Gibt es erwiesenermassen wirksame Alternativen zu Ritalin?

5 Antworten

hallo, mein sohn ist 10 jahre alt und hat seit 4 jahren adhs. eigentlich seit er in die schule gekommen ist. wir haben schon viel ausprobiert. auch mit ritalin angefangen. dann hat er aber immer weniger gegessen und starkes kopfweh bekommen. also haben wir es wieder abgesetzt. wegen der kopfschmerzen hat er akupunktur bekommen und die ärztin hat uns dann den tipp gegeben mit der tcm, der traditionellen chinesischen medizin. so sind wir dann in der klinik am steigerwald gelandet. sie behandeln adhs kinder ohne ritalin nach den methoden der tcm. erst fand ich das komisch. aber nach gesprächen mit dem arzt und anderen eltern dort haben wir es ausprobiert. sie sind ganz auf meinen sohn eingegangen. ich bin ernst genommen worden und die therapie dort zeigt bislang großen erfolg. ich hoffe das geht so weiter. kann die klinik nur empfehlen.

Nach jahrelanger Erfahrung mit Ritalin habe ich auch nach Alternativen gesucht aufgrund von div. Nebenwirkungen und Gewöhnung (verringerte Wirkung).

Wenn ich Sport mache oder handwerklich arbeite stört mich mein ADHS nicht, das hat es nie. Da ich aber den ganzen Tag am Schreibtisch sitze brauche ich nachwievor Unterstützung.

Habe nun eine Reihe von Nahrungsergänzungsmitteln ausprobiert von Konzentrationsbooster, Ginko, Coffein, Kombipräparate etc.

Von dem Kombipräparat Serotalin bin ich bisher überzeugt da es mich ruhiger und vorallem konzentrierter macht mit 5htp, Tyrosin etc. Ich finde die Entwickler haben einen echt guten Job gemacht.

@Jorge Auch ich habe einen Sohn der unter ADHS leidet.Wie du schon geschrieben hast ist unsere ganze Familie davon betroffen.Nur stelle ich mir als Mutter die Frage ob ich meinen 8 jährigen Sohn schon soll so mit Ritalin zuknallen (es ist ja doch schon ein Hammermedikament) oder ob es nicht eine Alternative dazu gibt in der Homöopathie.Warum Homöopathie?Ich denke einfach das sind noch nicht so diese Hammermedikamente wie in der Schulmedizin. Das man viel Kraft,Mut und Glück braucht glaube ich muss man Betroffenen nicht sagen.Nur Leute die keine Erfahrung haben mit dieser Erkrankung können manchmal sehr verletzend sein.Wie oft kriegt man wenn auch nur durch die Blume gesagt zuhören was für ein "Schwein"man da habe.Es würde hinten und vorne an Erziehung fehlen.Da braucht man schon sehr viel Kraft darüber zustehen. LG Karin

Liebes Blümchen,

ein bisschen schwanger gibt es nicht. Entweder ein Kind hat AD(H)S oder nicht. Dies diagnostiziert nicht ein Hausarzt sondern ein sehr erfahrener Psychiater oder Psychologe. Wenn es diagnostiziert wurde, vielleicht auch durch eine 2 Expertenmeinung, bedeutet dies, um es mal ganz platt zu sagen, dass im Hirn des Kindes nicht alles so läuft, wie bei "normalen". Dies ist für viele Eltern das große Problem. Diabetes ist schlimm aber gesellschaftlich anerkannt; das gibt es halt und man nimmt Tabletten oder spritzt sich. Ein AD(H)S-Kind braucht ja nicht zwingend "Ritalin". Es gibt sone und sone. Aber wenn es aufgrund seiner Symptome keine Freunde findet, wenn es Ablehnung erfährt, wenn es in der Schule nicht klappt, wenn es ständig Auseinandersetzungen mit Geschwistern gibt, wenn es ständig mit den Eltern aneinandergerät, wenn die Familie als Ganzes darunter leidet - dann ist es mit Öl-Kapseln oder ähnlichem nicht mehr getan. Wieviel Leid will man denn dem Kind und dem näheren sozialem Umfeld zumuten? "Ritalin", besser der Wirkstoff, ist keine "Psycho-Keule". Das ist diffamierend und so überaus entwertend den Kinder gegenüber, denen dieses Medikament hilft. Es ist ein Medikament und kann deshalb Nebenwirkungen auslösen ( das können auch homöopathische Mittel). Ob Ritalin, Medikinet, Equasym oder Concerta, alle haben den gleichen Wirkstoff, allein die, einfach gesprochen, Ummantelung ist anders. Das heißt, wenn Ritalin Nebenwirkungen verursacht, muss das, irritierenderweise, bei Concerta nicht so sein. Aus eigener Erfahrung: ich habe viel zu lange gewartet, meinem Sohn Ritalin zu geben. Als er 13 war habe ich mich zu dem Schritt entschlossen. Er war in Verhaltenstherapie bei einer ADHS-spezialisierten Psychologin, er wurde somatisch abgeklärt (EEG, Blutbild) und es wurde von einem erfahrenen Psychiater verschrieben. Zu Anfang war es ihm übel und er hat über Einschlafstörungen geklagt. Das war nach einer Woche vorüber. Inzwischen ist er 16 und er nimmt es in eigener Verantwortung. Die Erfolge ( Sozialverhalten, Freunde, Schule) hat er registriert und er weiß, dass ihm dieses Medikament, auch wenn es unter Betäubungsmittel läuft, hilft, mit dem Leben besser zurecht zu kommen. Er kann jetzt seine Ressourcen viel besser nutzen. Er nimmt es von Mo - Fr, am WE und in den Ferien setzt er aus. Ich meine, als Eltern sind Skrupel erlaubt, aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich entscheiden muss unter oben genannten Bedingungen. Und, um deine Frage zu beantworten: wenn eine glasklare Diagnose existiert und die Symptome wie oben beschrieben sind gibt es nach meiner Meinung keine Alternative zu "Ritalin". Ich wünsche dir viel Glück und viel Kraft und viel Mut.

Liebe Grüße

Jorge

Was mir in den Antworten zu kurz kommt, ist die Tatsache, das es Ritalin alleine nicht bringt, sondern das eine unterstützende Therapie erforderlich ist. Die psychosozialen Auswirkungen der Störungen, das Miteinander in der Familie und Schule oder sonstwo ist ja oft gestört,d.h. das ein Korrektiv in Form einer Verhaltenstherapie nötig ist. Das Ritalin versetzt den "Kranken" erst in die Lage dies Umsetzen zu können. Meines Erachtens müsste man diese beiden Dingen koppeln, aber aus Kostengründen verteilt man lieber einfach Pillen.

Facharbeit über ADS & ADHS - Einleitung und Gleiderung

Hallo,

wie ihr ja schon wisst, schreibe ich momentan eine Facharbeit über ADS & ADHS, die ich Mitte März abgeben muss. Sie muss max. 8 - 12 Seiten enthalten.

Da ich mir schon seit einem Monat Gedanken machen, wollte ich euch um Hilfe bitten, da ich einfach keine Einleitung finde :s

Zudem ändere ich meine Gliederung jedes mal, wenn ich anfangen möchte zu schreiben, weil ich denke, das es nicht perfekt ist, deshalb brauche ich Hilfe von Leute, die vielleicht schon eine Facharbeit zu diesem Thema geschrieben haben bzw. die Erfahrung haben.

Beispiel Gliederung von mir Nr.1 :

I. Einleitung

 1. Thema 

**II. Hauptteil

 1. Allgemeines**
 1.1 Was ist ADS/ADHS?
 1.2 Grundlegende Symptome für ADS/ADHS 
 1.3 Ursachen von ADS/ADHS
 1.3.1 Biologische Faktoren
 1.3.2 Psychosoziale Faktoren
 **2. ADS/ADHS in verschiedenen Altersstufen** 
 2.1 Kindergartenalter
 2.2 Grundschulalter 
 2.3 Jugendalter
 2.4 Erwachsenenalter 
 2.5 Negative und Positive Eigenschaften der Betroffenen 

** 3. Behandlung und Therapie**

 3.1 Kindzentrierte Therapieformen
 3.2 Familienzentrierte Therapieform
 3.3 Medikamentöse Therapieform (Pharmakotherapie)
 3.4 Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
 3.5 Welche konkreten Hilfestellungen kann es in Kindergarten, Grundschule,     weiterführender Schule für ADS/ADHS-ler geben?

**III. Schluss

 4. Fazit** 


 4.1 Internetquellen
 4.2 Literaturverzeichnis
 4.3 Bildnachweis
 4.4 Selbstständigkeitserklärung

Beispiel Gliederung von mir Nr.2:

**1. Einleitung (Vorwort)

  1. Was ist ADS/ADHS? Oder Allgemeines über ADS/ADHS?**

2.1 Was versteht man unter ADS/ADHS? 2.2 Was ist der Unterschied zw. ADS/ADHS? 2.3 Woran erkennt man es? 2.4 Wie wird ADS diagnostieziert?

3. ADHS in verschiedenen Alterstufen

3.1 Vorschulkinder mit ADHS 3.2 Jugendliche mit ADHS 3.3 Erwachsene mit ADHS

4. Behandlungs -und Therapiemöglichkeiten

4.1 Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

weiter bin ich dort noch nicht, hoffe mir kann jemand helfen :(((

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