Sind Kompressionsstrümpfe, die nur bis zum Knie reichen überhaupt sinnvoll?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ohne recherchiert zu haben, hätte ich geantwortet: "Ein Kompressionsstrumpf bis zum Knie ist besser als gar keiner!". Denn seien wir doch mal ehrlich: gerade Männer ziehen doch eher noch einen Kompressions-Kniestrumpf an, als die mühsam anzulegende und total unchice Langform. Auch auf Reisen (Flugzeug!) oder im Auto können die Langmodelle ganz schön in der Kniekehle kneifen - also sind auch da die Kniestrümpfe praktischer und angenehmer.

Doch dann wurde ich bei Wikipedia fündig:

"Nach einer Thrombose entsteht in den Venen im Knöchelbereich ein dauerhaft erhöhter Druck, der über die gestörten Venen bis in die kleinsten Hautgefäße fortgeleitet wird. Gegen diesen Druck muss von außen ein Gegendruck aufgebaut werden. Dazu dient der Kompressionsstrumpf. Am Anfang der Thrombosebehandlung hilft er, die Beschwerden und die Schwellung schnell zu beseitigen. Langfristig verhindert der Strumpf krankhafte Hautveränderungen und die Entwicklung eines offenen Beins. Er muss nur tagsüber am Thrombosebein getragen werden. Der Arzt verordnet den Strumpf etwa alle sechs Monate neu, er wird in einem Fachgeschäft individuell angepasst. Im Allgemeinen reicht ein wadenlanger Strumpf aus."

Ganz offensichtlich geht es nach einer Thrombose vor allem um den Knöchelbereich. Ich kann mir jedoch Venenzustände vorstellen, wo die Langform angebrachter und förderlicher ist. Ich selbst komme beispielsweise mit den Kniestrümpfen weniger gut zurecht, weil der verstärkte Rand mich unangenehm drückt und einschnürt.

Was möchtest Du wissen?