Hat Spielsucht auch körperliche und psychische Folgen?

13 Antworten

wenn man etwas zwanghaft tut ist man süchtig (ausnahme natürl. zwangsneurose). Seine schutzbehauptung, spielen sei "gesünder" als z.b. trinken ist nur oberflächl. gesehen richtig, weil in der regel essen trinken ausreichend schlaf und bewegung vernachlässigt werden - das gefällt dem körper überhaupt nicht und wird sich neben der nervlichen überbelastung irgendwann rächen. Wenn dann noch die finanzielle talfahrt dazu kommt kommt vielleicht auch noch alk oder anderes hinzu. Da ich beide süchte gut kenne und einiger maßen im griff hab, weiß ich wovon ich rede. in der therapie vor 10 jahren saßen alkis und spielsüchtige nebeneinander..

Er ist sehr sportlich, hat noch nie Alkohol getrunken. Verteufelt Alkohol geradezu und bemängelt es sehr wenn ich diesen trinke. Verurteilt mich geradezu. Ist ein typisches Verhalten ?

@ramona100

ihm ist nicht zu helfen. Er meint, er hat alles im griff - dann laß ihn... Frag mich was ihm im leben fehlt? Andere menschen (liebe), nervenkitzel, herausforderung?

Ab wann man spielsüchtig ist, kann ich so auch nicht beantworten, da das ja ein schleichender Prozess ist. Ich denke mal, konkret dann, wenn der betreffende, wie du beschreibst, es schon fast als Lebensinhalt hat. Psychische Folgen hat das mit Sicherheit. Denn es ist doch nicht "normal", wenn man morgens schon mit nur einem Gedanken aufwacht (und auch seinen Tagesablauf danach ausrichtet) - "ich muss los, hin, spielen, wetten....". Kein Süchtiger wird seine Sucht mit einer anderen vergleichen (lassen), da er es selbst niemals so sieht - es sei denn, er kommt irgendwann zur Einsicht.

Jede Sucht hat körperliche und psychische Folgen, eine Such hat als erstes psychische Hintergründe und diese geht mit der Zeit auf den Körper über, man wird krank...

Also ich schreibe meine Abiturarbeit über Spielsucht (Zwar Online-Spielsucht, World of Warcraft', aber ich kenne mich doch etwas aus). Ein typisches Zeichen für die Sucht ist, sie zu leugnen, um sein eigenes Gewissen, und das der Freunde zu beruhigen. Aber der allgemeine Rat ist wirklich sein Umfeld davor zu warnen ihm irgendwelches Geld zu leihen. LG Treshx

40 Jahre spielen ist schon eine Menge. Denke mal das der Betroffene auch nicht ganz jung ist. Da er aber schon so lange spielsüchtig ist, kann er irgendwie noch damit umgehen, bzw. auch aufhören, sonst wäre er in 4 Jahrzehnten längst obdachlos etc. Da durch die Sucht aber auch familiäre Bindungen etc. in die Brüche gehen oder Beziehungen, ist das ganze nicht ungefährlich. Körperliche Symptome stellen sich natürlich ein, da der Spielsüchtige ständig Adrenalin ausstösst. Und irgendwann kommt die totale Erschöpfung = Depression oder Herzinfarkt etc. Alle Verwandten/Bekannten sollten den Betreffenden auffordern sich einer Therapie zu unterziehen. Hat er kein Einsehen, so kann man nicht mehr helfen aber hat es wenigstens versucht.

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