmangels und der Anämie gestellt. Warum hast du diesem nicht gleich gesagt, dass du - wenn möglich - das ganze lieber ohne Chemie und stattdessen mit natürlichen Produkten behandeln möchtest?

Wobei ich mir vorstellen kann, dass er das ohnehin abgelehnt hätte. Wenn du eine schwere Anämie hast, dann kannst du diesen Mangel nicht einfach nur mit gesunder Ernährung o.ä. beheben. Dann ist die Gabe von Eisenpräparaten dringend notwendig. Ich habe die FerroSanol auch nicht vertragen (habe auch eine Gastritis) und habe daraufhin dann Eisenspritzen bekommen, die ich auch gut vertragen habe. Dadurch habe ich meine Anämie sehr schnell in den Griff bekommen.

Vielleicht solltest du die Beipackzettel einfach gar nicht lesen? Und erstmal abwarten, ob es überhaupt zu Nebenwirkungen kommt. Die müssen nämlich gar nicht unbedingt auftreten. Aber wenn man sozusagen darauf wartet, dann kriegt man die natürlich eher. Also lieber den Beipackzettel nicht lesen und erst dann herausholen, wenn es zu irgendwelchen Beschwerden kommt. Dann kann man immer noch nachsehen, ob es da dann vielleicht einen Zusammenhang gibt.

Wichtig bei der Behandlung der Anämie ist auch, dass regelmäßig Kontrollen des Blutbildes stattfinden. Das wäre bei dir ja dann auch nicht möglich.

Zeitgleich zur Behandlung der Anämie solltest du natürlich auch die Gastritis behandeln (lassen). Hat der Arzt dir dagegen nichts verschrieben? Die geht auch nicht so ohne weiteres von alleine weg. Und solange die Gastritis nicht behandelt wird, stellt sie immer auch eine Ursache für deine Anämie dar, da es zu Mini-Blutungen im Magenbereich kommen kann, die man selber gar nicht bemerkt.

Zur Behandlung der Gastritis kannst du natürlich Heilerde versuchen. Du musst aber auf jeden Fall auch deinen Lebensstil/deine Ernährung umstellen. Kaffee und Nikotin als "Grundnahrungsmittel" sind absolut falsch. Hierauf sollte man bei einer Gastritis komplett verzichten! Du solltest lieber auf eine gesunde Ernährung achten, leichte Kost, aber nichts scharfes oder scharf angebratenes z.B.

Zum Thema Krankenversicherung: Ich hoffe du weißt, dass es in Deutschland eine Versicherungspflicht gibt, in der gesetzlichen schon seit 2007, in der privaten Versicherung seit 2009. Lies dir dazu auch mal den Bericht der Verbraucherzentrale durch: http://www.vz-nrw.de/Rueckkehr-in-die-Krankenversicherung-1

"Es gibt immer noch Menschen in Deutschland, die keine Krankenversicherung haben. Und dies, obwohl längst eine Krankenversicherungspflicht für alle eingeführt wurde. Alle Menschen, die ohne Krankenversicherung sind, können und müssen sich versichern. Auch diejenigen, die aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehren.

In der gesetzlichen Krankenversicherung besteht seit April 2007 Versicherungspflicht für Menschen, die keinen Krankenversicherungsschutz haben und der gesetzlichen Krankenversicherung zuzuordnen sind. Seit Januar 2009 gilt die Versicherungspflicht auch für Menschen, die der privaten Krankenversicherung zuzuordnen sind (zum Beispiel Selbständige). Die private Krankenversicherung muss die ambulante und stationäre Heilbehandlung umfassen, dabei darf die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung den Wert von 5.000 Euro nicht übersteigen. Als Alternative ist auch eine Versicherung im so genannten Basistarif möglich."

Man meint vielleicht, dass man durch den Verzicht auf eine Krankenversicherung Geld sparen kann, aber das ist eine massive Fehleinschätzung. Denn wie schnell kann es passieren, dass man eine ärztliche Behandlung braucht. Sei es nach einem Unfall oder in so einem Fall wie bei dir jetzt. Und wenn man dann die Rechnungen selber zahlen muss, wird es um ein vielfaches teurer. Außerdem muss man bei einem Wiedereintritt in die Kasse die Beiträge für die Zwischenzeit nach-entrichten. Und zudem riskierst du auch noch ein Bußgeld.

("Keine Krankenversicherung trotz Versicherungspflicht?

Wer sich nicht krankenversichert, muss nicht mit einem Bußgeld rechnen. Hat sich jedoch ein bislang Unversicherter nach dem Eintritt der Pflicht zur Versicherung nicht versichert und braucht später eine Behandlung, könnte es für ihn teuer werden. Dann nämlich schuldet er der Krankenkasse oder Versicherung, die seine Behandlungskosten übernehmen muss, die seit Beginn der Versicherungspflicht nicht bezahlten Beiträge. Zusätzlich können sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenversicherungen Säumniszuschläge erheben." Link s.o.)

Sorge also erstmal dafür, dass du wieder eine Krankenversicherung bekommst, damit du dich behandeln lassen kannst. Das ist sehr wichtig in deinem Fall. Und dann verzichte auf Kaffee und Zigaretten und sorge für eine gesunde Ernährung. Damit hast du dann schon sehr viel gewonnen.

Viele Grüße

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