Hat jemand Erfahrung mit Homöopathie bei ADS Kinder?

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http://dhu.de/seiten/gesundheit/kinder/ads.htm

Eine klare Diagnose ? ADS wird heute immer öfter festgestellt. Mit der zunehmenden Diagnosestellung von ADS tun sich aber auch erhebliche Probleme auf. Gegenwärtig kann man den Eindruck bekommen, dass jede Schwierigkeit und Abweichung von der Verhaltensnorm "ADS" ist . Nach meiner Erfahrung ist ADS ein Oberbegriff für sehr unterschiedliche Verhaltensweisen, die häufig auch sehr unterschiedliche Ursachen haben.

Unter diesen Begriff fallen Kinder:

* die wegen einer Geburtskomplikation Probleme haben, sich eine ausreichend lange Zeit auf eine bestimmte Aufgabe zu konzentrieren,
* die wegen einer vererbten Störung des Hirnstoffwechsels in bestimmten Hirnregionen permanent in Bewegung sein müssen,
* oder wegen einer allergischen Reaktion auf bestimmte Nahrungsmittel "ausrasten".

Andere Störungen wie Angst, Hochbegabung oder soziale und familiäre Schwierigkeiten können ähnliche Symptome hervorrufen. Bei unzureichender Differenzierung bekommen sie ebenfalls fälschlich das Etikett "ADS" verpasst.

Ein Krankheitsbegriff für eine so breit angelegte Palette von Ursachen und Wirkungen birgt die Gefahr der Fehldiagnose, vor allem, wenn die Diagnostik bei aller Verbesserung in den letzten Jahren auf einer derart wackeligen Basis steht, wie das bei ADS der Fall ist:

Der amerikanische Kinderarzt, Psychiater und Familientherapeut Dr. Lawrence Diller bringt die Kritik an der aktuellen Diagnostik in seinem Buch "Running on Ritalin" auf den Punkt: "Die offiziellen Richtlinien zur Auswertung der ADS - Symptomatik sind vage und interpretierbar - aber sie führen zu einer "Alles oder nichts" - Diagnose. Es existiert keine Einteilung eines Schweregrads von ADS, sondern nur JA oder NEIN. Die ADS - Diagnose hat keinen definierten medizinischen oder psychologischen Marker, und beruht häufig ausschließlich auf der Lebensgeschichte des Patienten. Die ADS - Diagnose bezieht sich vor allem auf das Individuum und berücksichtigt andere Einflüsse, z.B. familiäre oder psychosoziale, nicht ausreichend."

Wie entscheidend gerade dieser letzte Punkt sein kann beschreibt der Kinderarzt Daniel Zeidner satirisch: "Es wurde mir mehr und mehr klar..., daß es ein neues Syndrom gibt, und zwar bei den Erwachsenen, die unsere Kinder unterrichten: das "Lehrer - Defizit - Syndrom" oder "LDS".

Diese Diagnose sollte gestellt werden bei Lehrern, deren Schüler: ständig mit Händen oder Füßen zappeln, unaufmerksam sind, häufig träumen, ihre Hausaufgaben oder Klassenarbeiten häufig nicht vollständig haben, häufig aufstehen. In diesem Fall sollte der Lehrer sofort mit einem Psychostimulanz behandelt werden, damit er einen interessanteren Unterricht macht."

Das Behandlungskonzept Die Behandlung von ADS muss maßgeschneidert sein auf die individuellen Probleme des einzelnen Kindes. Ziel sollte sein, daß Kinder und ihre Umwelt miteinander zurecht kommen.

Sie beruht auf drei Säulen:

  1. Elternarbeit (dies ist die wichtigste und tragfähigste). Durch umfassende Informationen muss bei Eltern, "Patient" und sozialem Umfeld (hierzu gehört auch die Schule) Verständnis für ADS geweckt werden. Praktische Tipps und Eltern-Kind-Training helfen, manche schwierige Klippe im Alltag zu umschiffen. Wichtig sind auch Arbeitsbündnisse im sozialen Umfeld, der Dialog zwischen Eltern, Lehrern und Erziehern. Konfrontation ist hier wenig hilfreich, aber leider häufig.

  2. Beseitigung von Begleitstörungen ADS kann Folgen haben, die dringend behandelt werden müssen:

Lernstörungen wie Legasthenie oder Rechenschwäche, bedingt durch Störungen in der Feinmotorik oder der mangelnden Aufnahmefähigkeit

* Schwierigkeiten in der sozialen Integration, da die Kinder praktisch permanent ablehnende und negative Reaktionen aus ihrem sozialen Umfeld bekommen. Hierauf reagieren sie wiederum, indem sie zum Klassenclown werden oder sich in Opferrollen drängen lassen, um es ja recht zu machen. Häufig sind es auch gerade sie, die mit dem "Finger im Marmeladentopf" erwischt werden, den "clevere" Kameraden längst leer gegessen haben. Ihnen geht außerdem oft das Fingerspitzengefühl für die "feinen Zwischentöne" in der Kommunikation ab, so dass sie undiplomatisch oder "ungezogen" wirken.
* Emotionale Schwierigkeiten wie ein stark herabgesetztes Selbstbewußtsein und Angst, was durch "nassforsches" Auftreten kompensiert wird. "Große Klappe, nichts dahinter" ist nicht selten...
* Häufig sind auch die Familien durch ADS stark belastet. Familiäre Schwierigkeiten verstärken andererseits wieder die Symptome, so dass ein regelrechter Teufelskreis entsteht.

Bei diesen unterschiedlich ausgeprägten Folgen sind individuell angepasste Fördermaßnahmen erforderlich: Legasthenie-Behandlung, Heilpädagogik, Ergotherapie oder auch Psychotherapie, v.a. mit familiären Ansätzen, gehören in den Behandlungsplan.

  1. Die medikamentöse Behandlung a) Psychopharmaka: Hier stehen bei der Behandlung sogenannte Stimulantien an erster Stelle. Psychopharmaka sind wie ein Gips bei gebrochenem Bein, sie können in Krisensituationen ungeheuer entlastend und stabilisierend sein, ersetzen aber nicht das Laufenlernen.

Und nicht jedes "ADS" ist ein Beinbruch. Sehr beunruhigend finde ich persönlich Argumente, die die Eltern massiv unter Druck setzen, derartige Medikamente einzusetzen. Das reicht von "einem Diabetiker verweigern Sie ja auch nicht das Insulin" bis zu "der Verzicht auf Psychopharmaka ist unterlassene Hilfeleistung". ADS ist aber keine lebensbedrohliche Stoffwechselerkrankung wie ein insulinpflichtiger Diabetes. Viele unerkannte "ADS-ler" haben ohne chemische Hilfestellung Strategien entwickelt, um sehr erfolgreich zu sein.

Folgende Kritikpunkte an der derzeitig erlebten Praxis der Medikamentenbehandlung möchte ich anbringen:

* Stimulantien sind als alleinige Behandlungsmaßnahme nicht ausreichend. Sie wirken, solange angewendet. Positive Langzeiteffekte nach Absetzen konnten bisher nicht ausreichend belegt werden. Derzeit werden aber häufig neben der medikamentösen Therapie, die so wichtigen anderen Begleitbehandlungen nicht durchgeführt. Dies ist auch Folge der einschränkenden Gesundheitspolitik (Budget).
* Es wird behauptet:" Stimulantien seien sicher," da sie teilweise seit mehr als 50 Jahren im Handel sind und hier ein "positives" Nutzen-Risiko-Verhältnis aufweisen. Der Beipackzettel enthält allerdings eine Reihe von möglichen Nebenwirkungen, die unter der Behandlung mit Psychopharmaka bekannt geworden sind. De facto sind die Stimulantien ein "Produkt der 90er Jahre." Seit 1990 hat die Verordnungshäufigkeit in den USA um mehr als 800% zugenommen. Und auch hier in Deutschland erleben wir einen "Boom". So standen 1990 nach Verkaufszahlen geschätzt ca. 1200 Kinder unter Stimulantien, 1999 waren es 41.000. Seltenere und ernste Nebenwirkungen entdeckt man häufig erst bei größeren Anwendungszahlen, so dass bei diesen Medikamenten wohl noch nicht alle potentiellen Risiken beobachtet bzw. gemeldet wurden. Tröstlich ist, dass wir von "amerikanischen Verhältnissen" noch entfernt sind, denn dann müssten 160.000 Kinder mit Stimulantien behandelt werden, um eine ähnliche "Behandlungsdichte" zu bekommen. Bei dem derzeitigen Verordnungsverhalten werden wir aber in naher Zukunft mit den USA gleichziehen.
* Stimulantien gelten heute als alleinige "rationale" medikamentöse Behandlungsform von ADS. "Alternative" Therapie-Ansätze wie z.B. Homöopathie werden rigoros abgelehnt, teilweise ohne fundierte Sachkenntnis dieser Behandlungsform. Dies ist besonders bedauerlich, da z.B. Homöopathie alternativ oder ergänzend, ein wichtiger Bestandteil der medikamentösen Therapie sein kann, wohlgemerkt im Rahmen eines umfassenden, individuellen Behandlungskonzepts. Aufgrund des wesentlich günstigeren Nebenwirkungsprofils und des langfristig angelegten Wirkprinzips würde ich mich im Interesse der Betroffenen über mehr Offenheit gegenüber diesem Verfahren sehr freuen. In meiner Praxis kommen ca. 85 % der ADS-Kinder ohne Psychopharmaka aus und die durchschnittliche Tagesdosierung liegt deutlich unter den sonst häufig verordneten Tagesdosen.

b) Homöopathie bei ADS

Sicherlich ist auch unter homöopathischer Behandlung nicht in jedem Fall ein so schneller und positiver Verlauf zu erwarten. In vielen Fällen stellt jede medikamentöse Therapie nur einen Baustein des Behandlungskonzeptes dar. Bei Vorbehandlung oder besonders ausgeprägten Fällen kann eine Kombinationstherapie aus Homöopathie und Psychopharmakon sinnvoll sein. Ziel ist es dabei jedoch immer, Dosis und Dauer der Anwendung der Stimulantien zu reduzieren, da die Homöopathie ein günstigeres Nutzen-Risiko-Verhältnis aufweist.

Diese Aussage über Homöopathie ist absolut inakzeptabel. Kann wieder mal nur von einem rein an der Schulmedizin festhaltenden Menschen stammen. Nein, liebe Orangemama, gerade bei Kindern zeigt Homöopathie erstaunliche Wirkungen, so wie andere den Körper als ganzes betrachtende Alternativmedizinrichtungen auch (z.B. Osteopathie). Du solltest es auf jeden Fall ausprobieren und zum Wohl deines Kindes auf solche Mittel wie Ritalin... verzichten. Die zerstören mehr als dass sie helfen. Alles Liebe!

Herfried1973  11.02.2022, 18:41

Homöopathie ist mit Osteopathie nicht vergleichbar. Außer man verdünnt Hsndfestes Arbeiten a Körper zu Lufthsuch auf der anderen Seite der Wand. Homöopathie ist Unfug, außer man will mit Placebo gezielt arbeiten.

dietmarherold  15.09.2008, 15:04

Meine Erfahrung in diesem Forum: Wer Fragen nach sog. alternativen Heilmethoden stellt, ist meist eher geneigt, den Befürwortern dieser Mittel Glauben zu schenken. Wahrscheinlich suchen viele doch einfach eine Bestätigung. Zweifel sind dann nicht so gefragt. Schade, aber nicht zu ändern.

Arnel82  15.09.2008, 17:47
@dietmarherold

hast sicher recht...aber ich kann einfach nicht anders, manchmal muss es halt mit der brechstange machen: ohne viel umschweife den läuten erklären, dass wahrscheinlich "nimm 2" 10x mehr helfen würde als ein homöopathisches "mittel"

tinimini  16.09.2008, 14:18
@Arnel82

Viele Kinder werden von zu viel Zucker und fastfood hyperaktiv und wenn man das weg läßt sind sie nach ein paar Tagen wieder im Loot.http://www.warheitssuche.org. dürfte da so manches Infomaterial zur Verfügung stellen.Viel spass beim Lesen.

Arnel82  15.09.2008, 12:50

na sicher! ein wirkstoff der so stark verdünnt ist, dass ihn nichts und niemand auf dieser welt nachweisen kann....DAS muss doch funktionieren! schulmedizin ist sicher nicht perfekt, aber wie bei der demokratie gilt: es ist das beste was wir zZ haben!

orangemama 
Beitragsersteller
 15.09.2008, 11:57

Danke! Er hat drei Monate lang Ritalin gennomen,es hat auch geholfen, aber ich hatte ganze Zeit die Schuldgefühle. Jetz will ich was anderes versuchen.

fragdoch  21.09.2008, 17:45
@orangemama

Wenn das Kind, bzw. die Familie an einem gewissen Leidenspunkt ankommen, hast du keine Schuldgefühle mehr, du bist einfach nur froh, wenn deinem Kind geholfen wird!

ValidTumor  26.11.2008, 21:11
@orangemama

Versuch doch mal Concerta.

Mit Homöopathie habe ich bzgl. ADS keine Erfahrung. Ich kenne aber einige Mütter, die sagen, dass es wirkt. Probiere es einfach aus. Yoga Übungen haben sich als sehr gut wirksam bei ADS/ADHS bei Kindern erwiesen. Auf der Seite http://www.yoga-vidya.de/de/seminar/kinderyoga/index.html findest du ganz unten einige universitäre Studien zu Yogaq bei ADS/ADHS

mit homöopathie habe ich erfahrung aber bei ads kindern nciht. probier es doch einfach

Zappelin aus der Apotheke schlägt gut an. Allerdings ist das ein teures Unterfangen. Die Flaschen sind kleiner geworden, der Preis höher. Mein Sohn hat ADS. Ich kann nur dir nur empfehlen: besorg dir Schüssler Salz Nr 5 Kalium phosporicum. Morgens und mittags 5 Tabletten aufgelöst in warmen Wasser (mit Plastiklöffel umrühren). Bei Bedarf zusätzlich abends Schüssler Salz Nr. 7. Magnesium Phosporicum. Das hatte bei meinem Sohn die gleiche Wirkung wie die Chemiebombe Equasym oder Ritalin. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Viel Glück.

Herfried1973  11.02.2022, 18:42

Lol... Der einzig noch größere Unfug als Homöopathie. Da ist Handaufkegen, der Interaktion wegen, sinnvoller.

fragdoch  21.09.2008, 17:42

Habt ihr das ADS schrieftlich diagnostiziert? Weil Oft wird leider heute von ADS/ADHS gesprochen, wenn die Kids etwas wilder sind! Wenn es eure Diagnose ist, finde ich es spitzenmäßig, daß ihr so zurechtkommt! DMan sollte aber die Medis nicht nur schlecht machen, manchmal geht es eben einfach nicht anders! Mein Mann und ich haben beide ADS und der Große auch, beim Kleinen hoffentlich nicht! Wir haben einen Horrortrip hinter uns, von "in die Kinderpsychiatrie" einweisen, bis a "auf die Förderschule schicken", kam von Ärzten/Therapeuten! Der Albtraum geht schon seit 8 Jahren! Bei uns half keine Homöopathie und bevor ich mein Kind durch solche Einrichtungen kaputtmache, gibt es eben das Medi. Übrigens in der Selbsthilfegruppe geben alle Medis! Ist das jetzt verwerflich? Aber wie gesagt, Hut ab vor euch!

tinimini  16.09.2008, 14:09

Geh mal auf die Seite http://www.das -gibts-doch-nicht..info .Info ist das halbe leben und Blauäugigkeit gegenüber den Ärzten ist Unverstand. Sorry aber das mußte mal sein.Nur der Uwissende schluckt viel Medizin und krepiert früh. Calcium Magnesium und Vitamin B und Vitamin C und Eisen+Fohlsäure auf Pflanzlicher Basis helfen und das genau so wie Ritalin .Schüsslersalze sind auch sehr zu empfehlen.Das nur mal zu dem Komentar von Arnel82

orangemama 
Beitragsersteller
 15.09.2008, 11:46

Vielen Dank!