Puls von 180, was kann ich noch versuchen?

Hi,

Ich hab in den letzten Wochen vermehrt Probleme mit den Puls. Mit dem dauerhaft Tachykarden Puls von 115/min hab ich mich bereits abgefunden. Aber ich bekomme die letzte Tage immer wieder (vorallem Abends) aus dem Nichts heraus Tachykardien mit Frequenzen zwischen 170 - 180/min obwohl ich nichts tue sondern nur Fernsehe oder am PC etwas mache.

Ich warte dann immer ab bis es Vorbei ist aber das dauert meist Stunden. Und der Herzschlag ist dabei krass Stark, beinahe schon schmerzend. Selbst wenn ich dann an die Frische Luft gehe wird es nicht besser, eher schlimmer weil ich mein Herz ja dann durch die Bewegung zusätzlich belaste.

Kaltes Eiswasser trinken nützt nichts, ebenso wenig wie das Massieren der Halsschlagader. Ich musste letzte Woche ins Krankenhaus, man hat dort ein Manöver durchgeführt im zuge dessen ich Druck gegen eine Kanüle pressen sollte. Das hat für 2-3 Sekunden geklappt da der Puls dann runter ging (allerdings zu sehr da er dann nur noch bei 35 laut Monitor war). Danach stieg er aber wieder auf den Ausgangswert. Einen zweiten Versuch hat man dann unterlassen da es mir nicht gut ging.

War dann paar Tage stationär im Krankenhaus. Endergebnis: Wir können Ihnen aktuell nicht Helfen, sie müssen damit Leben.

Die Situationen sind aber Schlimm für mich weil ich eben nicht Weiß was ich tun kann damit das Herz sich beruhigt. Kennt ihr noch Dinge die ich in solchen Situationen versuchen kann?

Würdet ihr dennoch vorsichtshalber ins Krankenhaus in solchen Situationen?

Wenn das ganze nur paar Minuten gehen würde wäre das ja alles halb so wild. Aber nen Puls von 180 über Stunden ist echt anstrengend.

Es wurde übrigens ein großes Blutbild gemacht. Meine Werte sind Top, einzig Cholesterin ist ein wenig erhöht. Die Schilddrüse ist ebenfalls tadellos. Stress hab ich nicht. Nehme 2x täglich Bisoprolol 5mg ein. Die schützen das Herz ja auch vor Stress und Adrenalin.

Bin einfach ratlos derzeit :/

Puls Herz
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Kann sich das Herz wieder nen Weg gefunden haben?

Servus,

Ich hatte Jahrelang das Problem gehabt dass ich Nachts wach wurde und extremes Herzrasen hatte (Frequenzen über 200) mit Atemnot und Schwindel. Das ganze war Phasenweise häufig, manchmal selten. Vor 2015 bis 2016 Jahr kam es nurnoch selten vor. Hatte dann eher Probleme mit Tachykardien wenn ich Wach war.

Vor einem Jahr hatte ich eine EPU und Pulmonalvenenisolation / Kyroablation. Hatte fast ein Jahr komplett keine solche Erlebnisse mehr gehabt in der Nacht. Seit einem Monat hab ich das Problem allerdings wieder, es ist innerhalb 4 Wochen drei mal passiert. Einmal als ich Geschlafen habe und zwei mal als ich in der Einschlafphase war. Zuletzt gestern. Ich habe dabei eine Tachykardie und die Atmung macht Probleme, gestern hatte ich zusätzlich ein nicht näher definierbares merkwürdiges Gefühl in der Brust. Nach 10 - 15 Minuten schlug das Herz wieder in meinem üblichen Ruhepuls von 100 - 110.

Ich frage mich nun ob das Herz sich wieder von der Ablation "negativ" regeneriert hat deswegen nach einem Jahr in dieser Hinsicht wieder Probleme macht?

Leider hat die EPU / PVI auch im Allgemeinen nur subjektiv besserung verschafft, objektiv haben sich die Probleme wohl verstärkt da der implantierte Event Recorder mehr aufzeichnet als in 2 Jahren zuvor.

Werd versuchen meinen implantierten Event Recorder nächste Woche auslesen zu lassen um zu schauen was die EKG Kurven sagen, wollte vorher hier mal Fragen ob Jemand Ahnung hat ob sich das Herz tatsächlich so schnell negativ regenerieren kann?

Herz Kardiologie Atemnot Tachykardien
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Eingriff durchführen trotz bescheidene Erfolgsaussichten?

Ich habe derzeit innerlich einen Konflikt, und zwar geht es um einen erneuten Herzkathetereingriff der bald stattfinden soll. Der letzte Eingriff erfolgte anfang des Jahres, da wurde in einer Herzklinik eine erneute Elektrophysiologische Untersuchung sowie eine Pulmonalvenenisolation durchgeführt. Insgesamt hatte ich aber schon viele Herzkathetereingriffe.

Bei der Auswertung meines implantierten Event Recorder wurden wieder auffällige Aufzeichnungen entdeckt. Es handelten sich dabei um atriale Tachykardien (aber kein Vorhofflimmern). Die Klinik setzte daraufhin eine erneute EPU / PVI an.

Ich war dbzgl. noch bei meinem Niedergelassenen Kardiologe um seine Meinung zu erfragen. Er sowie der Oberarzt aus einem anderen Krankenhaus der sonst immer mein Event Recorder ausliest sind der Meinung dass mein Herz mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr sehr kleine Schäden haben muss welche für meine Probleme verantwortlich sind. Weitergehend meinen sie dass diese via Herzkatheter / Ultraschall aber gar nicht bzw. sehr sehr sehr schwer lokalisierbar wären trotz des heutigen Stand der Medizin und der Gerätschaften.

Mein niedergelassener Kardiologe sprach sich auch für einen weiteren Eingriff aus.

Ich bin allerdings sehr Zwiegespalten, es gab bei 2 Herzkathetereingriffe ernste (zum Teil sehr ernste) Komplikationen und da es zwar Routineeingriffe sind, aber dennoch Risiken birgen sagt mir mein Inneres irgendwie "Tu es nicht nochmal". Zumal die bisherigen Eingriffe bis auf das letzte mal (allerdings nur wenige Monate) keine positive Veränderungen gebracht haben.

Allerdings steht auf der anderen Seite dass mein Puls trotz Betablocker Momentan bei 100~/Min ist und ohne Betablocker bei 130~/min. Sport nur bedingt möglich ist und mir häufig Schwindelig ist.

Folgendes wurde bereits Dokumentiert: - Extremes Hochsymptomatisches paroxysmales Vorhofflimmern. - Episodenhaftes Vorhofflattern - Atriale Tachykardien - Tachyarrhitmyia Absoluta - Supraventrikuläre Tachykardien - Schmalkomplex Tachykardien - Ausgeprägte Sinustachykardien

Ich weiß einfach nicht ob ich das Risiko erneut eingehen soll oder einfach weiter mit den Problemen lebe und hoffe dass nichts schlimmes passiert. Wobei ich noch relativ Jung bin (Unter 30) und nicht weiß wie mein Körper die nächsten Jahrzehnte auf die Dauerhafte Einnahme von Betablockern reagiert.

Ich schätze die Meinung meiner Ärzte sehr und hab bisher immer bedenkenlos "machen lassen". Aber seit den Komplikationen beim letzten mal (wofür die Ärzte nichts können) und dem Aufenthalt auf der Intensiv Station bin ich Nachdenklich geworden.

Habt ihr Rat für mich?

Herz Risiko Herzkatheter
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Niedriger Blutdruck in Verbindung mit Bisoprolol?

Servus,

Ich hab derzeit glaube ich Probleme mit den Blutdruck, mir ist klar dass er unter Einnahme von Bisoprolol sinkt. Folgende Werte hab ich die letzten 3-4 Tage verzeichnet (im Ruhezustand, korrekt gemessen mit Oberarm Gerät)

Heute: Systolisch: 93 Diastolisch: 59 Puls: 98 Gestern: Systolisch: 88 Diastolisch: 57 Puls: 85 Vorgestern: Systolisch: 98 Diastolisch: 62 Puls: 91 Vor 3 Tagen: Systolisch: 95 Diastolisch: 66 Puls: 90

Die Werte von vorgestern und von vor 3 Tagen gefallen mir eigentlich. Nur die von heute / gestern find ich etwas zu Niedrig wobei ich das Problem schon langfristiger habe. Ich fühle mich die letzten 2 Tage etwas benommen, friere und wenn ich z.b etwas mache wie z.b Bezahlen oder irgendwas aus der Tasche hole zittere ich.

Ich nehme Bisoprolol 2x täglich (derzeit jeweils 2,5mg), ich zweifel aber ab und zu ob ich die Tablette auch dann nehmen soll wenn ich o.g Symptome verspüre weil der Blutdruck ja ggf. noch weiter absacken könnte. Der Puls ist mal unter Kontrolle (meist bei 85), mal trotz Betablocker bei 100.

Verspüre wenn ich Auto fahre Extrasystolen.

Nun die Fragen: Niedriger Blutdruck hat ja kein Krankheitswert und gilt als Gesund. Ist dies auch so bei Werten wie 80 zu 50?

Sollte ich den Betablocker auch einnehmen wenn der Blutdruck z.b bei 88 zu 57 ist?

Gibt es irgendwelche Medikamente womit der Blutdruck gepusht werden kann?

Werd das ganze natürlich mit meinem Arzt besprechen, den seh ich aber frühstens DIenstag.

Danke im vorraus.

Medikamente Blutdruck Nebenwirkungen Wechselwirkung
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