Was kann Lärchenextrakt wirklich und gibt es bei normaler Einnahme irgendwelche Nebenwirkungen?

2 Antworten

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Lärchenextrakt wird in Europa noch nicht lange zur Prophylaxe und zukünftig vielleicht auch zur Therapie von Krankheiten genutzt. Das hat einerseits mit langwierigen Zulassungsverfahren bei der Herstellung neuer Phytopharmaka aber auch teilweise mit Desinteresse der Pharmaindustrie an Arzneimitteln aus Pflanzen zu tun. Diese können nämlich nicht mit Patenten geschützt werden und es sind nicht die Riesengewinne wie bei synthetischen Medikamenten zu erzielen. Der Extrakt aus der Lärche nennt sich Dihydroquercetin oder auch Taxifolin. Er wird in unterschiedlichen Reinheitsstufen produziert. Für Präparate zur Behandlung von Krankheiten kommt eigentlich nur der reine Wirkstoff in Frage. Eine Vielzahl von Studien belegt, dass tatsächlich Wirkungen nachgewiesen wurden. Hierzu zählen neben der erwähnten kardiovaskulären Erkrankungen (Bluthochdruck und andere Störungen des Herz- Kreislaufs) auch die Hemmung von Entzündungen, eine Stabilisierung des Immunsystems sowie die Wachstumshemmung bestimmter Tumorkrebszellen. Auch eine Reduktion der Virulenz bestimmter Krankenhauskeime sowie die Wirkungsverbesserung von herkömmlichen Antibiotika wurde nachgewiesen. Nebenwirkungen als solche sind bisher nicht bekannt geworden. Im Gegenteil scheint Lärchenextrakt Nebenwirkungen anderer Medikamente und auch Giftstoffe im Körper zu "neutralisieren" bzw. abzuschwächen.

Ja, dem kann ich nur zustimmen. Ich nehme seit 2 Jahren Flarix+C und alles ist gut bei mir, vor allem der Blutdruck und die Haare.

@roxxanna

Hab gelesen, aus den USA gibt es ResistAid, soll wesentlich billiger sein, dafür ist dann auch bloß Zucker enthalten...? "ResistAid™ consists of the soluble fiber arabinogalactan ... arabinogalactan is a biopolymer consisting of arabinose and galactose monosaccharides." Was die Amis den Leuten nicht alles andrehen!

http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Medikamente/Phytopharmaka/Forum/114629.php

Keine Nebenwirkungen bisher bekannt

Lärchenextrakt (Taxifolin) ist prinzipiell als Polyphenol zu sehen, also strukturell und in der Wirkung ähnlich wie OPC, Traubenkernextrakt, Grüntee, usw. Es ist eine reduzierte Form, Quercetin relativ dazu eine oxidierte Form, Studien zu anderen Biomolekülen (z.B. CoQ10) zeigen, dass reduzierte Wirkstoffe oft besser aufgenommen und besser bioverfügbar sind. Interessant ist, dass Quercetin-Derivate die Wirkung von anderen Polyphenolen verstärken können, das ist mir zumindest bei Resveratrol bekannt. Nebenwirkungen von Lärchenextrakt (zumindest in hochreiner Form) sind nicht bekannt, im Gegenteil, es werden Nebenwirkungen anderer Medikamente sogar abgeschwächt.

Ja, ich denke auch, daß man von Taxifolin noch hören wird. Mich verwundert, so wenig bis gar nichts darüber in der einschlägigen "Gesundheitspresse" wie der Rentner-Bravo (Apotheken-Umschau) u.a. zu lesen.

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