Zyprexa plötzlich abgesetzt vergehen die Absetzsymptome?

5 Antworten

Hey, bis die Absetzsymptome vergehen wird es ein paar Wochen dauern, die Absetzsymptome werden auch noch etwas stärker. Die Absetzsymptome hören relativ schnell auf, wenn du wieder etwas Zyprexa einnimmst. 

Du solltest das Zyprexa wieder nehmen, und wenn du es wirklich absetzen möchtest, solltest du das mit deinem Arzt besprechen und langsam runterdosieren.

Gruß Chillersun

Hi, gut, das du selbst weißt, dass du gerade Mist baust. Ich habe das schon hinter mir: Absetzpsychose ( ja, du liest richtig, das gibt es; manche nennen es auch Hypersensitivitätspsychose - erklär gleich warum)  mit Derealisation, Halluzinationen, stundenlangen Panikattacken , im Endeffekt eine Zwangseinweisung. Ich wußte vor 8 Jahren auch nicht, dass man Neuroleptika nicht einfach so und auch nicht zu schnell absetzen darf. Es gibt aber auch wenig Ärzte, die sich richtig damit auskennen. Ihr Guru ist Professor Aderhold und der schreibt: alle 4- 6 Wochen  10% runter - dann bist du auf der sicheren Seite und fährst nicht gleich wieder ein. Warum ist das so? Neuroleptika verdrängt den Botenstoff Dopamin von den Andockstellen. Das Gehirn glaubt, bei ihm kommt zu wenig Dopamin an und schafft neue Andockstellen. Wenn du die NL nun weglässt, wird das Hirn von Dopamin, das sich an die neugeschaffene Menge Andockstellen andocken kann, förmlich überflutet = eine Super- Psychose und wenn du Pech hast, bleibst du drin hängen. (Ist dir das Prinzip klar?) Was ich an deiner Stelle machen würde: Olanzapin wieder relativ zügig einschleichen und DANN vernünftig rausgehen . Faustregel steht oben, aber du musst immer abwarten,ob du auch auf dem level wirklich stabil bleibst. Sobald es so ist, der nächste Schritt usw. Der schwierigste Schritt ist der auf 0.

Eine Frage: Ist die Absetzpsychose vergangen?

@ritlar

ich hatte das ein halbes Jahr, dann wurde ich stuporös ( also konnte mich nicht mehr bewegen und nicht mehr sprechen) und kam dann auf die Geschlossene. Dort bekam ich Haldol und Abilify  und dann war es wieder gut. Aber von den Neuroleptika war ich nicht weg - im Gegenteil! Jetzt hatte ich zwei anstatt eines und das  alles nur, weil ich nicht Bescheid wußte übers Ausschleichen!

Ohne Absprache mit dem Facharzt sollten solche Arzneimittel niemals abgesetzt werden oder deren Dosis verringert bzw. erhöht werden.

Bei Zyprexa bzw. dem Wirkstoff Olanzapin handelt es sich schließich um eine psychoaktive Substanz. Wie bei allen Drogen kommt es bei plötzlichem Absetzen zu Entzugserscheinungen - bei dem Wirkstoff Olanzapin sind dies u.a. Hautausschlag, starkes Schwitzen und Zittern.

Zwecks Klärung des Problems sollte der Arzt Dein Ansprechpartner sein.

@ ritlar

jetzt ist mir total übel und ich habe Angstzustände. 

Dann solltest du deinen Arzt aufsuchen, denn mit dem Medikamentennamen können die wenigsten User was anfangen. Müsste eigentlich im Beipackzettel was angegeben sein.

Dein Arzt wird dir auch sagen können, wann die Nebenwirkungen vom plötzlichen absetzen aufhören werden.

Leider kennen sich auch Ärzte nicht immer mit dem Absetzen aus.

@bountyeis

@ bountyeis

Wenn man solche Mittel verschrieben bekommt, dann sollte man auch die Beipackzettel lesen.

Kapiert man die nicht ( ist für Laien auch nicht leicht), dann sollte man den Arzt fragen und wenn der keine Ahnung hat?

Sorry, dann versteht er sein Fach nicht. Bei solchen Hammermittel MUSS ein Arzt Auskunft darüber geben können, was für Nebenwirkungen auftreten bei sofortiger Absetzung.

@Turbomann

Turboman, im Beipackzettel wird vor Absetzsymptomen gewarnt. Allerdings nicht vor Absetzpsychosen, denn kein Pharmaproduzent wird zugeben, dass ein Medikament gegen gewisse Symptome genau diese Symptome verursachen kann. Aber bei Psychopharmaka ist das gang und gäbe. Leider glauben Ärzte nur das, was im Beipackzettel auch steht. Absetzsymptome werden dann der Grunderkrankung zugeschrieben. Es gibt in Deutschland ganz wenige Experten für das Absetzen von NL, wie beispielsweise Professor Aderhold ( bitte googeln).

@bountyeis

@ bountyeis

Kann dir nur bedingt recht geben. Ich kenne auch Patienten die solche "Nebenwirkungen" durch diese Medikamente durchlebt haben.

Es gibt aber noch eine Möglichkeiten, wo man ene gute Auskunft bekommt, was diese "Nebenwirkungen" betrifft.

Daran denken leider nicht viele Patienten, bzw, viele wissen das auch nicht. Auf jedem Beipackzettel steht der Hersteller des Medikamentes und dort kann man im Labor anrufen und dort bekommt man Auskunft. 

Diese Art von Medikamenten sollte man nie plötzlich und nicht ohne Absprache mit dem Arzt absetzen- aber das weißt Du ja selber. Du solltest zu Deinem behandelnden Arzt gehen und mit ihm reden.

Was möchtest Du wissen?