Kann ein Psychotherapeut einen Patienten einfach so ablehnen?

12 Antworten

Ja, das kann er und es ist professionell das auch zu tun wenn es einen grund gegen die Behandlung gibt ( mangelnde Erfahrung, unpassendes Therapieverfahren, Verwantschaftsverhältniss, Bekanntschaft/ freudschaft, Verwandtschaft mit am Problem beteiligten Personen, mangelnde Behandlungskapazität)

Von daher gut, dass der so früh diese Entscheidung getroffen hat.

Nur schade, dass er deine Freundin so im Regen hat stehen lassen und ihr keine Alternativen und Adressen an die Hand gegeben hat.

psychotherapeut ist nicht gleich psychotherapeut! wusstest du, dass es da 16 verschiedene spezialisierungsrichtungen gibt?

außerdem ist es wichtig, dass zwischen dem therapeuten und dem patienten die chemie stimmt und ein vertrauensverhältnis aufgebaut werden kann. wenn der therapeut das gefühl hat, dass dies mit diesem patienten nicht der fall ist, ist es sehr vernünftig und richtig wenn er diesen fall ablehnt. andernfalls würde er einem behandlungserfolg selbst im wege stehen.

deine freundin sollte sich mal mit ihrer krankenversicherung in verbindung setzen. bei bestimmten härtefällen zahlen die versicherungen manchmal was dazu, damit für den patienten die kosten für eine behandlung in grenzen bleiben.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Also evtl.hilft da der VDK.verein

Oder Mit der Krankenkasse sprechen,Falls Gesetzlich Betreuer dabei ,kann Die /Der auch Druck etwas machen damit

Ja, das kann er. Mit Recht. Denn ein Therapeut, der einen Patienten gegen seinen eigentlichen Willen behandelt, schadet ihm im Zweifelsfalle mehr als er ihm nützt. Die fünf probatorischen Sitzungen gelten nicht nur für den Patienten.

Ich habe einen Freund, einen bekannten niedergelassenen Psychotherapeuten mit viel Erfahrung, der grundsätzlich nicht mehr als drei Borderlinepatienten in der Woche aufnimmt.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

nicht mehr als drei Borderlinepatienten in der Woche aufnimmt.

Ich meinte damit, dass er grundsätzlich nicht mehr als drei Borderlinepatienten in der Woche behandelt.

Das ist schade, dass die Freundin dort keine Möglichkeit gefunden hat.
Aber wiederum ist es besser, ein angesprochener Psychotherapeut lehnt die Anfrage nach einer längeren Psychotherapie ab, als dass sich später herausstellt, dass er falsche Hoffnungen geweckt hat, er könne helfen.
Ein Psychotherapeut darf keine Krisenintervention verweigern, aber eine längergehende Psychotherapie schon.

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