Opa will nicht ins Pflegeheim

5 Antworten

Pflegestufe beantragen, Tagespflege ist begrenzt möglich, es gibt auch zeitlich begrenzte Pflegeheimaufenthalte, so dass die Eltern wenigstens ab und zu eine Pause haben. Wegen nicht leisten, gibt es ja auch Vorschriften, alles schon mal durchgecheckt? Für die Zahlung kommen nur die leiblichen Kinder auf, Schwiegerkinder und Enkel nicht, es ist auch ein Selbstbehalt vorgeschrieben, also neben der Rente und dem Pflegegeld, müssen einen Teil die Kinder bezahlen. Mal an die Krankenkasse wenden und ausrechnen lassen. Ob es Möglichkeiten gibt, weil er nicht will, weiß ich leider auch nicht.

Das ist ein ganz schwieriges Problem und ich glaube auch nicht, dass hier jemand die Patentlösung dafür haben wird. Hier können nur Vorschläge gemacht werden und/oder von eigenen Erfahrungen berichtet werden. Ich will dir daher hier erzählen, wie das damals mit meiner Oma abgelaufen ist.

Meine Oma wohnte im hohen Alter noch in ihrer Wohnung und wollte dort auch nicht weg. Meine Tante (wohnte am nächsten dran) hat sich daher um sie gekümmert. Als es meiner Tante dann Gesundheitlich auch nicht ganz so gut ging, mussten sie meiner Oma klar machen, dass sie in ein Heim für Kurzzeitpflege MUSS. Es war zwar ein Heiden Theater aber es ging halt nicht anders und meine Oma hat dann zugestimmt. In den Heim hat sie dann allerdings das Personal "springen" lassen. Wir hatten das Glück, dass das Personal dort wirklich sehr nett und verständnisvoll war und da "mitgespielt" hat. Nach einigen Wochen wurde meine Oma dann wieder nach Hause geholt. Wir dachten, sie wäre froh wieder in ihren vier Wänden zu sein, aber weit gefehlt. Plötzlich fing meine Oma an, sie will wieder ins Heim. Da hatte sie wenigstens Gesellschaft und es war immer jemand da, wenn sie Hilfe brauchte. Daraufhin konnten wir dann einen richtigen Pflegeplatz für sie suchen.

Zunächst einmal gehe ich davon aus, dass Dein Opa Pflegestufe hat. (Sollte dies nicht der Fall sein, wird es schleunigst Zeit, diese über die Krankenkasse zu beantragen !) Denn dann besteht die Möglichkeit, einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch zu nehmen. Dieser übernimmt dann - je nach Pflegestufe - einen guten Teil der praktischen Pflege. So wird der Pflegeaufwand für die Angehörigen geringer.

Selbst wenn Dein Opa in ein Pflegeheim kommen sollte (wenn es wirklich nicht anders geht), dann besteht noch immer die Möglichkeit der Kostenübernahme durch das Sozialamt. Dieses überprüft allerdings, ob Deine Eltern finanziell in der Lage sind, eine Zuzahlung zu den Kosten übernehmen zu können. Wobei die Freigrenzen an Einkommen hier recht hoch sind.

Solange dein Großvater nicht entmündigt wurde, kann er nicht gegen seinen Willen in ein Pflegeheim verbracht werden.

Aber: Deine Mutter ist nicht zur Pflege zu verpflichten. Auch wenn dein Großvater fremde Pfleger ablehnt, kann er nichts dagegen machen, wenn deine Mutter sich für eine solche entscheidet.

Das Problem wird aber wohl darin liegen, dass sie das nicht fertigkriegt. Hier käme eventuell eine stärkere Intervention von deiner Seite zum Tragen, indem du darauf bestehst, deine Mutter durch eine externe Pflegekraft zu entlasten.

Gegen ihren Willen wird aber auch das nicht funktionieren.

Wenn er nicht ins Heim will, dann müsst eine Pflegekraft von der Diakonie o.ä. halt Hausbesuche machen oder will er das auch nicht?

nein er weigert sich. Das soll seine Tochter machen, so schlimm wäre das ja alles nicht.

@NickyS33

Sorry, aber dein Opa ist wahrscheinlich schon so senil, dass er gar nicht mehr weiß, was er da sagt.

@Siebenschlaf

Dennoch darf man das nicht einfach so ignorieren.

Was möchtest Du wissen?