D- Dimere erhöht. Wert bei 547 muss ich mir sorgen machen?

1 Antwort

Der Wert kann auch z. B. wegen des Abheilens einer verletzungsbedingten Wunde erhöht sein. Es gibt auch noch einige andere Dinge, die zu erhöhter Fibrinolyse führen, im Zuge derer die freigesetzt werden.

Generell ist das ein Parameter, der gut für die Ausschlußdiagnostik verwendet werden kann, aber beim "Ausschlagen" nicht spezifisch ist für eine ganz konkrete Erkrankung. D. h. wenn Du kaum D-Dimere hast, dann ist ziemlich sicher, dass Du keine tiefe Beinvenenthrombose o. ä. hast. Wenn der Parameter aber über den Schwellwert ausschlägt, dann heißt das zunächst nur, dass weitere Werte genommen werden müssen, um eine zielgerichtete Abklärung vorzunehmen, was nun eigentlich los ist.

Frage am Rande: Du bist nicht zufällig gerade schwanger? Da ist der Wert nämlich gelegentlich auch erhöht, und dann ist das quasi "normal".

Nein bin ich nicht. Konnte denn bei einer so leichten Erhöhung eine thrombose bzw. Embolie vorliegen oder sind dann die werte weitaus höher

@emilysn

Sagen wir's mal anders herum: die 500er-Grenze ist erstmal eine relativ willkürliche Festlegung. Da spielen zwei Dinge rein: einmal will man vermeiden, dass man zu viele "false positives" bekommt. Zum anderen sollte man im Hinterkopf halten, dass bei speziell diesem Wert der "Idealwert" bei nahe null liegt.

Bedeutet bezogen auf deinen 547er-Wert: irgendwas ist in Deinem Körper schon im Busch. Was, kann man allein aus diesem Wert aber nicht sehen. Das kann schlimm sein und auch harmlos. Allerdings ist der Wert nicht hoch genug, dass Du jetzt "kurz vor Notfall" allein deswegen wärest.

Bedeutet unterm Strich: geh' zu Deinem Arzt, lass' ihn weiter abklären. Und bleib' erstmal ruhig. Ich halte den Wert nicht für einen Grund, in Panik auszubrechen. Aber komplett ignorieren würde ich dieses Warnsignal auch nicht.

Könnte ich doch eine Thrombose haben oder bilde ich mir das nur ein?

Ich weiß, es gibt schon 100 Fragen zu dem Thema, aber jeder Fall ist anders :)

Zur Vorgeschichte: vor 3 Wochen bin ich auf der Rolltreppe gestürzt, habe mir dabei ziemlich schlimm die Schienbeine geprellt und auch blutig geschlagen (ist immer noch blau und verkrustet). Nach ca. 5 Tagen ist mein rechter Knöchel angeschwollen und gaaaanz zart blau geworden. Mein Hausarzt hat gemeint, dass das Hämatom vom Schienbein nach unten gewandert ist und sich jetzt eben da unten sammelt. Dass am Knöchel irgendwas kaputt ist, hat er ausgeschlossen, weil ich absolut keine Schmerzen hatte.

Letzten Freitag ist plötzlich mein Fuß stark angeschwollen (innerhalb von 20 Minuten). Also wirklich sehr stark, als ob ich auf eine Biene getreten wäre und eine Allergie habe. Ich hatte aber keine Schmerzen, nur ein leichtes Kribbeln und Spannungsgefühl durch die Schwellung. Da wurde ich mit Verdacht auf Thrombose ins Krankenhaus gebracht. Im KH wurde mein Blut untersucht (D-Dimere). Die 3 Stunden, die ich dort liegen musste, ist auch die Schwellung zurück gegangen. Blutwerte waren alle in Ordnung, kein Anzeichen für eine Thrombose.

Seit gestern fühle ich jetzt einen Druck im Fuß (am Rist) bzw. in der Wade (hinten unter der Kniekehle). Ob ich stehe, gehe, sitze, Bein hochlagere oder liege macht keinen Unterschied, fühlt sich immer gleich an.

Kann es jetzt sein, obwohl vor 3 Tagen meine Blutwerte komplett in Ordnung waren, dass ich trotzdem eine Thrombose habe? Oder hängt das irgendwie mit der Prellung meiner Schienbeine zusammen? Der Fuß bzw. das Bein ist weder blau noch geschwollen, ich fühl nur den Druck.

Bin grundsätzlich keine Risikopatientin (Familiengeschichte unauffällig, Nichtraucherin seit 4 Wochen, nehme keine Pille), dafür aber leicht hypochondrisch veranlagt :) Mache mir schon Sorgen, vor allem wegen Lungenembolie und anderen ernsten Thrombosefolgen.

Vielleicht kann mir jemand von seinen Erfahrungen mit Thrombose berichten. Möchte nicht nochmal ins KH fahren und stundenlang warten, wenns eh nichts ist :)

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?