Mieteinnahmen und Sozialversicherung?

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Hallo,

wenn sie mehr als 450 Euro brutto als Arbeitnehmerin verdient, es sich tatsächlich um eine Beschäftigung handelt (angemessene Vergütung, Eingliedertung in den Betrieb, etc.) und sie noch keine 55 ist, entsteht Versicherungspflicht in der GKV. Die Mieteinnahmen sind für die GKV ohne Bedeutung. Die Prüfung "hauptberuflich" (§ 5 Absatz 5 SGB V) erfolgt nur, wenn man zeitgleich Arbeitnehmer und Selbständiger ist.

Wenn ihr Verdienst als Arbeitnehmerin nicht mehr als 450 Euro brutto beträgt, kann sie nicht in die GKV wechseln. Inwieweit sich durch die Mieteinnahmen ggf. Änderungen im gewählten Tarif der privaten Krankenversicherung oder bei den Ansprüchen gegenüber dem Versorgungswerk ergeben (Hinrterbliebenenbezüge?), kann ich nicht beurteilen.

Gruß

RHW

Danke für den Stern!

Wenn meine Frau nun über 450 Euro käme könnte sie sich normal Sozialversichern und ich könnte mir dafür die private Krankenversicherung sparen.

Sofern die Frau noch keine 55 Jahre alt ist, schaut es genau so aus.

Aber wie sieht das aus mit der Sozialversicherung? Wenn meine Frau nun Mieteinnahmen von 1000 Euro hat, wird sie dann Sozialversicheungspflichtig ?

Mieteinnahmen lösen grundsätzlich keine Versicherungspflicht aus. Wenn die Mieteinnahmen jedoch höher sind als die Arbeitsentgelte könnte die Krankenversicherung allerdings die Pflichtversicherung verneinen, trotz Arbeitsentgelt über 450,- € monatlich. Dann blieben aus der Anstellung lediglich Arbeitslosen- und Rentenversicherungsbeiträge auf das Arbeitsentgelt (Gleitzonenregelung bis 850,- € Verdienst).

Kann ich Sie dann wie bisher privatversichern?

Sagte ich ja, wenn die Mieteinnahmen finanziell überwiegen, wird sie nicht versicherungspflichtig in der GKV und bleibt privat krankenversichert.

Rentenversicherungspflichtig sind Mieteinnahmen ebenfalls nicht.

Als reguläre Arbeitnehmerin ist sie pflichtversichert. Im Rentenalter wird sie wahrscheinlich "nur" den Status freiwillig gesetzlich versichert erhalten. Das heißt, dass sie dann mit ihrem gesamten Einkommen krankenversicherungspflichtig wird.

Man kann bei Fragen zu Autos auch sagen, geh in die Werkstatt! Und bei Medizinischen Fragen auch: geh zum Arzt etc.etc. / Aber welchen Sinn hat dann ein Forum ?

Gegenfrage: könnte mir ein Arzt ohne Untersuchung in einem Forum eine Behandlung empfehlen, bzw. dürfte er dies überhaupt ?

Ich denke mal nicht.

Genau so ist es auch z.B. bei Auskünften zur Steuer und zu Versicherungsfragen.

Man kann nur Hinweise zu Grundsatzfragen geben, aber eine richtige Beratung kann nur dann stattfinden, wenn man auch über die persönlichen Verhältnisse, wie auch über die bereits bestehenden Versicherungen Kenntnisse hat.

Gruß A.

@Apolon

Es ist doch klar, dass es sich hier nur um Einschätzungen handeln kann und nicht um rechtsverbindliche Antworten. Jedem dürfte auch klar sein, dass die Antwort hier nur ein kleines Puzzlesteinchen sein kann, was dazu beitragen könnte, sich ein Bild zu machen. Natürlich besteht die Gefahr (gerade in der Medizin, weil hier tatsächlich körperliche Untersuchungen erforderlich sind und nicht nur Aktenangaben) durch dieses Forum-Puzzle-Steinchen eher ein falsches Bild zu machen. Deshalb könnte man grundsätzlich den Sinn solcher Foren hier immer anzweifeln! Aber es gibt sie und mir haben diese Foren auch (und gerade die anderen Antworten zu dieser Frage) schon sehr geholfen. Wer so bescheuert ist (gerade in medizinischen Fragen) die Antworten hier als alleinigen Weg anzusehen und so zu einem falschen Bild kommt ist meiner Meinung nach selber Schuld. Ich finde es aber klug, wenn man sich versucht zusätzlich zum Fachmann den man in Anspruch nehmen sollte, auch selber ein Blid zu machen. Ich freue mich, wenn es Patienten gibt, die auch selber interessiert sind und die Dinge hinterfragen und nicht einfach blind das machen, was die Ärzte ihnen sagen. Wenn es wirklich Schwachsinn ist, was die Patienten im Internet erfahren haben, bin ich ein schlechter Arzt, wenn ich es nicht schaffe ihnne durch sachliche Erklärung den Schwachsinn wieder auszureden. Wenn es sinnvolle Anregungen sind, bereichern sie das Arzt und Patientenverhältnis. Ich gebe aber zu, dass ich irgendwie auch ihren Standpunkt verstehen kann und auch begreife wie Sie das meinen. Trotzdem ist meine Meinung aber eine Andere! Trennen Sie sich doch einfach von solchen Foren! Sie werden immer wieder auf Fragen stoßen, die Sie mit der Antwort: "Gehen Sie einfach zum Fachmann" beantworten können. Es ist nicht ihr eigener persönlicher Weg zum Ziel- und es ist auch gut so, dass jeder Mensch andere Lösungsstrategien hat!

dir wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als zu einen steuerberater zu gehen und ein ausführliches gespräch mit ihm zu führen.

Die Thematik ist ehr sozialversicherungsrechtlicher Natur. Das ist nicht Baustelle des Steuerberaters.

@kevin1905

Müssen die Sozialabgaben nicht auch über die Buchführung. Das ist doch die Baustelle des Steuerberaters oder etwa nicht ?

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