Meine Freundin möchte geschlagen werden?

6 Antworten

Ich mag auch Schläge. Solange sie nicht übertrieben sind. Ich mag blaue Flecke sehr gern, darum lass ich mich manchmal gern aufn Arm schlagen. Aber das ist nicht so schlimm! Ich meine Blut? Hmm sie bräuchte schon Hilfe. Frag sie mal ob ihr zusammen zum Arzt oder so gehen wollt. Ihr schafft das schon. Good luck.

DAs geht doch schon mal in die Richtung. Du magst dich von deinem Lieben mit der Faust auf dem Arm hauen? Was sind das für GEfühle?

@Tobiassorgtsich

Nein das ist nicht grade "befriedigend" aber ich mag blsue Flecke und darum lass ich das dazu meistens möchte ich dann auch zurück schlagen. Und dad ist ja nur meine Schwester, kein Liebhaber. Und ka die Gefuehle sind lustig. ^^

Ich würde auch sagen dass deine Freundin Hilfe braucht. Also das ist nicht mehr normal. Nur sie muss es selbst einsehen dass sie ein Problem hat. Das ist halt das schwierigste. Aber wenn du sie unterstützt kriegt sie das schon hin :)

Dafür gibt es Ursachen. Sich nicht mehr spüren zu können. Großer körperlicher oder seelischer Schmerz können alle Gefühle betäuben. Sogar beim Burnout gibt es eine "vergleichbare" Phase. Es ist also eine Reaktion Deiner Freundin.

Darum würde ich zwei Wege gehen. Der eine ist die Kommunikation. Was ist passiert? Auch wenn Dir die Vorfälle bekannt sind. Die haben sich da einen Platz im Hirn genommen. Die müssen dort verschwinden, den Erinnerungen muss ein anderer Platz zugewiesen werden.

Vor vielen Jahren kannte ich eine junge Frau, die das nicht beim Sex wollte. Ich lernte sie nach erfolgter erfolgreicher Therapie kennen. Die ist am liebsten auf den Dachboden gegangen und hat sich den Kopf an den Stützbalken eingeschlagen. Immer wieder wie ein Kopfnuss und sich halt noch mit den Händen zusätzlichen Schub gegeben. Dann fühlte sie wieder was.

Es ist hart für Dich, aber es kann sein, dass Deine Freundin beim "gewaltfreien" Sex nichts fühlt. Also sie merkt das vermutlich schon.

Als mir die Bekannte das erzählte, sagte sie nichts von Therapie usw. Es kam auch unvorbereitet dieses Thema. Allerdings - hoch lebe das Mitgefühl - war meine Reaktion wohl die Richtige und auch die von ihrem Therapeuten "empfohlene". Übrigens war es auch nach der Therapie noch eine therapeutische Aufgabe mit Menschen aus dem Umfeld darüber zu reden. Vermutlich auch um Ausreden bei Rückfällen nicht bringen zu können. Bin auf der Treppe gestürzt oder ähnliches geht dann halt nicht mehr.

Also das wohl richtige Verhalten war - Ausreden lassen. Pausen klar lassen, also nicht mit Fragen reagieren. Es geht um ihre Gedanken. Dann aber den Zeitpunkt suchen, dass Du ihr sagst, warum das für Dich so unvorstellbar ist. Also auch das erlebte, was ja die Ursache bildet. Wenn man ähnliches erlebt hat, dann kann man natürlich auch erzählen, wie man das erlebt hat und den eigenen Umgang beschreiben. Aber keine Vorschläge machen. "Versuche es doch mal so zu sehen." Das führt ja zu einer Ablehnung ihrer Person und ihrer Historie.

Wie gesagt das wäre die eine Schiene. Da solltest Du auch ganz breit über Deine Gefühle sprechen. Warum Du sie so nicht sehen möchtest, mit dem blauen Auge usw. Oder wie es für Dich ist in dem Moment wenn sie den Schmerz erfährt.

Als zweites würde ich über den Weg einleiten: Schatz, das belastet mich so sehr inzwischen, dass es Dir da so schlecht geht und ich Dir nicht wirklich zur Seite stehen kann. Bist Du einverstanden, dass ich in eine Beratungsstelle wie ProFamilia gehe. Ich brauche Dein Einverständnis aber. Denn schließlich würde ich dort ja über Dich sprechen.

Ich möchte Dich nicht verlieren und ich darf deshalb nicht vergessen auch für mich einen Umgang damit zu finden, Dir Momentan nicht so beistehen zu können.

Diskutiere das mit ihr. Bis Du nicht nur ein Ja bekommst, sondern das sie sagt, ja, es ist richtig und wichtig das Du das machst. Fange bloß nicht an "wollen wir zusammen". Sie hat es bisher nicht allein gekonnt, sich einem "Seelenstriptease" zu unterwerfen. Warum soll das jetzt anders sein?

Sprich aber mit ihr über diese Sitzungen. Auch in der Hoffnung, dass sie sagt: Ich möchte da mal mit. Freue Dich, nimm sie in den Arm, herze sie. Zeige ihr wie glücklich Dich dieser Versuch macht. Und sage auch: Es freut Dich das sie es probieren will. Du würdest auch weiterhin von ihr in der Richtung nichts erwarten. Aber Du bist an ihrer Seite. So weit wie bereit ist zu gehen.

ProFamilia oder ähnliche Vereine einfach deshalb: Es ist nicht die Schwellenangst so groß, wie in eine Praxis zu gehen. Und noch einen Hinweis. Es gibt zwei Richtungen für solche therapeutischen Dinge (jedenfalls nach meinem Wissensstand, der jetzt nicht so berauschend ist). Den Rückwärts und den Vorwärts. Mit Rückwärts meine ich, dass man sich ausspricht. Eine Analyse mit Hilfestellung. Vorwärts ist eine Verhaltenstherapie. Wie gehe ich mit dem erlebten um, das die Alltagsbelastung nicht so zum Tragen kommt.

Vermutlich werden beide Richtungen nötig sein, ob die Krankenkasse da mitspielt wird sich finden. Aber da kannst Du Dich ja bei ihrer KV schlau machen. Das ist ein grundsätzliches Thema und da werden die Dir schon das erklären. Weil wenn da die eine oder andere Hürde kommt, also wie eine Krankenkasse, dann ist es gut wenn die schon vorher abgeräumt wurde.

Ich wünsche Dir und ihr alles erdenklich Gute. Ganz überwinden wird man Vergangenheit vielleicht nicht können. Aber wenn da der Weg in eine richtige Richtung und gemeinsam gegangen wird, dann ist das wohl eine der schönsten Dinge die ein Partner für seine Partnerin tun kann. Wenn Du vorsichtig agierst wird sie das wahrscheinlich auch so sehen ;-)

P.S. Sicher werdet Ihr Euch durch diese ganz andere Beschäftigung erst einmal irgendwann irgendwie verändern. Wehe hier kommt dann, wie kann ich Schluss machen. Oder sie hat mich zum Teufel geschickt... Stellt Euch darauf ein und lernt Euch bei jedem Schritt neu lieben. Verstanden? Ab dafür ;-)

Okay, deine Freundin braucht unbedingt Hilfe, du darfst auf keinen Fall ihrem Wunsch nachgehen!

Hallo, Gewaltanwendung beim Sex kann manchmal die Lust steigern, Wenn das jedoch dazu führt das "Blut spritzt" würde ich mich verweigern. Gruß, Peter

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