Wie bekomme ich eine Beschneidung bezahlt?

5 Antworten

Eine Beschneidung wird von den Kassen nur übernommen, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Die muss nicht unbedingt organisch sein (Phimose usw.), sondern kann auch psychisch begründet sein und akzeptiert werden. Wenn jemand (ich kannte so einen Fall) seelisch unter einer sehr langen Vorhaut leidet, nämlich so, dass er sich in der Öffentlichkeit derart schämt (zum Beispiel beim gemeinsamen Duschen nach dem Sport oder der Arbeit, sowie in der Sauna, am FKK oder sogar bei sexuellen Kontakten), sodass er dadurch alle diese Kontakte meidet und sich dadurch seine gesamte Persönlichkeit verändert, liegt eine medizinische Notwendigkeit vor und die Beschneidung übernimmt die Kasse. Die Entscheidung dafür liegt letztlich bei den Ärzten, was ja dann auch dokumentiert wird. Nur die Begründung "ich finde das störend oder unhygienisch" reicht nicht aus. Es ist hier schon richtig erwähnt, dass du dich vor deinem Entschluss gut mit dem Wunsch der Beschneidung auseinandersetzen musst und Vor- und Nachteile, die für den Einzelnen recht unterschiedlich bewertet werden könnte, genau informierst. Was für den Einen als Nachteil empfunden wird, könnte genau aus diesem Grund für einen Anderen ein Vorteil bedeuten. Deshalb ist es auch sehr schwer, als Außenstehender in eine bestimmte Richtung zu beraten, wie etwa "mach das auf jeden Fall" oder "lass das unbedingt". Welche Bedeutung die Beschneidung für den Einzelnen hat, kann ganz unterschiedlich sein. Du wirst immer Gegner und Befürworter finden. Letztlich ist es deine Entscheidung und wenn du es wirklich willst und kein medizinischer Grund vorliegt, dann such dir einen preiswerten, aber guten Arzt und bezahle es selbst. Für persönliche Wünsche die Allgemeinheit zur Kasse zu bitten, finde ich auch sehr unsozial. Viel Glück! 

Hallo,

normalerweise wird dies nur bei einer Vorhautverengung von der Krankenkasse übernommen.

Du könntest Dich von Deinem Hausarzt zum Urologen überweisen lassen.

Evtl. ist der Urologe ja bereit eine Phimose zu diagnostizieren und mit der Krankenkasse abzurechnen.

 

Große Hoffnung würde ich mir jedoch nicht machen, denn Du wirst wharscheinlich selber bezahlen müssen.

Wenn der Arzt etwas diagnostiziert, was nicht da ist, nur um ihm die Kosten zu ersparen, ist das ein Abrechnungsbetrug.

Arbeitende zahlen ihre Beiträge nicht für sowas!

wenn Du keine medizinische Diagnose ( wie Vorhautverengung ) hast, wird die Krankenkasse nicht zahlen.

''Ich empfinde es als Unhygienisch und Störend.

Sind dies vielleicht Gründe, für die Krankenkasse, die Kosten für die OP zu übernehmen?''

- Nein, nur wenn der Arzt krankhafte Veränderungen feststellt.

Das könntest du noch bereuen.

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