Muss Facharzt Bericht an Hausarzt schreiben?

8 Antworten

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Ich finde, das es bisher keine klare Antwort gegeben hat.

  • Eigentlich... , Das normalste... u.a.m. sind für mich keine klare Antwort auf die gestellte Frage.

Inm meiner Antwort kommt auch..u.a.m. nicht vor !!!

@Tigerkater

Wie bitte? Habe ich nicht verstanden.

Ja, wenn es auf dem Überweisungsträger steht und vom Hausarzt angefordert wird. Ansonsten ist es eine Grauzone.

Bei einer Überweisung zu einer Konsiliaruntersuchung muss der Facharzt zwingend einen Bericht an den überweisenden Arzt schreiben. Bei einer Überweisung zur Mitbehandlung nur dann, wenn der Hausarzt dies ausdrücklich auf der Überweisung vermerkt.Unterschreiben würde ich in keiner Praxis irgendetwas, es sei denn, ich wünsche ausdrücklich keine Nachricht an meinen Hausarzt.

Wenn Du mit einer Überweisung (egal welche Fachrichtung) zu einem anderen Arzt gehst, besteht schon länger eine Berichtpflicht. Ob den Orthopäden interessiert, was der HNO sagt, bleibt dahin gestellt, aber es ist so. Die Berichtpflicht kann umgangen werden, wenn der Patient unterschreibt, dass er das nicht wünscht oder wenn keine Überweisung vorliegt.

Als med. Fachangestellte weiß ich, dass bei einer Überweisung der Facharzt verpflichtet ist einen Bericht an den überweisenden Arzt zu schreiben. Bist du mehrere Quartale hintereinander beim FA und dein Krankheitsbild ändert sich nicht wesentlich, kann der Arzt sich von dir mit deiner Unterschrift von seiner Berichtspflicht entbinden lassen und muss deinem Hausarzt nicht immer den gleichen Brief schicken. Bist du aber jedes Quartal mit einer anderen Erkrankung bei diesem FA muss er auch jedes Quartal an den überweisenden Arzt einen Bericht schreiben.

Es ist allerdings sinnvoll, wenn alle beteiligten Ärzte einen Bericht an deinen Hausarzt gehen lassen. Wenn du bei einer späteren Erkrankungen einen Krankheitsverlauf nachverfolgen willst, müsstest du alle einzelnen früheren Ärzte anschreiben.

Auch im Notfall kann es gut sein, auf ein Gesamt-Archiv deiner Krankenakten zugreifen zu können. Ausserdem sollen dadurch Doppel-Medikamentationen und unerwünschte Wechselwirkungen von verordneten Mitteln vermieden werden.

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