Warum sagen Ärzte das Fleisch unbedingt essen soll?

8 Antworten

Frag drei Ärzte, kriegst du vier Antworten.

Iss doch was du willst, wenn es dir dabei gut geht. Und lass andere auch essen was sie wollen. Da braucht man doch nicht drüber zu diskutieren. Respektieren reicht völlig.

Weil Fleisch (mager) gesund ist. Das enthaltene Eiweiß hat eine hohe biologische Wertigkeit und enthält viele Vitamine und Mikronährstoffe

Weil manche Ärzte ihren Patienten nicht zutrauen sich darüber zu informieren, wie man eine ausgewogene pflanzliche Ernährung gestaltet, und das auch umzusetzen. Sie halten es für das kleinere Übel, wenn die Leute stattdessen die Zivilisationskrankheiten eines zu hohen Fleischkonsums riskieren. Solche Patienten sind dann auch treue Stammkunden.

Meaglon  26.04.2020, 15:42

Oder weil sie der Meinung sind dass man Leute nicht uninformiert lässt. Fleisch ist ein Bestandteil der menschlichen Ernährung, auf den man zwar verzichten kann, jedoch läuft man dabei schnell Gefahr sich mangelhaft zu ernähren. Desweiteren ist die Lebensqualität eines Vegetarier theoretisch geringer als die eines Omnivoren

BerwinEnzemann  26.04.2020, 16:08
@Meaglon

Man kann sich ohne weiteres vegetarisch oder sogar vegan ausgewogen ernähren. Es braucht nur ein bisschen Grundwissen. Wenn du tatsächlich der Meinung bist, Ärzte sollten Patienten informieren, dann solltest du auch wollen, dass sie darüber informieren.

Meaglon  26.04.2020, 16:58
@BerwinEnzemann

Das das geht habe ich nie geleugnet, man kan auch ein Kind ohne es zu stillen großziehen. Das Problem ist das viele die sich vegetarisch oder vegan ernähren sich zuvor nicht gut genug informiert haben und deshalb nur über ein gefärliches Halbwissen verfügen. Ich persönlich will das sich die Leute über dieses Thema informieren wenn sie vorhaben zukünftig nur noch zu grasen. Und dass der verzicht auf Fleisch mit einer verminderten Lebensqualität einhergeht ist offensichtlich

BerwinEnzemann  26.04.2020, 18:11
@Meaglon

Da sind wir uns durchaus einig. Aber wenn ein Arzt dann einfach nur von einer vegetarischen oder veganen Ernährung abrät, anstatt aufzuklären auf was man alles achten muss, ist das doch nur kontraproduktiv. Die Menschen die es machen wollen tun es trotzdem, aber ohne die nötigen Informationen. Besser wäre wenn Ärzte sagen: "Okay, kann man machen, aber Sie müssen sich gut informieren und auf jeden Fall das und das und das beachten".

Es geht allein um die Mikronährstoffe und andere Dinge, die in höchster Bioverfugbarkeit für den Menschen enthalten ist.

Die Eisenspeicher sind bei den meisten geleert, die kein Fleisch und tierische Produkte essen und andere Vitamine.

Man muss nicht viel Fleisch essen, es würde regelmäßig Leber reichen. Durch die ungesunde Ernährung heutzutage besitzen aber auch sehr viele Fleischesser verschiedene Mängel (zb Vitamin A).

In Fleisch sind außerdem in große Zahl Peptiden vorhanden (Blutdrucksenkend).

- Carnosin = schützt vor Verzuckerung unserer Proteine und ist einer der stärksten Mittel und ist auch ein Antioxidant, das es nur im Fleisch gibt.

Das kommt mit Anserin.

- L-Carnitin

- Kreatin

- alpha liponsäure

- hoch bioverfügbares Zink

- hohe Mengen an Glutathion

- Taurin

- Q10

- Spermidin

Es ist selbst mit Fleisch und gesunder Mischkost ziemlich schwer den täglichen Bedarf aller Nährstoffe zu decken, wie ist es dann erst ohne Fleisch

BerwinEnzemann  25.04.2020, 19:05

Das ist alles ein ziemlich zweischneidiges Schwert. Fleisch enthält auch viele gesättigte Fettsäuren, die Arteriosklerose begünstigen. Den Eisenbedarf vor allem mit Fleisch zu decken, scheint auch nicht sehr gesund zu sein:

"Wie zahlreiche Studien gezeigt haben, ist eine hohe Hämeisenzufuhr aus Fleisch und Fleischprodukten mit verschiedenen Krankheiten assoziiert, einschließlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebserkrankungen."

https://www.diagnostisches-centrum.de/fach-infos/gemischtes-vermischtes/130-fachartikel/fachartikel-eisenstoffwechsel/1312-gesundheitsrisiko-haemeisen

"Chinesen, die gern und häufig Fleisch essen, erkranken einer prospektiven Beobachtungsstudie im American Journal of Epidemiology (2017; doi: 10.1093/aje/kwx156) zufolge häufiger an einem Typ 2-Diabetes. Das Risiko ließ sich teilweise auf den Eisengehalt des Fleisches zurückführen."

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/78093/Fleisch-und-Eisen-erhoehen-Diabetesrisiko

Zakir21  25.04.2020, 19:19
@BerwinEnzemann

Die Dosis macht das Gift. Bezüglich gesättigte Fettsäuren gibt es nicht nur negative Aspekte.

Ich bin gegen jegliche Ideologie wobei mir aber Paleo am besten erscheint, nur sehe ich es da mit Hülsenfrüchte anders.

Männer haben oftmals zuviel Eisen, das ist ein Problem aber Frauen meist zu wenig, auch wegen Blutungen.

Aus einzelne Studien leite ich mal keine Urteile ab, da dort zu viele Faktoren eine Rolle spielen aber guter Input

oopexpert  26.04.2020, 00:25
@Zakir21

Danke. "Die Dosis macht das Gift". Als ob man jeden Tag 2 Steaks essen würde...

Zakir21  26.04.2020, 00:52
@oopexpert

Es hängt ja nicht nur vom Fleischverzer allein ab, sondern von vielen anderen Faktoren. Beispielsweise reicht es nicht Tierfett mit irgendeiner Krebsart zu assoziieren.. Vllt liegt es auch an andere Gründe, die durch den Fleischkonsum einfach verstärkt werden. Beispielsweise hat man jahrelang Kohlenhydrate verteufelt, was langsam wieder in Trend kommt durch diese ganzen Nocarb/ketogen Gurus... Mittlerweile ist aber klar, daß vorallem die Mischung von viel Kh mit viel Fett (vorallem gesättigt) eine aus der biochemischen Sicht scheiß Mischung ist.

Wenn man sagt, daß Frauen beispielsweise erhöhtes Brustkrebsrisiko hat, dann stimmt dies komischerweise nur in der western diet - die sich durch zuviel Fett mit zuviel raffinierten Kohlenhydrate auszeichnet, oft sind diese Leute auch etwas Übergewichtig und ernähren sich auch sonst ungesund.

Denkt mal nach - Hüftspeck.. Wo wird Östrogen gebaut - wie wird die Konzentration freier Fettsäuren im Blut reguliert.

Usw usw

oopexpert  26.04.2020, 00:55
@Zakir21

MIR ist das klar, dass wir es hier mit multiplen Faktoren zu tun haben. Dem Fleisch essen alles Böse zuzuordnen ist zu eindimensional gedacht.

Das Gros der sog. Ärzte streift im Studium das Thema "Ernährung - bestenfalls - stundenweise...

Auch Ärzte werden in der "Ausbildung" indoktriniert und manipuliert - von der sog. Schulmedizin, der Pharmaindustrie, der sog. "Lebens"mittelindustrie, Politik und so fort !

Wenige ihrer Zunft sind es bisher, die diese Mythen hinterfrag(t)en - zum Glück werden es jedoch immer mehr...;)

Im Übrigen "leben" auch die meisten sog. Ärzte von krankgefutterten und -therapierten - weil indoktrinierten - sog. "Patienten" !

Die sog. "Zivilisationskrankheiten" entspringen sicherlich nicht der pflanzlichen Lebensweise - im Gegenteil...