Was haltet Ihr davon, im Krankenhaus nach Ende des Aufenthaltes Geld als Dank zu hinterlassen? Was macht Ihr?

15 Antworten

Auch wenn die Frage schon einige Jahre alt ist, bin ich jetzt erst darauf gestoßen - ich wurde heute früh aus dem Krankenhaus entlassen und war auf der Suche nach einer entsprechenden Antwort. Ich muss "Alexausm" zu hundert Prozent zustimmen: Eine kleine Aufmerksamkeit (Geschenk oder Geld) am Ende eines Krankenhausaufenthalts empfinde ich als nette Geste. Sich das Lächeln der Mitarbeiter schon während des Aufenthalts zu erkaufen, empfinde ich als vollkommen unangebracht. Wenn ich lese, "Was hilft es mich, wenn sich diese nach meiner Abreise freuen?", dann kann ich mich nur wundern. Man gibt doch ein Geschenk, um dem Beschenkten eine Freude zu bereiten, oder nicht? Und wenn der sich dann freut (was er mit Sicherheit tut), dann ist das doch einfach nur schön - ganz gleich, ob ich diese Freude dann zu sehen bekomme oder nicht. Wer anderen aus Eigennutz etwas gibt, der schenkt nicht, sondern der kauft.

Je nach "Behandlung" und "Höflichkeit".

Die letzte Behandlung meines Mannes im Krankenhaus, war lang und aufwändig (3 Monate Intensiv). Alle waren so freundlich, nett, zuvorkommend. Jedem habe ich ein persönliches Geschenk gegeben + etwas größeres für den Stationsleiter. Weil ich einfach dankbar war.

Es kam auch leider schon vor das ich gar nichts gegeben habe, stattdessen einen Beschwerdebrief an die Pflegeleitung.

Danke, dass Du mich auf die richtige Spur gebracht hast. Ich glaube der Job ist sehr anstrengend.

@RalfK

Hoffentlich sind es nicht so viele, wie es bei meinem Mann waren, 30 Stück? ;-)

Hatte jedem 1 Herz-Schlüsselanhänger und mit Geschenkband mit einem Merci-Riegel geschenkt. Die haben sich riesig gefreut, mehr als auf Geld. Das ist was Bleibendes, abgesehen von der Schokolade...

Nach einem 5 Wochen dauernden KH-Aufenthalt habe ich dem Schwesternzimmer, der Intensivstation und auch dem Küchenpersonal (es wird oft vergessen) jeweils einen schönen Betrag gegeben. Hierzu ein Hinweis an jaguar4: es herrscht ein beachtlicher Unterschied zu einem Hotel. Hier und dort wird man bedient, wobei der KH-Service um vieles intensiver und persönlicher geleistet wird und alleine deshalb ein Trinkgeld verdient.

Habe selbst als Zivi 10 Monate im Krankenhaus Pflegedienst geschoben. Würde sagen, dass etwa die Hälfte der Patienten etwas für die Kaffeekasse dagelassen hat, manche haben sogar extra Trinkgeld für die einzelnen Pfleger (besonders für die Zivis ;-)) gegeben. Gefreut hat uns natürlich beides. Aber wir waren auch nicht verärgert, wenn mal jemand nichts dagelassen hat. Also machs einfach nach eigenem Ermessen, verpflichtend ist es nicht.

Hallo, als Pfleger sollen wir während des Aufenthaltes kein Geld annehmen - leider kommt dann oft Schokolade:-) Aber zur Entlassung lassen etwa ein Drittel der Patienten "Etwas für das Sparschwein" welches aber nicht offen zu sehen ist. Ich weiß, dass durch den intimen Kontakt und die oft intensive Abhängigkeit von uns schnell Verpflichtungsgefühle entstehen, die Trinkgeldaufteilung hat mir andererseits gerade wieder zum Monatsende aus einem finanziellem Engpass geholfen, trotzdem verdienen wir in Deutschland im Vergleich zu Griechenland und Rumänien noch genug und ich möchte nicht deren Verhältnisse haben. Meinetwegen gelegentlich zum Abschluß wenige Euro, ein kleines Geschenk ist schon eine Anerkennung welche gut tut -zur Regel soll es nicht werden. Keinesfalls sollte schon zu Beginn oder während des Aufenthaltes die Aufmerksamkeit erkauft werden -würde ich auch nicht annehmen.