Kosten für meine Wurzelbehandlung?

5 Antworten

ich habe 430 € bezahlt. Da gibt es eine Regelung, wenn der Zahn neben einer Lücke steht musst du zahlen oder den ziehen lassen, steht er aber in einer geschlossenen Zahnreihe übernimmt es die kasse. Du kannst die Behandlung immernoch ablehnen. Am besten du holst dir noch eine Zweitmeinung , dann kannst du mit Deinem Zahnarzt verhandeln.

I.d.R. zahlt die (gesetzliche) Krankenkasse bei Vorliegen bestimmter Kriterien die Wurzelbahndlung - diese Kriterien kannst Du leicht finden auf den Websites vieler Krankenkassen. Einfach mal googlen "Übernahme Kosten Wurzelbehandlung".

Nun ist es so nach meiner Recherche, dass die Kasse eine gewisse Vorgehensweise der Wurzelbehandlung zahlt. Es gibt aber in der Behandlungsmethode irgendwelche Spezialgeräte, welche z.B. die Wurzel genau vermessen usw. Diese Zusatzbehandlung: ich nenne es mal "Behandlung mit höherer Präzision und gewissen Vorteilen für den Behandler" zahlt die Kasse meist nicht.

Einige Zahnärzte möchten aber gern die Zusatzleistung verkaufen - dies zahlt dann der Patient privat. Beispielsweise kann dass für einen Zahn um die 300€ kosten (sicherlich unterschiedlich je nach Arzt). Dieses Geld kostet die Behandlung dann quasi über dass was die Kasse zahlt on top.

Ich habe z.B. auch gehört, dass es Zahnärzte gibt, welche eine Wurzelbehandlung ablehnen, wenn sie diese Zusatzleistung nicht durchführen dürfen.

Argumentiert wird natürlich immer mit der besseren Behandlungsmöglichkeit, welche die Zusatzleistung mit sich bringt. Das stimmt bestimmt auch - aber die Umsatzorientierung spielt natürlich auch eine Rolle für eine Praxis - so eine Praxis wird ja oft auch (wie eine Firma am Markt) als sogenanntes Profit-Center geführt. Sie soll Gewinn erwirtschaften.

Es gibt bestimmt Zahnärzte, welche die Gutmütigkeit der Patienten - und deren Unwissen ausnutzen. In Deutschland geniessen Ärzte traditionell Authorität, daher gibt es viele Menschen, die den Ärzten vertrauen. Wenn es dann ums Geld geht, ist natürlich blindes Vertrauen manchmal teuer. Wenn der Arzt einen Patientenstamm hat, der oft diese Zusatzleistungen zahlt, dann wird er geneigt sein, diese meist auch zu verkaufen. Hat der Zahnarzt ein eher finanzschwaches Klientel, ist er gewohnt, Behandlungen kostengünstig durzuführen.

Normalerweise sollte es jedoch so sein, dass die Kassen die Behandlungsmethode zahlen sollten, die dem Patienten nach aktuellem Stand der Medizin die beste Behandlung versprechen.

Meine Empfehlung: 1. Lasst Euch genau erklären was der Doc machen will und warum 2. im Internet informieren bzgl. der Kosten 2. Ruft gern Eure Krankenkasse an und fragt dort nach - erzählt denen was der Arzt Euch gesagt hat und lasst Euch beraten. Umso besser Ihr informiert seid, umso weniger kann man Euch übervorteilen.

Wurzelbehandlung weiterhin Kassenleistung

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen auch weiterhin Wurzelbehandlungen beim Zahnarzt. Voraussetzung ist, dass die Wurzelbehandlung dazu dient, erhaltungswürdige Zähne zu retten. Trotzdem behaupten manche Zahnärzte pauschal, die Kasse zahle keine Wurzelbehandlungen mehr, um diese Leistung bei ihren Patienten privat abzurechnen. Die Kassen warnen ihre Mitglieder, vorschnell einer privaten Behandlung durch den Zahnarzt zuzustimmen. Viele Versicherte waren wegen dieser Frage nachhaltig verunsichert. Dies hatte zu zahlreichen Anfragen in den Geschäftsstellen geführt.

Bedingung für die Übernahme der Kosten ist, dass der Zahnarzt die Zahnerhaltung im Rahmen einer Wurzelbehandlung für wirtschaftlich, sinnvoll und zweckmäßig hält. Nur wenn diese Kriterien nicht erfüllt sind, kann diese Leistung auf Wunsch des Patienten privat berechnet werden. Ein Leistungsanspruch gegen die Kasse besteht dann nicht. Bei planbaren Behandlungen sollte vorher die Kasse um Rat gefragt werden. Da Wurzelbehandlungen meist bei akuten Schmerzen durchgeführt werden müssen, ist diese Klärung leider nicht immer möglich. Eine privat berechnete Wurzelbehandlung kann jedoch bis zu 280 Euro und mehr kosten.

Bei Wurzelbehandlungen sind häufig medikamentöse Einlagen erforderlich, um Entzündungen zu beseitigen. Nach den neuen, ab 1. Januar 2004 geltenden Abrechnungsbestimmungen sind nur noch drei Einlagen über die Kasse abrechenbar. Werden zusätzliche medikamentöse Einlagen erforderlich, müssen diese privat bezahlt werden. Einige Zahnärzte nehmen die neue Regelung allerdings zum Vorwand, um die gesamte Wurzelbehandlung privat abzurechnen. Versicherte sollten sich nicht darauf einlassen und Expertenrat einholen (agz, 03.07.2004)http://www.agz-rnk.de/agz/content/2/aktuelles/akt_00131.php

Wurzelbehandlung 650 Euro? Was ist das denn für ein Zahnarzt? Nach meinem Kenntnisstand werden die Kosten für eine Wurzelbehandlung nach wie vor von der Kasse übernommen - vielleicht sind die 650,- für eine anschliessende Überkronung?

also ich hab hier die auflistung: anlegen von spanngummi, je kiefhälfte (25 euro) trepantation /präp. zugangskavität ( 17 Euro) Aufbereitung eines Wurzelkanals (165 Euro) Medikamentöse Einlage je Zahn/Sitzung (26 Euro) occl. dentinadh Verschluss (71 Euro) laterale Kondensation Analog (318 Euro) Zahn-Räntgenaufnahme je Projektion (15 Euro) Materialkosten (15 Euro) :::: insgesamt ca. 650 Euro

ich hab auch bonusheft, 5 Jahre sind das schon geführt... hmm

Also mir wäre es auch neu wenn die Kasse sowas nie bezahlt. Aber Hut ab vor deinem Doc das der überhaupt eine Wurzelbehandlung an 46 durchführt viele machen sich die Arbeit gar nicht mehr und nehmen den gleich raus. Ich würde mal bei deiner Kasse nachfragen ob die es nicht übernimmt. So denke ich eher das er nach der Behandlung noch eine Krone oder dergleichen drüber setzen will.

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