Habt Ihr Tipps, was bei Rosacea hilft?

5 Antworten

Behandlung - Stufentherapie Obschon die Rosacea nicht wehtut und nicht ansteckend ist, wollen die meisten Betroffenen sie so schnell wie möglich los werden. Das ist selbstverständlich, weil es einfach nicht gut aussieht und das Selbstwertgefühl belastet. Der kompetente Ansprechpartner ist ein Hautarzt, der sich die notwendige Zeit nimmt. Zu Beginn steht die korrekte Diagnose, auf gut deutsch: Das Krankheitsbild muss als Rosacea erkannt werden. Wenngleich das Vollbild auch von Laien richtig zugeordnet wird, gibt es Verwechslungsmöglichkeiten. So kann eine Akne in bestimmten Stadien ähnlich aussehen, das gleiche gilt für die Demodex-Follikulitis, eine durch Milben hervorgerufene Entzündung der Talgdrüsen. Auch ein "Lupus erythematodes" und noch andere eher seltene Hauterkrankungen bedingen ähnliche Hautbilder. Gleich zu Anfang der Behandlung muss man sich darüber klar sein, dass die Rosacea nicht von heute auf morgen verschwindet. Zum Erreichen guter Erfolge ist Geduld notwendig - und die Veränderung eingeschliffener Lebensgewohnheiten. Selbst wenn sie dann hoffentlich unsichtbar geworden ist, den zu Rosacea neigenden Hauttyp behält der Mensch sein Leben lang. Beim Zusammentreffen der geeigneten Triggerfaktoren kann auch nach jahrelanger Pause die Rosacea zurückkehren und das ganze Spiel beginnt von neuem. Die Hauterscheinungen sind insgesamt sehr gut beeinflussbar. Das Repertoire reicht über äußerliche Maßnahmen wie das Auftragen von Cremes oder Gels, über die Einnahme von Medikamenten bis hin zur operativen Therapie zum Beispiel der Knollennase.

Was kann man selbst tun? Es beginnt mit der täglichen Hautpflege: nicht kräftig Reiben, vorsichtiges Abtupfen. Nur parfümfreie, milde Reinigungspräparate statt Seife verwenden und auf Salben ganz verzichten. Das Vermeiden von starken Temperaturschwankungen gehört ebenso dazu (im Winter Kälteschutzcreme verwenden) wie der Verzicht auf lange Sonnenbäder (geeignete Sonnenmilch). Das Weglassen von heißen und scharfe Speisen und von solchen, auf denen eine Verschlechterung bei sich selbst beobachtet wurde, ist selbstverständlich. Das Reduzieren von Alkohol und Tabak nützt nicht nur der Gesichtshaut.

Wirkstoff-Cremes Diese begleitenden Maßnahmen werden bei Bedarf unterstützt durch wirkstoffhaltige Cremes und Gels. Der Standardwirkstoff ist Metronidazol gefolgt von Erythromycin; beide gibt es als Antibiotika nur auf Rezept. Neben den fertigen Präparaten im Handel rezeptieren viele Hautärzte individuell eine Mischung, die die Apotheke zusammenrührt. Kortisonhaltige Mittel sind bei der Rosacea nicht nur unnütz, sondern sogar schädlich. Insbesondere muss vor der Anwendung der rezeptfreien Kortison-Präparate aus der Apotheke gewarnt werden: Nach kurzfristiger Besserung wird es schnell umso schlimmer und dann noch schwieriger zu behandeln. Die Cremes werden großflächig aufgetragen, dünn am besten über Nacht.

Medikamente: Tabletten Reichen diese Maßnahmen nicht aus, sollte nicht zu lange mir der konsequenten Einnahme von Tabletten gewartet werden. So hat sich der Wirkstoff Minocyclin, ebenfalls ein Antibiotikum aus der Familie der Tetracycline, über sechs Wochen genommen, als sehr effektiv und nebenwirkungsarm erwiesen. Es wirkt besonders auf die Talgdrüsen, die ja eine besondere Rolle bei der Entstehung und Unterhaltung der Rosacea spielen. Nur in sehr schweren Fällen, bei denen alle bisher erwähnten Versuche nicht weiterbringen, sollte die Einnahme von Isotretinoin erwägt werden. Es ist chemisch mit Vitamin A verwandt und reguliert die Talgproduktion und Verhornung. Isotretinoin wird auch bei schwerer Akne eingesetzt und hat teilweise massive Nebenwirkungen. So trocknen die Schleimhäute aus, der Tränenfluss schwindet und vor allem wirkt es fruchtschädigend (teratogen), d.h., falls Mütter es während der Schwangerschaft nehmen, wird das Kind missgebildet. Deshalb muss eine absolut sichere Verhütung gewährleistet sein. Die Knollennase als Extremvariante der Rosacea bei Männern kann gut operativ angegangen werde. Dabei wird die obere Hautschicht der Nase "abgefräst". Das hört sich zwar unangenehm an, hat aber in der Klinik sehr gute Ergebnisse gezeigt.

Fazit Die Rosacea ist eine langwierige Hauterkrankung des Gesichts ab dem 30. Lebensjahr und später. Der Betroffene kann durch geeignete Hautpflege und Vermeidung bestimmter Faktoren viel selbst zur Linderung beitragen. Bei Bedarf stehen sehr effektive Cremes und auch Tabletten zur Verfügung. Wichtig ist die konsequente Therapie über einen längeren Zeitraum in Absprache mit einem Hautarzt.

(Dr. med. Dipl. Inf. Berthold Gehrke, Redaktion medizin.de)

medizin.de 2006

Danke Lobelia. Es ist Rosacea und ich hab das schon seit längerer Zeit. Diagnose vom Hautarzt! Es ist lästig, ständig mit rotem Gesicht und dicken wassergefüllten 'Hauterhöhungen' herum zu laufen. Das Mühsame ist, dass meine Haut extrem trocken ist und das ganze Gesicht schuppt. Mit der Rosalox Crème komm ich nicht weiter. Du schreibst, nicht eincrèmen - aber Kälteschutzcrème auftragen. Bitte was ist eine Kälteschutzcrème? Danke und Gruss!

@Noona

Im Winter, bei eisiger Kälte, kann eine spezielle Kälteschutzcreme (fetthaltige Creme ohne Wasseranteil) aufgetragen werden, die in der Wohnung wieder entfernt werden muss (sonst Hitzestau). Also eigentlich nur eine Fettcreme, um die empfindliche Haut vor Kälte zu schützen. Das würde ich aber lieber mit dem Hautarzt absprechen. Der wird wissen, welche Creme für Sie am besten geeignet ist.

@Noona

Geh zum Arzt und lass dir hier nicht einfach von irgendwo was reinkopiertes als Antwort gelten. Der Arzt gibt dir erstmal Antibiotika gegen deinen akuten Schub und alles weitere und welche Salbe für dich passt, mischt er dir individuell an! 

Besprich es mit deinem Arzt. Metronidazolsalbe 1% ist das Medikament der Wahl. Aber auch Azelainsäure und möglicherweise auch Permethrinsalben sind wirksam. Keinesfalls darf eine "Kortison"-Salbe verwendet werden.

Hi Isartaucher. Ich nimm ja Rosalox, das ist Metronidazolsalbe 10 mg, vom Hautarzt verschrieben. Es nützt praktisch nichts und die Haut schuppt extrem. Aber es ist auch sehr schwierig, einen 'guten' Hautarzt zu finden. Trotzdem danke für den Tipp. LG!

Wenn es dich nicht ekelt, dann nehm was vom Morgenurin / Mittelstrahl und tupfe was auf die Stellen. Nach 10 Minuten kannst du es abwaschen oder drauf lassen. Hilft auch bei Neurodermitis.

Da müsste ich ja das ganze Gesicht damit abtupfen - sorry, das ist mir zu viel. Trotzdem danke dir! LG!

Hallo :) Ich leide mit dir! Ich bin erst 15 und habe auch diese Hautkrankheit, vor allem an der Nase. Mir wurde vom Hautarzt einmal Skinoren Gel und Decoderm Creme verschrieben, aber die helfen so gut wie gar nicht.

Dafür habe ich für mich nach laaanger Sucherei bei Nivea 2 Cremes entdeckt. Für die Nacht Nivea sensitive Nachtpflege und für den Tag Nivea reichhaltige Tagespflege. Beides ist auf jeden Fall bei Rossmann erhältlich.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass meine Rosacea noch nicht sooo schlimm ist, aber dennoch erkennbar.

Hoffe, ich konnte dir helfen und alles Gute! :)

Ja besorge Dir das Rezept Oraycea, das sind Hartkapseln und es ist ein leichtes Antibiotikum, ich hab es bekommen und die Pusteln ( Rosazea ) waren weg, ist der hamma, spreche ihn mal drauf an, ich hatte es 6 Jahre lang, nun nichts mehr...

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