Frage an alle Zahnärzte: Wann ist eine Wurzelbehandlung sinnvoll?

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Dein Körper versucht seit der Zahn abgestorben ist, das tote Zahnmark mit Hilfe von Abwehrzellen zu entfernen. Diesen gelingt das nur insofern, als sie selbst dabei absterben, was den immer wieder neu hachgelieferten Abwehrzellen ebenfalls passiert. Die dabei entstehenden Abbauprodukte stellen einen enormen Reizzustand (Entzündung!) dar. Die Entzündungsprodukte müssen irgend wohin: Zum Mund hin ist der Verschluss durch die Füllung (Plombe), also geht es nur durch das kleine Eintrittsloch für Nerv und Gefäße an der Wurzelspitze. Von dort aber direkt in den die Wurzelspitze umgebenden Kieferknochen!!! Und der wird dabei zerstört. Dieser Vorgang verläuft oft über Monate oder sogar Jahre chronisch, ohne Schmerzen zu verursachen. Die kommen aber unentrinnbar, dann jedoch ist rund um die Wurzel so viel Knochensubstanz zerstört, dass auch meist eine Implantation unmöglich geworden ist. Das ganze läuft unter dem Namen CAP, was "chronische apikale Parodontitis" bedeutet. Natürlich ist aus verschiedenen Gründen auch eine Wurzelbehandlung keine vorhersagbare 100%-ige Heilung, dies aber aus ganz anderen Gründen, die in der Anatomie und Vorgeschichte des Zahnes liegen. Eine WB ist aber immerhin ein sehr ernst zu nehmender Versuch, den Zahn zu erhalten. Ich würde zumindest diese Chance wahrnehmen. Ein Implantat kannst du dir immer noch setzen lassen - aber nur, solange dort der Knochen nicht vollends zerstört durch eine CAP ist!!! Dormuth

Diese Antwort hat Substanz! DH

Für die Einbringung eines Implantates gibt es selten Einwände, das höchstens aus Platznot. Knochen, der nicht für die Umgebung eines Implantates geeignet ist, kann entfernt und durch Knochenersatzmaterial ergänzt werden.- Aber es ist immer ein teurer Weg

Komplett korrekt :-) Grüße ZES

Wie schon in anderen Beiträgen hier beschrieben, bilden sich bei totem Gewebe (Zahnnerv) Eiweißzerfallstoffe wie Mercaptane und Thioäther, die an den Organismus abgegeben werden und diesen schädigen. Bei einem gesunden Immunsystem bildet sich meist an der Zahnwurzel ein Granulom um die Wurzeltoxine abzukapseln. Funktioniert bei chronischen Erkrankungen dein Immunsystem nicht mehr so gut, wandern die Toxine ungehindert in den Organismus. Man spricht hier auch von einem Herdgeschehen. Zwischen den Zähnen und dem Körper besteht auch eine Zahn-Organ-Beziehung. Es gibt wirklich nur zwei Alternativen, entweder den Zahn ziehen oder eine Wurzelbehandlung. Ich persönlich halte von Wurzelbehandlungen nicht viel, da diese in der Regel selten optimal ausgeführt werden und die Toxine auch nur aus dem Wurzelkanal entfernt werden können, aber niemals aus den kleinen Dentinkanälchen. http://toxcenter.de/artikel/Wurzelbehandlung-ist-Augenwischerei-mit-schwersten-Folgekrankheiten.php

Gibt es Statistiken zum Auftreten von Herzkreislauferkrankungen bzw. Krebs bei Menschen mit wurzelbehandelten Zähnen und Menschen ohne wurzelbehandelten Zähnen? Was kann ein Zahnarzt bei einer Wurzelbehandlung nicht optimal machen?

Dein Zahnarzt hat recht. Vertrau ihm. Das weiß ich auch, wenn ich selber kein Zahnarzt bin. Ich habe genug Zähne gehabt, die sich entzündet haben, obwohl sie schon "tot" waren. Das ist kein Vergnügen, also laß den Doc mal machen. Der kennt Deine Zähne besser als Du selber. Gruß, q.

hab mich gerade wegen so eines Zahnes 2 Wochen von Ibuprofen und Penicillin ernähren dürfen ...

Ich kann der anwort von dormuth fachlich nichts hinzufügen. nur eines mal an dieser stelle: es täte so manch einer gut daran, mal etwas früher ins nachdenken zu verfallen. bei guter mundhygiene incl zahnseide, gelegentlicher zahnreinigung und untersuchung durch den profi und einigermassen vernünftiger ernährung bleibt einem das meiste leid an den zähnen erspart. die meisten kämpfen erst um den verlust der letzten eigenen zähne.

Komisch, trifft auf mich nicht zu.

Ich habe aktuell einen akuten Fall von Behandlungsfehler. Ich bin die letzten 10 Jahre 3-4 mal beim ZA gewesen, alleine schon wegen der 3 mal im Jahr PZR.

Nun hatte ich vor Ostern im oberen 4rer links Zahnschmerzen.

Ich hatte Montag nun einen Termin bei einem neuen Zahnarzt, die Büchse der Pandora wurde nun geöffnet.

Am besagten Zahn muss nun eine Endo gemacht werden, der Zahnnerv ist mittlerweile tot.

Zudem wurden 5 Löcher entdeckt.

Und mein alter Zahnarzt hat immer gesagt, alles OK.

Jetzt habe ich den Salat, Ärztekammer ist nun eingeschaltet.

Es ist in der heutigen Zeit leider so, das von 10 ZA die Hälfte eigentlich gar nicht weiss, was sie da tun.

Hallo,

ich denke es gibt keine zuverlässigen Statistiken, da Zusammenhänge oft nicht erkannt und von den Ärzten auch nicht weitergemeldet werden. Bei Wurzelfüllungen kann jede Menge schief laufen: 1.Feilspitzen können abbrechen 2.Der Wurzelkanal wird perforiert 3.Die Füllung ist nicht vollständig 4.Die Füllung wird in die Kieferhöhle überstopft, was zu hartnäckigen und schlimmen Aspergillosen führen kann 5.Wurzelkanäle werden übersehen 6.Wird durch die überstopfte Füllung im Unterkiefer der Mandibularnervenkanal in Mitleidenschaft gezogen, kann das zu Sensibilitätsstörungen, Gesichtsschmerzen und Gesichtslähmungen führen.

Auch ein wurzelgefüllter Zahn bleibt eben ein toter Zahn, was ein erhebliches Herdgeschehen sein kann. Von Dr. Weston A Price gibt es ein interessantes Buch, Root Canal Cover-Up. Im Internet gibt es zudem erschreckend viele Schilderungen, dass Schmerzen nach Wurzelbehandlungen bestehen bleiben oder sich verschlimmern. Ich sehe die Gefahr, dass Menschen durch ein jahrelanges Herdgeschehen chronische Erkrankungen entwickeln.

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