Wann ist eine Aspirin aus dem Blutkreislauf?

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Aspirin ist ein schmerzstillendes, entzündungshemmendes und blutgerinnungshemmendes Medikament.

Schmerzlinderung, Entzündungshemmung: Eine Aspirin wirkt circa 4-6 Stunden, dann kommt der Schmerz im allgemeinen wieder. Blutgerinnung: Aspirin verändert die Oberfläche der Thrombozyten (Blutplättchen), so dass sie bei "Gerinunnngsfällen" nicht mehr aneinander kleben (Mechanismus: Thrombos erkennen Gefäßrauheiten, wie z.B. bei Wunden, und lagern sich wie Geldstücke in einer Geldrolle aneinander, spinnen sich zu langen Fäden und verknäulen sich. So entsteht ein roter Blutstillungspropfen, der nach einer Verletzung für eine kurze Zeit wegstreichbar ist, dann fängt es wieder an zu bluten). Diese Herabsetzung der "Klebefreudigkeit" ist irreversibel und man wartet ca. 8-10 Tage, bis neue Thrombozyten die reguläre Blutstillung wieder normalisiert haben.

Deine Frage ist sehr allgemein. Vielleicht meinst Du nicht die Dauer der Wirkungen sondern den "Verbrauch" des Medikamentes.

Acetylsalicylsäure hat eine Plasmahalbwertszeit von ca. 20 Minuten. Seine Metaboliten (die auch wirksam sind) verfügen über eine Plasmahalbwertszeit von 2-3 Stunden. So kommt die Dauer der Schmerzstillung zustande.

Die Metaboliten, die für die Entzündungshemmung verantwortlich sind, haben ein Plasmahalbwertszeit von ca. 20 Stunden. Ist also Entzündungshemmung gefragt, reicht eine Tablette am Tag aus.

Bezüglich der Gerinnungshemmung ist es sogar nur eine relativ kurze Wirkdauer, obwohl seine Wirkung lange anhält (eben 8-10 Tage). Aber das liegt an der Lebensdauer der Thrombozyten und nicht des ASS. Hier gilt: ASS kommt, wirkt und geht. Die Wirkung ist irreversibel, hat also nichts mit Halbwertszeiten zu tun.

Und dann muss man die Ausscheidung betrachten. Plasmahalbwertszeit bedeutet ja die Zeit, nach der ein Medikament zur Hälfte ausgeschieden ist. Von 500 mg ASS wäre, wieder zusammengebappt, nach 20 Minuten nur noch 250 mg da. Die Metaboliten dauern länger an. Das kann man beim ASS aber nicht beliebig weit treiben, da der Körper bestimmte Ausscheidungswege benutzen muss, damit ihm das gelingt. Diese Wege sind limitiert. So kommt es bei einer Überdosierung zu einem Aufstau/einer Ansammlung von ASS/Metaboliten im Blut, was dann zur Azidose mit "Vergiftungserscheinungen" führen kann.

LG eosine

Die blutverdünnende Wirkung soll noch mindestens 5 Tage nachwirken. Das heißt jetzt nicht, dass noch neneneswerte Mengen Acetylsalicylsäure so lange im Blut zurückgeblieben wäre, in Spuren vielleicht schon noch. Aber Operationen sollten mindestens 5 Tage später erfolgen bzw ASS besser eine Woche früher absetzen, weglassen.

hey Fckdsch, Acetylsalicydsäure (Aspirin) ist ca. 8-11 Tage im Blutkreislauf nachweißbar und verdünnt in der Zeit das Blut... wenn man danach nichts mehr davon nimmt ist Die Aspirin verbraucht :D beantwortet das deine Frage? :)

Hast Du Dir das aus den Fingern gesogen oder woher willst Du das wissen?

@chemieprofi01

Nachweisbar ist ein Medikament, solange die Mengen nach den Halbwertszeiten nachweisbar sind. ASS ist nach 20 Minuten zur Hälfte in seine Metaboliten aufgespalten. Wenn die minimalste Nachweismenge bei 0,1 mg für "heiles ASS" liegt, gilt:

1 Tbl = 500 mg....20 min 250 mg....40 min 125 mg...60 min 62,5 mg......nach 240 Minuten ist der Nachweis unter 0,1 gefallen und damit nicht mehr möglich....

Entsprechendes gilt für die Metaboliten, die länger nachweisbar sind oder eine andere Nachweisgrenze haben.

"Verbrauchen" tut sich hier gar nix :) :) :) und die 8-11 Tage beinhalten sowieso was ganz anderes.... :) :) :)

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