Ich kenne eine Person, bei der sind bei einem Sturz die Rotatoren (Bänder) in der Schulter gerissen, was auch erst nach etlichen Monaten korrekt diagnostiziert wurde. Auch in diesem Fall wurde die Möglichkeit verneint, sie wieder annähen zu können. Die Person muß damit leben.

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Die gegenseitige Beeinflussung von Körper und Psyche wird auch in der sonst eher körperorientierten Medizin gesehen. Nicht nur Psychosomatik, sondern auch Somatopsychik ist ein weithin bekannter Effekt.

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Ich weiß persönlich aus einer regelversorgenden Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, daß es dort einen Bereich "Körperorientierte Psychotherapie" gibt.

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Daneben sind mir aus der Literatur verschiedene Therapieformen bekannt geworden, die, am Körper angewendet, sich auf den Energiefluß im Körper bzw. auf Blockaden oder "Speicherungen" richten und an die Psyche wenden. Dazu gehören (evtl. u.a.) Bio-Energetik, Rolfing und Therapie nach Wilhelm Reich und Gerda Boyesen.

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Auch aufgrund meiner eigenen Erfahrungen und meines Engagements in der Selbsthilfebewegung Psychiatrie-Erfahrener bin ich in den letzten ca. 15 Jahren zu der Überzeugung gelangt, daß Körper, Geist und Seele vollständig miteinander "kommunizieren". Sonst würden z.B. auch Akupunktur, Akupressur, japan. Heilströmen oder andere Methoden nicht so eindeutig wirken (können), wie sie es tun.

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Hier ein Text zu Craniosacral-Therapie, den ich beim googeln fand:

Biodynamische Craniosacral-Therapie

Entwicklung und Hintergrund

Craniosacrale Biodynamik wurde von Franklyn Sills entwickelt. Sie basiert auf den Entdeckungen von Dr. William Garner Sutherland (D.O.), dem Begründer der Cranialen Osteopathie, und denen seiner Schüler und Nachfolger, namentlich Rollin Becker (D.O.).

Als junger Student des von Andrew Taylor Still begründeten College of Osteopathy in Kirksville, Missouri (USA), entdeckte Sutherland anfangs des letzten Jahrhunderts, dass entgegen der damaligen Lehrmeinung, in den anatomischen Strukturen der Schädelknochen die Fähigkeit zu feinen und komplexen Bewegungsmechanismen angelegt ist. Weiter fand er heraus, dass das craniosacrale System (mit Knochen, Membranen und der cerebrospinalen Flüssigkeit) gezeitenartig in verschiedenen Rhythmen pulsiert, die wahrgenommen werden können. Er entdeckte, dass die cerebrospinale Flüssigkeit Träger des „Lebensatems” (Breath of Life), einer vitalen Urenergie ist, welche über die cerebrospinale Flüssigkeit in alle Zellen des Körpers verteilt wird. Dieser „Lebensatem” ist die treibende Kraft für die cranialen Rhythmen und ist gleichzeitig ein ordnendes und heilendes Prinzip von Mitte und Stille. Ist dieses Prinzip gestört, entstehen Beschwerden und Krankheiten.

In der craniosacralen Arbeit treten wir primär mit dem Lebensatem, den Bewegungs- und Ruhephasen der cerebrospinalen Flüssigkeit und auch mit den knöchernen und membranösen Strukturen des Schädels, der Wirbelsäule und des Kreuzbeins in Kontakt. Durch subtile Berührung im Dialog mit dem System der Person können sich Störungen, die oft auf alte Körpermuster und Traumatisierungen zurückzuführen sind, in den feinen Bewegungen von Knochen, Membranen und Flüssigkeiten zeigen und mit der innewohnenden Heilkraft und Ordnung des Lebensatems wieder in Einklang kommen.

Die Craniosacralen Biodynamik ist geprägt durch eine sehr ganzheitliche Betrachtung des menschlichen Energiesystems. Der Begriff Biodynamik bezieht sich auf den Lebensatem als spirituelle Quelle, welche aus der „Stille“ entsteht, und das menschliche Energiefeld über die drei gezeitenartigen Rhythmen bewegt und prägt. Durch Einbezug des embryologischen Wissens, durch wachsendes Verständnis, wie der Lebensatem sich in der Prozess- und Trauma-Arbeit ausdrückt, durch achtsame innere Haltung und durch die Fähigkeit des „Hineinhörens“ entsteht eine tiefe Qualität des therapeutischen Zugangs.

Dieses 350 Stunden umfassende Ausbildungsprogramm konzentriert sich auf den Kontakt mit dem Lebensatem und seiner heilenden Potenz in der Zerebrospinalflüssigkeit sowie im gesamten Körper. Die Ausbildung beinhaltet ein tiefes Potential, den Kern der körpereigenen Weisheit zur Selbstheilungzu erreichen. Sie ist einzigartig durch ihre somatische Grundlage. Der Unterricht fördert die Entwicklung von Präsenz, Kontakt und die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Die StudentInnen erlernen Fertigkeiten, um die Dynamik der Flüssigkeiten mit bewusster Wahrnehmung und Achtsamkeit zu erspüren. Diese Fertigkeiten sind wichtig, um erfolgreich therapeutisch arbeiten zukönnen. Zusätzlich zu dieser Herangehensweise wird mit den neuesten theoretischen und praktischenZugängen gearbeitet, um Stress und Trauma sowie ihre Auswirkung auf das Nervensystem und die ganze Person zu erfassen und zu behandeln. Die StudentInnen entwickeln Fertigkeiten zur Berührung von Traumata, um die spirituellen und emotionalen Quellen ihrer KlientInnen zu identifizieren und zu unterstützen, sowie Wege der Heilung mit Hilfe der Dynamik der Flüssigkeiten des Primären Respirationssystems zu finden.

Der Unterricht besteht aus einem Basistraining in Wahrnehmung, Achtsamkeit, lebendiger Anatomie, Behandeln und Lösen von Schock und Traumata sowie somatischer Psychologie. Grosse Aufmerksamkeit wird den ethischen Grenzen der Craniosacral-Therapie gewidmet, sowie der Anwendung von angemessenen Richtlinien.

Die Ausbildung richtet sich nach dem Curriculum von Franklyn Sills und den IABT-Standards.

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Auch MOODY gehört in die Reihe der Autoren. Mein Vater war auch zweimal klinisch tot und berichtete, daß er im Augenblick, als der Tod eintrat, "nach oben gefallen" sei, "auf eine Blumenwiese". Und als die Reanimation wirkte, habe es ihn "wieder nach unten gesogen".

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Von einer guten Bekannten hörte ich, sie lag wegen Krebs-OP im Krankenhaus und fand sich plötzlich (als "Bewußtsein") unter der Decke schwebend wieder und sah unter sich ihren Körper am Boden liegen, der wohl aus dem Bett gefallen war. Sie verfolgte, daß eine Schwester hereinkam, die dann Hilfe herbeiholte und als die Reanimation einsetzte, gelangte sie in ihren Körper zurück.

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Ich finde diese und ähnliche Geschichten plausibel, weil mein Weltbild so aussieht, daß der Mensch eine Zweiheit aus Körper und Seele/Bewußtsein ist und, daß das Bewußtsein ohne den Körper lebens- und wahrnehmungsfähig ist.

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Möglicherweise sind Unterschiede im Wetter ganz natürlich auch mehr oder weniger spiegelbildlich in unserer Gefühlslage / Stimmung wiederzufinden. Wobei mir klar ist, daß wir schon die Möglichkeit haben - wie Lena101 auch schreibt - , an solchen Stimmungen auch etwas zu ändern - dadurch, wie wir die Dinge deuten bzw. welche anderen Gedanken wir in unser Bewußtsein nehmen. "Die Gedanken laden die Gefühle ein" ist ein allgemein gültiges Prinzip.

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Ich würde nicht dazu raten, die natürlichen Aktionen oder Reaktionen des Organismus völlig zu ignorieren oder zu leugnen und sich nur durch "positive Gedanken" zu steuern. Das könnte in schädliche Verdrängung ausarten. Aber welche Gedanken in mir gegenwärtig sind, kann ich schließlich allergrößtenteils selbst entscheiden/bestimmen.

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