Wie ADS/ADHS -Kind aus Trainingsgruppe ausschließen, ohne Kind zu schädigen?

5 Antworten

Ich finde gut, dass ihr euch so viele Gedanken darum macht, aber gleichzeitig sind das auch wirklich zu viele. Natürlich geht man mit ADS-Erkrankten anders um und hat ein wenig Nachsicht, aber gleichzeitig seid ihr weder Therapeuten noch ausgebildete, spezialisierte Pädagogen sondern eine Jugendsportgruppe.

Dort gibt es Regeln und wer diese mehrfach überschreitet, wird eben vom Trainingsbetrieb ausgeschlossen. Da braucht es meiner Meinung nach auch keine riesen Erklärung. Alternativ könnt ihr das Kind auch bei erwähnten Vorfällen während dem Training ausschließen und an die Seite setzen lassen. Ich vermute mal, das wurde auch schon versucht - da geht das Theater wahrscheinlich weiter.

So kann weder ein sinnvolles Training noch eine vernünftige Aufsicht für den Rest der Truppe sichergestellt werden.

Also: Wer sich nicht an die Regeln hält, fliegt raus. Wir hatten in unserem Sportverein (habe dort als Trainer gearbeitet) auch einige Kinder mit ADHS und das hat auch funktioniert. Es wurde mit den Mitgliedern gesprochen, dass man die Person nicht aufziehen soll oder sonstiges und das wars. Ansonsten hatten sich diese Leute ebenso an alle Regeln zu halten, die zum Trainingsbetrieb dazugehören.

Fazit: Völlig richtig gehandelt, eine 3-monatige Sperre ist absolut angebracht. Wenn das Kind danach immer noch keine Besserung zeigt, dann auch gerne genereller Ausschluss. Wichtig bei AD(H)S ist natürlich auch immer, dass man das Kind in einer ruhigeren Minute mal auf die Seite nimmt und genau erklärt, WARUM diese Entscheidung stattgefunden hat. Sonst nehmen diese Kinder das immer nur 100% persönlich - was in diesem Fall die Mutter auch noch propagiert.

Was die Mutter angeht: Geschenkt, die ist wahrscheinlich das größte Problem des Kindes und verschlimmert leider nur die Auswirkungen. Aber gegen die Eltern ist man da meistens einfach machtlos. Natürlich könnt ihr mit denen reden, aber meine Mutter (jahrezehntelange Erzieherin) sagt auch immer: Eltern, die sowieso schon auf Streit aus sind, lassen sich nie etwas sagen, da hat man keine Chance.

Eure Entscheidung war richtig und das Kapitel kannst Du jetzt auch gewissenhaft zuklappen, versuch Dir das nicht mehr so zu Herzen zu nehmen. Ihr seid nicht dafür da, es der ganzen Welt recht zu machen.

Gruß, Tailor

Ich habe jahrelang Jugendmannschaften im Fussball trainiert. Meistens waren es die 8-10 und 10-12 jährigen. jedoch Vertretungsweise auch mal Mannschaften älterer Jahrgänge.

In diesen Mannschaften haben sich mehrere Kinder befunden, die ADS / ADHS hatten. Man muss auf solche Kinder immer ein besonderes Augenmerk haben, aber man kann das ganz gut händeln in dem man diese Kinder auch Vertrauen entgegen bring und Ihnen auch Aufgaben gibt, bei denen sie sich auch konzentrieren müssen.

Wichtig bei diesen Kinder ist immer der Kontakt mit den Eltern.

Wenn sich, wie in deinem Fall die Eltern gegen den Trainer und die Betreuer stellen, das Kind sogar aufhetzen, sich den Anweisungen der Verantwortlichen zu widersetzen, so muss man entsprechende Gespräche mit den Eltern und der Jugendleitung des Vereines führen.

Sollten diese Gespräche zu keinem Ergebnis führen, so sollte man den Eltern  zuerst einen Vereinswechsel vorschlagen. Sollten sich die Eltern dagegen entscheiden, sollte die Mitgliedschaft von Seiten des Vereines beendet werden.

Nun ja, es ist doch klar, dass jeder der sich nicht an die Regeln hält, ausgeschlossen werden muss, zumal es ja nicht nur um die Sicherheit des Jugendlichen selbst, sondern um die aller anderen auch geht.

ADS wird häufig nicht nur falsch diagnostiziert, sondern tatsächlich auch als Entschuldigung für erziehungsbedingt falsches Verhalten genommen. Die Tatsache, dass ihr mehrere AD(H)S-Kinder im Training habt und auch mit deren eventuell auffälligem Verhalten umgehen könnt, zeigt ja, dass ihr nicht generell nur "unauffällige" Mitglieder integriert. Daher seid ihr aus meiner Sicht schon einmal nicht angreifbar.

Eventuell brauchen diese Eltern einfach mal den Schuss vor den Bug, damit sie merken, dass sie nicht immer durchkommen mit dieser Art. Damit aus meiner Sicht übrigens auch dem Kind geholfen - denn er wird ja sonst der Meinung sein, das Verhalten seiner Eltern sei korrekt.

Wenn man in einem Sportverein sein möchte, dann hat man sich an das zu halten, was die Trainer sagen. Einfach nur kommen, machen und wieder gehen ist da nicht.


Es gibt bei ADHS keine Sonderrechte.

Ihr könnt ihm einfach die Mitgliedschaft wegen schädigendem Verhalten kündigen und gut ist es.

Ja, ganz richtig gehandelt. Eigentlich haben das die anderen schon alle gesagt, die argumente sind richtig! Ads ist keine Entschuldigung für alles.

Warum nur drängen Lehrer und Erzieher darauf, ADHS diagnostizieren zu lassen?

Hallo, es geht um den Sohn meiner Kollegin. Der Kleine ist 3 und das erste Jahr im Kiga. Dort hieß es ziemlich schnell, er hätte wohl ADHS und sie haben sie mit dem Kleinen zum Gesundheitsamt geschickt. Sie müsse das, wenn der Verdacht besteht. Da hab ich schon gesagt, dass ich gar nicht so sicher bin, dass sie das muss.

Jedenfalls hat die Untersuchung dort kein ADHS ergeben. Sie wurde sicherheitshalber noch zu einem Kinderpsychologen geschickt, der hat nach einiger Beschäftigung und Beobachtung auch keine Anzeichen feststellen können; der Kleine sei schon ein lebhaftes Kind, aber weit von ADHS entfernt, also von solchen Fällen wie er sie aus der Praxis kennt. Auch der behandelnde Kinderarzt sagt, kein ADHS.

Aber die Erzieherinnen wollen sich damit nicht zufrieden geben und drängen sie jetzt, zu einem ganz bestimmten, von ihnen ausgesuchten Kinderpsychologen zu gehen und nur wenn der sagt, das Kind hat nichts, dann stimmt das auch. Die Diagnosen oder eben Nichtdiagnosen der anderen Ärzte und Psychologen zählen plötzlich nicht mehr, obwohl sie sie ja da hingeschickt haben. Es sieht aus, als wollten sie unbedingt, dass dieses Kind ADHS hat.

In der Gruppe sind schon zwei Kinder mit ADHS und laut meiner Kollegin würde mit einem dritten auch eine dritte Erzieherin in die Gruppe kommen. Ich frage mich, ob es denen vielleicht nur darum geht? Darf das denn sein? Meine Kollegin ist noch sehr jung und auch ein bisschen unsicher, evtl. ist man der Meinung, mit ihr "könne man es machen", weil sie unbedingt ein drittes ADHS-Kind brauchen? Und vor allem ist die Frage, ob das mit dem Psychologenzwang so in Ordnung ist. Ich meine, sie hat das Kind an drei verschiedenen Stellen vorgestellt, reicht das nicht? Man kann sie doch nicht zwingen, zu diesem ausgesuchten Psychologen zu gehen, oder?

Mir kommt das alles deshalb komisch vor, weil man meiner Tochter damals auch in der Grundschule unbedingt diesen Stempel aufdrücken wollte, da hat aber ein Psychologe gereicht, der "Quatsch" gesagt hat. Warum nur drängen einige Lehrer und Erzieher darauf, ADHS diagnostizieren zu lassen?

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Kann man ADHS haben und trotzdem sehr ruhig sein?

Kann man ADHS haben und trotzdem sehr ruhig sein?

Unter Kindern, die ADHS haben stellt man sich doch meist so ganz zappelige und aufgedrehte Kinder vor. Aber geht es auch, dass das Kind sehr ruhig ist, eigentlich auch nicht viel spricht, aber in der Lage ist ganz schnell zu sprechen. Also, dass es zwar langsam sprechen kann, aber wenn es ganz normal spricht ein sehr schnelles Tempo hat, so dass man es kaum versteht, aber es auch nur so redet, wenn es die Personen gut kennt und sonst eher Probleme hat überhaupt ein Wort raus zu bekommen und dass es nicht zu leise spricht. Dass dieses Kind auch nicht wild ist oder den Unterricht stört indem es rein redet und sich auch sonst versucht nicht im Mittelpunkt zu stehen, weil man sich dadurch unwohl wird. Man hat zwar Probleme sich zu konzentrieren, aber man ist nicht die Spur wild oder agressiv anderen gegenüber. Ist ADHS dann eine Fehldiagnose? Ich bin jetzt 15 und bei mir ist das immer noch so vom Verhalten her was die Schüchternheit betrifft wie als jüngeres Kind. Dass ich so ruhig bin ist nicht nur eine Eigendiagnose, ich wurde oft gefragt (von Mitschülern) warum ich so brav in meinem Alter sei und meine jetzige Klassenlehrerin kennt mich auch noch nicht so lange, aber ihrer Meinung nach bin ich zu ruhig und würde mich zu sehr zurückziehen, sie hat mich auch schon als introvertiert bezeichnet. Und sie hat sogar meine Eltern darauf angesprochen und als meine Mutter mich fragte was das soll konnte ich das Thema mit "ich bin halt so" beenden. Also so ganz und gar nicht zappelig und aufgeregt, das ist doch gar kein ADHS oder? Ich wurde als Grundschüler zu verschiedenen Leuten gebracht und die waren alle der Meinung ich hätte es, können die sich alle geirrt haben? Meine Grundschule meinte damals zu meinen Eltern ich solle mich mal untersuchen lassen, da ich viel zu unkonzentriert sei. Angeblich hätte ich das auch schon von Geburt an gehabt, sagten mir meine Eltern als ich 9 war und als ich daraufhin fragte woher sie das wissen, meinte meine Mutter, weil so etwas entstehen kann, wenn sich die Eltern nicht richtig um ihr Kind kümmern, aber wir sind nicht daran Schuld und das ist wichtig, dass du das weißt. -Also habe (oder hatte falls sowas wieder weg gehen kann) ich wirklich ADHS, wenn nichts entstanden ist, sondern alles immer so war und ich auch nicht in das "typische" Verhaltensschema eines ADHS- Kindes gepasst habe?

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