Entdeckung einer Essstörung bei Blutabnahme

3 Antworten

Hallo! Der Arzt kann anhand der Blutwerte direkt nicht feststellen, ob bzw. dass du eine Essstörung hast. Sollte es bei dir jedoch durch die Essstörung bereits zu Mangelzuständen im Körper gekommen sein, dann kann der Arzt diese Mangelzustände im Blutbild erkennen und dann aus diesen veränderten Blutwerten evtl. darauf schließen, dass du eine Essstörung hast.

Offensichtlich weißt du ja selber schon, dass du eine Essstörung hast. Dann solltest du dir und deinem Körper zuliebe das auch offen bei deinem Arzttermin ansprechen. Und vielleicht gleich mal den Arzt bitten, dir Adressen zu geben, wo man dir gegen diese Störung helfen kann.

Solltest du irgendwelche Tumore "in dir lungern" haben, dann hättest du sicherlich auch entsprechende Symptome und Beschwerden. Nur aufgrund schlechter Ernährung auf das mögliche Vorhandensein solcher Tumore oder Krebs zu fürchten, ist meines Erachtens übertrieben. Sicherlich kann langjährige Fehl- und Mangelernährung dem Körper schaden, aber ich glaube nicht, dass Krebs zu den häufigsten Folgen gehört. Da gibt es eher andere Erkrankungen.

Zu deiner zweiten Frage: Natürlich kannst du einiges tun, falls du schlechte Blutwerte haben solltest. Was genau, wird dir dein Arzt sicher empfehlen, das liegt ja auch dran, welche Werte ggf. schlecht sind.

Und dann ist es natürlich - eigentlich ganz egal wie die Werte ausfallen - dass du dein Essverhalten in den Griff bekommst und den Weg zu einer normalen, gesunden und ausgewogenen Ernährung findest. Das schaffst du aber nicht alleine, da müssen dir dann schon auch dein Arzt und ggf. Therapeuten und Ernährungsberater bei helfen.

Alles Gute!

Nein kann ner nicht aber wird dich bestimmt nach Größe und Gewicht fragen und falls du dadurch etwas sehr zugenommen hast wird er das merken.

Nein, es ist unwahrscheinlich, dass der Arzt anhand deiner Blutwerte direkt auf eine Esstörung schließen kann. Falls du dich wie ich vermute mit vielen ungesunden Dingen vollstopfst (Vhips, Pommes, Schoki, Gummizeug, Frittiertes...) kann es aber sein, dass du zB erhöhtes Cholesterin oder/ Erhöhte Triglyceride aufweist. Deine Bluwerte kannst du vor dem Termin nicht "retten", aber wie wär es denn, wenn du mit deinem Arzt ganz offen über dein Essproblem sprichst? Vielleicht findet ihr zusammen eine Lösung wie du die Fressanfälle auch in Zukunft verhindern kannst und was du jetzt akut für deine Gesundheit tun kannst. Vielleicht kann er dich ja auch ja jemanden weiterverweisen... Rumzutixen ist hier sicherlich nicht die beste Lösung. Alles Gute für dich!

Magenbeschwerden durch Essstörung?

Seit ein paar Jahren leide ich an einer atypischen Essstörung. Sie äußert sich durch massive Essanfälle bis es mir richtig schlecht geht (Schmerzen, Krämpfe, Durchfälle, Herzrasen, Übelkeit, starker Durst und Müdigkeit, Schlaflosigkeit) und mein restlicher Tag gelaufen ist. Es gab Phasen in denen mir das über einen längeren Zeitraum hinweg fast täglich passiert ist. Kompensieren tue ich entweder gar nicht, durch ganz viel Sport, mit drastischem Nahrungsentzug, oder Abführmitteln. Es gibt aber auch Phasen in denen ich sehr wenig esse (max 500 - 1000kcal/Tag). Besonders in den letzten Monaten hatte ich immer wieder 7-8 kg zugenommen, abgenommen, wieder zugenommen usw.

Selbst an Tagen an denen ich keine Essanfälle habe, und vom Inhalt her gesund esse, habe ich zunehmend Magenbeschwerden. Ich muss sehr häufig aufstoßen, selbst nach dem Trinken (ich trinke nur stilles Wasser) Regelmäßig kommt dabei Magensäure oder auch -Inhalt mit hoch, manchmal habe ich Sodbrennen. Letztens habe ich zu viel gegessen (allerdings war es nicht einmal ein Essanfall), woraufhin ich früh morgens von starker Übelkeit und Brechreiz aufgewacht bin und kurz darauf hatte ich einen Puls- und Blutdruckabfall und bin einfach zu Boden gestürzt. Das hat mich beängstigt. Vor Kurzem habe ich eine Speise mit Blätterteig gegessen (auch etwas zu viel), kurz danach hatte ich auch Kreislaufprobleme.

Ich bin ein sehr ängstlicher und unsicherer Mensch und ich habe Angst davor, eine schlimme Magenkrankheit zu haben und zu sterben. Ich weiß nicht, ob mein Magen durch die Essstörung einfach nur gereizt ist, oder ob daraus auch schlimme körperliche Erkrankungen entstehen können, zumal das ja schon mehrere Jahre so geht. Allerdings habe ich auch sehr große Angst vor Ärzten, weil wahrscheinlich würden die dann eine Magenspiegelung machen wollen, und davor habe ich sehr große Angst. Ich habe dann immer so ein Kopfkino, dass ich währenddessen erbrechen und ersticken könnte, vor Atemnot, oder ich mich ausversehen ungünstig Bewegung könnte, so dass ich verletzt werden könnte, oder dass die Ärzte einen Fehler machen. Vor eine Kurznarkose hätte ich allerdings ebenfalls riesige Angst, weil ich große Angst vor Kontrollverlust habe (z.T. sogar schon vorm Schlafengehen) und mich vor jeder meiner erlebten Vollnarkosen unglaublich aufgeregt hatte und sowieso in Folge einer Narkose organisch schwer krank wurde.

Aus den Gründen überlege ich schon länger zum Arzt zu gehen, habe z.T. Termine gemacht, um sie dann wieder abzusagen. Ich weiß nicht was ich machen soll und meine Ängste treiben mich in den Wahnsinn.

Über einen Rat würde ich mich freuen. Danke!

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