ADS/ADHS - Echt oder Ausgedacht?

8 Antworten

Ciao :-)

Selbstverständlich existiert sie.

Die Ansicht, dass es sie nicht gibt (ausgedacht) rührt daher, dass man früher dachte es sei eine Verhaltensauffälligkeit. Begriffe wie "Zappel Philipp oder Hans guck in die Luft" wurden dabei verwendet oder "der hat Hummeln im Hintern"

Man vermutet, dass ADHS/ ADS zu 70- 80% vererbt wird.

Die Aufklärung zu dem Krankheitsbild (auch bei Ärzten) ist nur sehr gering und somit halten sich die Gerüchte, dass es ein Erziehungsproblem ist.

Leider gibt es Ärzte die auch sehr schnell mit der Diagnose sind (ohne Tests) und dann auch gleich Tabletten verschreiben. So werden Krankheiten die ähnliche Symptome haben (Schilddrüsenüberfunktion, Lebererkrankungen, Epilepsie usw.) mit ADHS verwechselt.

Du siehst eine echte Erkrankung kann manchmal nicht mal von Ärzten sofort erkannt werden.

LG

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ich sag dir mal wie es ist:

ADHS/ADS gibt es und es ist eine "offizielle" Krankheit auch gelistet im ICD-10.

Das Problem oder warum viele denken, dass es die Krankheit nicht gibt, liegt daran, dass die Diagnosenrate immer mehr steigt und dass so viele Kinder angeblich die Krankheit haben. Man muss sich mal bestimmte "schwere" ADHS-Fälle anschauen und mit "leichten" vergleichen, genau da merkt man das Problem: Viele Kinder/Erwachsene, welche die Diagnose ADHS haben, haben es nämlich eigentlich garnicht. Oft ist es nur eine Motivationsstörung oder ähnliches.

Also zusammengefasst: ADHS gibt es! Es ist eine Krankheit! Aber Ärzte diagnostizieren sie zu schnell. Deswegen rate ich jedem der die Diagnose "angeblich" hat und das nur durch das Ausfüllen eines Fragebogen beim Kinderarzt und das Ausfüllen der Eltern/Lehrer dieses Fragebogen hat noch lange nicht ADHS.

MITTLERWEILE ABER: Kann man das sehr gut nachweisen. Es gibt Neurofeedbacks, also Methoden, bei denen die Gehirnströme gemessen werden und man ganz klar auf grund der Hirnaktivität sagen oder auschliessen kann, ob jemand ADHS hat oder nicht :)

Ich hoffe diese Frage konnte dir weiterhelfen!

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

ich weiß schon, dass es existiert, hab eher auf diskutable thesen gehofft, aber trotzdem danke

@derLachsmeister

Achso ja, war wohl verwirrt, da deine Frage mit "meint ihr ob diese Krankheit existiert" endet, aber meiner Meinung nach gibt es dazu keine Thesen sondern nur Fakten

ADHD ist sehr schwer zu differenzieren, daher wird für gewöhnlich eine umfangreiche Diagnostik gemacht.

Es gibt Merkmale die ebenfalls ADHD widerspiegeln, wie:

  • hoher IQ
  • underachievement
  • Persönlichkeitsstörungen
  • schlechte Erziehung
  • andere Störungen

Daher ist eine umfangreiche Diagnostik bei einem erfahrenen Facharzt sehr wichtig. Es gibt zu viele zusammenhängende Faktoren, welche differenziert werden müssen.

Ausserdem, ist ADHD keine Krankheit/Störung, sondern eine weiter definierte Form Dopamine/Noradrenaline auszustossen, welche nicht in den synaptischen Spalt andocken. Diese führt dann zur Reizüberflutung. Mit Ritalin und anderen Amphetaminpräparaten verarbeitet man bloss Informationen als hätte man diese weiterdefinierte Hemmung nicht.

Ich habe ADHS und kann das auch ganz klar nachvollziehen.

Das sind Erfindungen von Aluhutträgern, das ist eine Krankheit und ist auch ganz klar als eine solche klassifiziert.

Ich denke das Kinder oft zu schnell eine Diagnose bekommen und die Schule einfach vieles auslöst. Mit 7 Jahren stundenlang ruhig sitzen und sich konzentrieren ist schwer, selbst Erwachsene können es oft kaum, und ich denke dass das vielen Kindern schadet und sie in ner anderen Umgehung besser lernen könnten ohne solche Probleme.

Aber die Krankheit gibt es ziemlich sicher. Immerhin helfen die Medis Leuten manchmal ziemlich und zu behaupten sie existiert nicht ist etwas respektlos gegenüber dennen, die es wirklich haben? Bin kein Experte und liege sicher ziemlich falsch, aber das ist mein Eindruck

Bin der gleichen meinung
Aber tatsächlich wirken die Medis nicht so gut wie illegale Substanzen (Gras hilft mir tatsächlich mich zu konzentrieren)

@derLachsmeister

Ja, das mit dem Gras hat mir auch ein Klasdenkamerade erzählt und ich kann es mir sehr gut vorstellen!

@derLachsmeister

Lass mich raten -> Du bist minderjährig. (s.w sagst du eh nein) -> Ich hatte die selbe Angelegenheit in deinem Alter und kann dir sagen, dass Cannabis nicht hilft. Das Problem ist, dass Leute mit ADHS, welche die Medikamente wie Ritalin und Co. nicht vertragen (wie ich damals) verzweifelt auf der Suche nach einem Medikament sind. Dann lesen sie im Internet, dass Cannabis gegen ADS helfen kann. Dann probieren sie es und sind high. Das high unterdrückt die Symptome, da es den Botenstoffhaushalt reguliert, welcher bei ADHS nicht im Gleichgewicht ist. Das Problem aber ist, dass der THC-Konsum das über längere Zeit verschlimmert. Bei ca 90% dieser ADHS-Selbstmedikationsversuche mit Cannabis werden die Patienten süchtig und können nicht mehr ohne Cannabis. Ich habe jahrelang geglaubt, dass Cannabis gegen meine Angststörung hilft, da bei hat es einfach nur die Depression und Angst Symptome von ADHS blockiert, welche dann nach all den Jahren auf einen haufen auf mich eingeströmt sind. Vertraue mir -> Genau aufgrund dieser Erfahrung bin ich Psychopharmakologe geworden um das genauer zu untersuchen und um die Autorität zu erlangen über dieses Thema zu urteilen. Und deswegen -> Glaube mir wenn ich dir sage, lass es, solange du noch kannst. Es gibt Sport, Hobbys, Psychotherapie etc.. welche helfen können. Wenn du genauer über das Thema schreiben willst, oder Fragen hast oder "Gegenargumente" (welche ich dir anschliessend erläutern werde, warum sie irrational sind) dann schau auf meinem Profil vorbei und schreibe mir Privat oder per Email !

@Pharmatastisch

Ich bin 19 Jahre alt, was du wahrscheinlich nicht glauben wirst, aber is ja nebensache, war schon mehrmals in Therapie und hab viele Medikationen und Fehldiagnosen hinter mir. Ich kiff seit ich 12 bin ca, kann auch gut ohne. Ich muss sagen, dass Gras mit viel wenige THC, aber viel CBD mir besser hilft. Aber ich rauch beides gern und nicht als reine selbstmedikation, tatsächlich eher zum genuss. Von Ritalin hab ich gar nichts gemerkt, dann hab ich irgendwann fluvoxamin bekommen und das hat mich nur high gemacht.
Find ich gut, dass du dich auskennst, aber ich kann nur sagen, dass jeder mensch anders funktioniert und ich auch nicht ganz unwissend bin, was das gehirn angeht.

@derLachsmeister

Bewusst ist mir sicherlich, dass jeder Mensch anders ist und anders auf psychotropika reagiert. Das du zugibst / einsiehst, dass du nicht nur aus Selbstmedikationsgründen konsumierst finde ich sehr gut! Gerade die Erwähung "Gras mit wenig THC und viel CBD" -> Auch wenn du das auf dem Schwarzmarkt kaum überprüfen kannst ist das der richtige Ansatz. Ich wollte nur vermitteln, dass nach aktuellem Stand Cannabis als Medikament bei psychiatrischen Indikationen kontraproduktiv ist und somit zu riskant und sinnlos. Also Cannabis ist kein gutes ADHS-Medikament (Die Risiken überwigen den Nebenwirkungen) -> Aber dein Konsum ist s.w auch nicht so chronisch, denn du sagst ja : du kannst gut ohne. Im Gegenteil ist die Wirksamkeit und das Risiko bei Methylphenidat oder Amphetamin-Derivaten und oder Atomoxetin bewiesen und erforscht und da überwigt der positvie Apsekt den negativen, sofern der Patient das Medikament verträgt

@Pharmatastisch

Amphe hilft mir auf jeden fall auch, aber nur die erste nacht. Aber das wär mr auf dauer zu stresig für meinen körper, selbst mit schlafen merk ich, wie eklig das ist, auch ritalin also methyphenidat hab ich auch schon überdosiert, bis ich was gemerkt hab und es war genau das gleiche wie pep, nur der runterkommer war schlimmer
Wollt aber eigentlich nur nen kleinen Querschnitt, was die Community hier so denkt und keine Antworten obs existiert und was jetzt hilft und was nicht, aber schadet ja nicht.
Was mein ads nur verschlimmert hat waren meine dxm erfahrungen, idk wie dextrometorphan (halt stark "überdosiert") auf ads reagiert, aber konzentration war da nicht vorhanden, kein stück

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